Samstag, 4. August 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nenn ich dich Aufgang oder Untergang? Denn manchmal bin ich vor dem Morgen bang und greife scheu nach seiner Rosen Röte - und ahne eine Angst in seiner Flöte vor Tagen, welche liedlos sind und lang. Aber die Abende sind mild und mein, von meinem Schauen sind sie still beschienen; in meinem Armen schlafen Wälder ein, - und ich bin selbst das Klingen über ihnen, und mit dem Dunkel in den Violinen verwandt durch all mein Dunkelsein. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Freitag, 3. August 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Barbara Ehrenreich ist studierte Physikerin und promovierte Biologin. Sie nimmt in diesem Buch die allseits bemerkbare "Wellness-Epidemie" unter die Lupe, die die Gewissheit unseres Tode durch die Illusion von allgegenwärtiger und allmächtiger Kontrolle versucht auszublenden. Die Autorin beginnt mit ihren eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem Älterwerden und dem Fazit, welches sie für sich daraus gezogen hat, wohl wissend, dass sie damit gegen den "Strom ihrer speziellen demografischen Gruppe schwimmt": "Als ich erkannte, dass ich alt genug zum Sterben war, beschloss ich, dass ich auch alt genug war, um für ein längeres Leben nicht mehr Leiden, Verdruss und Langeweile auf mich zu ...weiterlesen...


Donnerstag, 2. August 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Gleich einer Symphonie in Grün durchpulst von Licht und Duft und Glanz ziehn Wiesen sich und Hügel hin erfüllt von buntem Blumentanz. Die Wege liegen lang im Wind, und alle Birken neigen sich. Und wenn die Gärten verlassen sind, dann sind sie es nur für mich. Die Bänke stehen wartend da, die Gräser wiegen her und hin, und manchmal scheint der Himmel nah, und lange Vogelschwärme ziehn. Und alles ist tief eingetaucht in Lächeln und in Einsamkeit. Mit Gold ist alles angehaucht, und eine Elster schreit. (Selma Meerbaum-Eisinger) weiterlesen...


Mittwoch, 1. August 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (5)

Der archimedische Punkt, von dem aus ich an meinem Orte die Welt bewegen kann, ist die Wandlung meiner selbst. (Martin Buber) weiterlesen...


Dienstag, 31. Juli 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Einsamkeit ist die Abwesenheit des anderen. Alleinsein ist deine eigene Anwesenheit. Alleinsein ist sehr positiv. Es ist Gegenwart, überfließende Gegenwart. (Osho) weiterlesen...


Montag, 30. Juli 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Theodor Storms Novelle "Ein Doppelgänger" ist vom 1. Oktober bis 15. Dezember 1886 in sechs Fortsetzungen in der Zeitschrift "Deutsche Dichtung" erschienen. Die Büchergilde Gutenberg hat sie jetzt als eine von Sophie Nicklas illustrierte Ausgabe im "Leinenkleid" mit farbig passendem blauen Lesebändchen herausgegeben. Die Rahmenhandlung der Geschichte spielt im Sommer und wird von einem Advokaten erzählt, der sich in das Fremdenbuch eines Gasthauses eingeschrieben hat und dort auch den Oberförster kennenlernt, "ein stattlicher Mann von etwa fünfzig Jahren, mit kurzgeschorenen, schon ergrautem Haupthaar; über dem Vollbart schauten ein paar freundliche Augen, und ein leichter Humor, der bald in seinen Worten ...weiterlesen...


Sonntag, 29. Juli 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Füße hoch, still halten, lesen, Musik hören, vor sich hinträumen, in den Himmel schauen ... Jede eigene Bewegung ist mehr oder weniger schweißtreibend. weiterlesen...


Samstag, 28. Juli 2018 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht. (Bettina von Arnim) weiterlesen...


Freitag, 27. Juli 2018 | Kategorie: Worte | Kommentare (3)

"Vor einigen Jahren im Hochsommer war es, und alle Tage echtes Sonnenwetter;" So beginnt Theodor Storms Novelle "Ein Doppelgänger". Dort habe ich viele interessante - heute kaum noch gebräuchliche - Worte und Formulierungen gelesen, an denen ich Gefallen gefunden habe: - sommermüde - ein Stück von einem Träumer, einem Poeten - die Behaglichkeit eines inneren Menschen - Gelbschnabel - kannte bisher nur den Grünschnabel - fuchswild - bei uns zu Hause wurden sie fuchsteufelswild - ruhiger Lebensernst - Hergotts Krippenfresser - sich die Schuhe überwaten - ein Spielwerk für ihren Unmut - nun war Ruhe, aber wo war das Glück - Lebensnotdurft - Zuchthäusler - Suppengängerin - Leckerappetit - Beilegerofen - die Sonne kam immer länger auf ...weiterlesen...


Donnerstag, 26. Juli 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Zeit der Stille die Banner eingerollt, die Rufe schweigen Zeit für das Meer an Land zu steigen wahr und falsch fallen zusammen lassen etwas Neues entsteh'n Zeit dass auf Erden Wunder gescheh'n (Joachim Harms, mit Genehmigung des Autors hier veröffentlicht) weiterlesen...