Montag, 10. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (0)

"Dennoch war Oskar nach dem Abitur der Einzige seiner Klasse, der noch keine Erfahrungen in angewandter Nächstenliebe gesammelt hatte. Er berachtete das als Sieg. Er war überzeugt, dass es auf der ganzen Welt keinen Menschen gebe, dessen Anwesenheit er länger als zehn Minuten ertragen könnte. Die Größe dieses Irrtums machte ihn schwindeln, als er an der Universität auf Sebastian traf." Ob die Bemerkung zutrifft: "It was the beginning of a wonderful friedship." wie in dem Filmklassiker "Casablanca"? Diese Frage kann ich erst nach dem Lesen des neuen Romans "Schilf" von Juli Zeh beantworten. - Demnächst. (aus: Juli Zeh, Schilf, Frankfurt/M 2007 S. ...weiterlesen...


Samstag, 8. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte | Kommentare (0)

Willst du dir ein gut Leben zimmern Musst ums Vergangene nicht nicht bekümmern, Und wäre dir auch was verloren, Erweise dich wie neu geboren. Was jeder Tag will, solllst du fragen, Was jeder Tag will, wird er sagen; Musst dich an eigenem Tun ergötzen, Was andre tun, das wirst du schätzen; Besonders keinen Menschen hassen , Und das Übrige Gott überlassen. (J.W. Goethe) Leider bekomme ich seit Tagen das Gleiche zu hören, ... ihr wisst schon! weiterlesen...


Samstag, 8. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Rezensionen | Kommentare (3)

"An einem eiskalten, bedeckten Wintertag des Jahres 1975 wurde ich - im Alter von zwölf Jahren - zu dem, der ich heute bin. Ich erinnere mich noch genau an den Moment: Ich hockte hinter einer bröckelnden Lehmmauer und spähte in die Gasse in der Nähe des zugefrorenen Bachs. Viel Zeit ist inzwischen vergangen, aber das, was man über die Vergangenheit sagt, dass man sie begraben kann, stimmt nicht. So viel weiß ich nun. Die Vergangenheit wühlt sich mit ihren Krallen immer wieder hervor. Wenn ich heute zurückblicke, wird mir bewusst, das ich die letzten sechsundzwanzig Jahre immerzu in diese ...weiterlesen...


Freitag, 7. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (1)

"Ruhe ist Frieden. Gelassenheit. Ruhe kehrt ein, wenn der Lautstärkenregler des Lebens heruntergedreht wird. Stille heißt, es ist alles ausgeschaltet. " ( Khaled Hosseini, Der Drachenläufer, S. 367) weiterlesen...


Mittwoch, 5. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt, Gedichte, Rezensionen | Kommentare (1)

In der WDR 5 Sendung vom 4.12.07 "Die therapeutische Kraft von Texten" wurde behauptet, gute Literatur zeichne sich u.a. durch Leerstellen aus, die der Leser mit eigenen Gedanken, eigener Phantasie etc. ausfüllen könne, so dass es nicht ungewöhnlich sei, dass man zu unterschiedlichen Zeiten dieselben Bücher anders verstehe. In diesem Zusammenhang wurde das folgendes Gedicht Hilde Domins zitiert: Lyrik das Nichtwort ausgespannt zwischen Wort und Wort. weiterlesen...


Mittwoch, 5. Dezember 2007 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Zitate | Kommentare (1)

"Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken." (Hermann Hesse) (Ungelesene) Bücher habe ich genug, der Wunsch zu lesen ist mächtig. Doch leider kann ich mit dem Kauf eines Buches nicht auch die dazu notwendige Zeit erwerben. Ich habe schon fast Entzugserscheinungen, sehe Rot, da ich im Moment zwar lese, lese lese, aber leider überwiegend Hefte. Aber wie heißt es so schön? Alles hat seine Zeit. Die Zeit des Bücherlesens (und die der Rezensionen) wird wieder kommen. weiterlesen...


Dienstag, 4. Dezember 2007 | Kategorie: Aufgeschnappt, Rezensionen | Kommentare (1)

War es Zufall, dass ich nach meinem gestrigen Beitrag heute die WDR 5 Sendung "Die therapeutische Kraft von Texten" gehört habe? Wie auch immer - eine interessante Sendung, die ich dann leider nicht vollständig hören konnte. Hörer berichteten von Büchern, etwa über Hemann Hesses Siddhartha, Greta Weils Meine Schwester Antigone, die in ihren jeweiligen Lebenssituationen oft einschneidende Erlebnisse darstellten. Ich selbst konnte meine Erinnerungen mit ihren vergleichen: Gleiche Bücher hatten bei mir oft ganz andere Wirkungen. Ich kann mich noch an den Vorwurf erinnern, den mir einmal jemand gemacht hat, als wir uns über Nicolas Borns, Die Fälschung ausgetauscht ...weiterlesen...


Montag, 3. Dezember 2007 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen | Kommentare (2)

Ein weiser Mann wird gerufen, um einem kranken Kind zu helfen. Er sprach einige Worte, dann gab er den Eltern das Kind zurück und meinte, dass es nun gesunden werde. Doch die Eltern glaubten das nicht. Nur durch Worte sollte das Kind genesen? Darauf schimpfte der Weise: "Ihr versteht doch gar nichts davon, ihr Narren!" Nun wurden die Eltern ärgerlich. Der Eingeweihte aber meinte ruhig: "Wenn Worte die Kraft haben, euch zu erzürnen, warum sollten dann Worte nicht auch die Kraft haben zu heilen?" Was geht oft in unseren Köpfen vor, welche Sätze tummeln sich dort und lähmen unsere Kraft, Energie, ...weiterlesen...


Freitag, 30. November 2007 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen | Kommentare (4)

Ich habe es geschafft! Heute konnte ich mir den Film von Anna Ditges "Ich will dich" über Hilde Domin ansehen. Und ich bin froh darüber. Der Film ist beinahe eine Liebeserklärung. Er lädt den Zuschauer auf eine sehr empfindsame, liebe- und humorvolle Art ein, eine Zeitlang Gast bei Hilde Domin zu sein, die zum Schluss des Films sagt, es sei für sie ein Glück gewesen, Gedichte zu schreiben. Sie sei so zum Treffpunkt für viele geworden, die an ihren Gedichten, z.T. auch an ihr als Person interessiert gewesen seien, und das sei ihr gerade im Alter eine große Hilfe ...weiterlesen...


Donnerstag, 29. November 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

"Don Karlos", "Wilhelm Tell" und anschließend "Dantons Tod" - ich bin umringt von Helden - jedenfalls in den vorzubereitenden Schullektüren. Mal' sehen, wie mir das bekommt. Ich hoffe nicht, dass sie mich "umbringen" werden! - "Geht' ja nicht, sie sind ja schon tot!"  - jedenfalls im wahren Leben. weiterlesen...