Donnerstag, 15. Dezember 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (1)

(© Raphael Raue) Wie ist dir nun, meine Seele? Von allen Märkten des Lebens fern, darfst du nun ganz dein selbst genießen. Keine Frage von Menschenlippen fordert Antwort. Keine Rede noch Gegenrede macht dich gemein. Nur mit Himmel und Erde hältst du einsame Zwiesprach. Und am liebsten befreist du dein stilles Glück, dein stilles Weh in wortlosen Liedern. Wie ist dir nun, meine Seele? Von allen Märkten des Lebens fern darfst du nun ganz dein selbst genießen. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Mittwoch, 14. Dezember 2016 | Kategorie: Aufgelesen, Buch-Rezensionen, Rezensionen, Zitate | Kommentare (2)

Matt Haig stellt in seinem sehr lesenswerten Buch seinen fünf Kapiteln jeweils ein (literarisches) Zitat voran, die Interesse wecken, einen hinhören lassen: FALLEN Am Ende braucht man mehr Mut, um zu leben, als um sich umzubringen. (Albert Camus, Der glückliche Tod) LANDEN Und wenn der Sandsturm vorüber ist, wirst du dich kaum erinnern, wie du ihn durchquert, ihn überlebt hast. Du wirst nicht einmal sicher sein, ob er wirklich vorüber ist. Nur eins ist sicher. Wenn du aus dem Sandsturm kommst, bist du nicht mehr derselbe Mensch, der in ihn hineingeraten ist. Darin liegt der sinn dieses Sturms. (Haruki Murakami, Kafka am Strand) AUFSTEHEN ROY NEARY: Schließ die ...weiterlesen...


Dienstag, 13. Dezember 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Wenn es zwei Menschen gelingt, die Weite in sich zu lieben, so gibt sie ihnen die Möglichkeit, einander immer in ganzer Gestalt und vor einem großen Himmel zu sehen. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 8. Dezember 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (3)

Heute heißt es mal wieder: Abschied nehmen. Nicht immer eine einfache Angelegenheit. Was es damit auf sich haben kann, weshalb es so oft so schwer fällt, hat für mich Edmond Haraucourt in einem seiner Gedichte gut zur Sprache gebracht: Le Rondel de l'adieu Partir, c'est mourir un peu, C'est mourir à ce qu'on aime: On laisse un peu de soi-même En toute heure et dans tout lieu. C'est toujours le deuil d'un vœu, Le dernier vers d'un poème; Partir, c'est mourir un peu. Et l'on part, et c'est un jeu, Et jusqu'à l'adieu suprême C'est son âme que l'on sème, Que l'on sème à chaque adieu... Partir, c'est mourir un peu. (Edmond Haraucourt) weiterlesen...


Mittwoch, 7. Dezember 2016 | Kategorie: Aufgeschnappt, Fotos | Kommentare (2)

An diese Erklärung meiner Eltern musste ich heute beim Anblick des Morgenrots denken. Die bekamen wir als Kinder zu hören - meist aber war es ein Abendrot ;) weiterlesen...


Dienstag, 6. Dezember 2016 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Manchmal ergeht es mir so, wie Rilke es in den folgenden Zeilen ausdrückt, dann ist Auf- und Ausräumen, Ordnen, Sortieren, Klären angesagt: Mein Inneres ist so unwirtlich, daß ichs gar nicht unternehmen kann, Sie darin herumzuführen, ja es ist wahrscheinlich verstellt und ungangbar, - reston dehors. (Rainer Maria Rilke, aus 365 Tage mit Rilke, Insel Verlag) weiterlesen...


Sonntag, 4. Dezember 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen; mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen; der Augenblick ist mein, und nehm ich den in Acht, so ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht. - (Andreas Gryphius) weiterlesen...


Samstag, 3. Dezember 2016 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Die Geschichte von Romeo und Julia, dem wohl berühmtesten Liebespaar der Weltliteratur, kennt sicher (fast) jeder. Die Geschichte der unglücklich Verliebten, die aus verfeindeten Familien stammen und unter tragischen Umständen Selbstmord begehen, ist verfilmt worden, es gibt Ballettaufführungen und natürlich zahlreiche Ausgaben dieses Theaterstückes. Die von Kat Menschik illustrierte Ausgabe ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Wie auch der von ihr illustrierte Band von Kafkas "Ein Landarzt" - ist diese Ausgabe von "Romeo und Julia" Teil einer neuen Reihe von Werken der Weltliteratur, die sie nach eigenen Vorstellungen illustriert. Die Textausgabe folgt der von L.L. Schücking überarbeiteten und ergänzten ...weiterlesen...


Freitag, 2. Dezember 2016 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (4)

Wenn man in seinem Zimmer bleibt und tobt oder spottet oder die Achseln zuckt, wie ich es viele Jahre lang getan habe, sind die Welt und ihre Probleme entmutigend. Wenn man aber rausgeht und sich in eine wirkliche Beziehung zu wirklichen Menschen oder auch nur wirklichen Tieren setzt, besteht die sehr reale Gefahr, einige von ihnen zu lieben. Und wer weiß, was dann mit einem geschieht? (Johnathan Frantzen, gefunden in: Der andere Advent 2016/17 am 1.12.) weiterlesen...


Donnerstag, 1. Dezember 2016 | Kategorie: Allgemein, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Vor diesem Konzert 'Triadic Memories'von Morton Feldmann letzten Mittwoch bin ich gewarnt worden: 90 Minuten Klaviermusik ohne Pause. Na, dann. Doch ich liebe die Konzertreihe "Musik für Freaks", weil die "normalen" Gehörgewohnheiten gegen den Strich gebürstet, auf den Kopf gestellt werden. Ich erkundige mich vorher bewusst nicht, was mich erwartet, lasse mich einfach überraschen. Und das tut mir gut. Erwartungen können nicht enttäuscht werden und das ist auch gut so. Im Programmheft konnte ich lesen: "EIN STÜCK EWIGKEIT, Morton Feldman Ich bin kein Uhrmacher. Ich bin an der Zeit in ihrem unstrukturierten Zustand interessiert. Das heißt, mich interessiert, wie dieses ...weiterlesen...