Freitag, 27. Juli 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Schade, dass die Betroffenen ihre Nachrufe nicht mehr lesen können. Es wäre doch zu Lebzeiten für alle Beteiligten sinnvoller, vor allem, wenn es um so liebevoll geschriebene Nachrufe geht wie den von Thomas Loy über Emmi Güttgemanns, zu lesen: hier. weiterlesen...


Freitag, 27. Juli 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Zu beobachten, wie Leute reagieren, deren gemietete Strandkörbe von anderen genutzt werden, die davon ausgehen, dass er herrenlos ist, ist schon spannend. Da gibt es die Netten, die Kiebigen, die Ironischen und die Unverschämten. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal beobachtet, dass jemand die Sachen, die in seinem Strandkorb lagen, nicht einfach nur zur Seite gelegt hat - sein gutes Recht - sondern sämliche Gegenstände mit wutverzerrtem Blick in den Sand geschmissen hat, begleitet von heftigen Flüchen. "Mal sehen, was passiert, wenn die unrechtmäßige Strandkorbnutzerin (eine Bekannte) zurückkommt." Diese verhielt sich ausgesprochen freundlich, hat sich für die "Belästigung" entschuldigt und für die ...weiterlesen...


Freitag, 27. Juli 2007 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

"Ich weiß, dass ich nichts weiß." Dies ist wohl der berühmteste und bekannteste Satz des Philosophen Sokrates, der am 27. Juli 398 v.Chr. den Giftbecher leerte, weil er ein Leben, in dem er nicht frei philosophieren durfte, nicht leben wollte. Diesem "Unwissenden" ist die heutige Sendung "Zeitzeichen" gewidmet. Noch besser aber gefällt mir folgender Satz:"Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen." - geeignet als Inschrift im Eingangsportal von (öffentlichen) Schulen. weiterlesen...


Freitag, 27. Juli 2007 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

"Die Worte, die wir uns sparen, kommen unseren Gesprächen zugute." (Werner Sprenger, Morgen? Besser: gleich heute leben, Konstanz 1993. S. 33) Wenn das mal Politiker oder sonstige Vielredner beherzigen würden! weiterlesen...


Donnerstag, 26. Juli 2007 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

"Ein paar Schritte durch diese Stadt hatten genügt, und ich wußte wieder, daß ich nur geborgen in Rudolfs Liebe dem Laster der Einsamkeit hatte frönen können. Er war dagewesen, auch wenn er nicht bei mir war." Ulla Hahn, Liebesarten, S. 216 weiterlesen...


Donnerstag, 26. Juli 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

Merciers "Nachtzug nach Lissabon" habe ich mit Begeisterung gelesen und war neugierig auf seinen "Klavierstimmer". Dieser Roman ist die als Rückblick geschriebene Geschichte einer Familie aus der Perspektive der Zwillinge Patrice und Patricia, die ihre jeweils eigene Sicht auf ihre Eltern, die Familie, ihre Beziehung zueinander haben und diese in Heften dem anderen mitteilen wollen: "Jetzt, da alles vorbei ist, wollen wir aufschreiben, wie wir es erlebt haben. Wir werden den Erinnerungen allein gegenübertreten, ohne die Verführung durch die Gegenwart des anderen. Die Berichte sollen wahrhaftig sein, ganz gleich, wie groß der Schmerz sein mag beim Lesen. Das haben wir uns ...weiterlesen...


Donnerstag, 26. Juli 2007 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

George Tabori und Ulrich Mühe, zwei großartige, dem Theater bzw. dem Film verbundene Menschen, sind in den letzten Tagen verstorben. Es war zu erwarten - zwar aus unterschiedlichen Gründen (Alter, Krankheit) und dennoch: schade, ich werde sie vermissen. George Taboris "Warten auf Godot" habe ich noch bei den letzten Ruhrfestspielen sehen könne. Der Regisseur starb im biblischen Alter. Einen gut zu lesenden Nachruf "Das Leben , ein Tag" enthält die heutige Ausgabe der "ZEIT", S. 45. Ulrich Mühe, der "Lebensempfindliche" wie ihn der Tagesspiegel nennt, wurde nur 54 Jahre, vielleicht ein Anlass, die eigene Endlichkeit stärker ins Bewusstsein zu ...weiterlesen...


Mittwoch, 25. Juli 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (4)

"Liebesarten" ist ein Erzählband mit ungewöhnlichen Liebesgeschichten, die mancher gar nicht als solche bezeichnen würde, ähnlich wie die "Liebesgedichte" von Ulla Hahn, die liebevoll, zuweilen bissig, ironisch, genau hinschauen und zwar nicht immer nur auf die positiven Seiten. "Rote Schuhe" - ein Paar rote Schuhe auf einem Bügelbrett springen dem Leser ins Gesicht, Schuhe die die Protagonistin dieser gleichnamigen Erzählung ausgerechnet auf einer Beerdigung trägt - ist die Geschichte einer Beziehung, die gerade mal eine Nacht gedauert hat, aber lebenslang nachwirkt. "Manchmal, in den vielen Jahren, die den beiden Nächten folgten, der Nacht mit Konrad und der Nacht ohne ...weiterlesen...


Dienstag, 24. Juli 2007 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Von einer Freundin, die weiß, dass ich Gedichte von Ulla Hahn mag, bekam ich folgende Postkarte (aus dem Postkartenkalender "Fliegende Wörter 2007): Genug Liebt ich ihn noch ich sähe nicht wie sich das Licht in den Seen bricht sähe nicht den Morgen im Mittag vergehn Morgen aus Nachtarmen auferstehn Säh nicht die Blumen sprießen und grün in den Wiesen das Gras aufblühn verglühn Säh nicht die Schwalben im hohen Flug hätte noch immer von ihm genug. Assoziationen, (Be-)Wertungen, mehr Fragen als Antworten, und das ist gut so. weiterlesen...


Dienstag, 24. Juli 2007 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Ein Roman, auf den ersten Blick erschreckend dick, kaum zu halten, aber mit einer faszinierend schönen Frau als Titelbild (ein Porträt der Gertrude, Lady Agnew of Lochnaw). Soll ich es kaufen? Da ich dieses Mal meine Büchertasche offensichtlich sehr nachlässig gepackt habe (viele bereits gelesene Bücher oder solche, die sich mit Sicherheit nicht als entspannende Ferienlektüre eignen), bin ich in die Inselbücherei gegangen und habe Ausschau gehalten. Da ich bisher gute Erfahrungen mit den Empfehlungen der Buchhändlerin gemacht habe, habe ich dann beim zweiten Anlauf, nach dem Lesen des ersten Satzes, das Buch gekauft: "Mein Leben begann wie ein Kriminalschmöker: Man wollte ...weiterlesen...