Donnerstag, 21. März 2019 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Schon, horch, hörst du der ersten Harken Arbeit; wieder den menschlichen Takt in der verhaltenen Stille der starken Vorfrühlingserde. Unabgeschmackt scheint dir das Kommende. Jenes so oft dir schon Gekommene scheint dir zu kommen wieder wie Neues. Immer erhofft, nahmst du es niemals. Es hat dich genommen. Selbst die Blätter durchwinterter Eichen scheinen im Abend ein künftiges Braun. Manchmal geben sich Lüfte ein Zeichen. Schwarz sind die Sträucher. Doch Haufen von Dünger Lagern als satteres Schwarz in den Aun. Jede Stunde, die hingeht, wird jünger. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Sonntag, 17. März 2019 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Wenn Sie sich an die Natur halten, an das Einfache in ihr, an das Kleine, das kaum einer sieht, und das so unversehens zum Großen und Unermesslichen werden kann; wenn Sie diese Liebe haben zu dem Geringen und ganz schlicht als ein Dienender das Vertrauen dessen zu gewinnen suchen, was arm scheint: dann wird ihnen alles leichter, einheitlicher und irgendwie versöhnender werden, nicht im Verstande vielleicht, der staunend zurück bleibt, aber in ihrem innersten Bewusstsein, Wach-sein und Wissen… (aus: Rainer Maria Rilke. Briefe an einen jungen Dichter) weiterlesen...


Mittwoch, 13. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

"Ich bin einundfünfzig Jahre, Zahnärztin und Nymphomanin. Meine Geschichte zu erzählen erfordert schonungslose Ehrlichkeit und Offenheit, mein Ich ebenso Studienobjekt wie das dasjenige der gevögelten Männer, und auch der ungevögelten. Nur eine sorgfältige Untersuchung aller Beteiligten wird zur Auflösung führen, sei sie Versöhnung, Trennung oder Tod." Die Ich-Erzählerin weist schon auf der ersten Seite daraufhin, was den Leser, den sie immer wieder anspricht, erwartet: schonungslose Offenheit. Ab und zu warnt sie dann auch: "Die Hypersexualität ist eine im internationalen Klassifikationssystem für Diagnosen verzeichnete Krankheit und betrifft Menschen, die über einen Zeitraum von sechs Monaten wöchentlich mindestens sieben Orgasmen haben, was uneingeschränkt auf mich ...weiterlesen...


Montag, 11. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Dieses kleine von Bille Weidenbach illustrierte Büchlein unternimmt den Versuch, den diversen Grübelviren auf die Spur zu kommen, sie zu benennen und Wege zu ihrer Beseitigung aufzuzeigen. Im ersten Kapitel wird dargelegt, was unser psychologisches Immunsystem ist und welche Funktion es hat. Anschließend begleitet der Leser im zweiten Kapitel Anna durch ihren Tag und bekommt Einblick in ihre von verschiedenen Grübelviren infizierten Gedanken und erkennt mühelos die damit für Anna verbundenen negativen Auswirkungen. Insgesamt 13 Grübelviren machen Anna das Leben schwer und färben ihren Tag bzw. ihre Gedanken und damit auch ihre Stimmung, die immer trüber werden und Anna zunehmend ...weiterlesen...


Donnerstag, 7. März 2019 | Kategorie: Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

(Copyright: Ann Cathrin Raab, kunstanstifter verlag) Dieses Bilderbuch ist ein Bilderbuch im engeren Sinne, denn die Bilder erzählen die eigentliche Geschichte um ein Wettrennen verschiedener Tiere. Natürlich geht es dabei darum, als Erster im Ziel zu sein. Erlaubt sind offensichtlich diverse Vehikel zur Temposteigerung: "Tretrollerraketenrenntechnik" oder "Siebenmeilenroboterbeinmaschinen". Eine "Unfaireerbsenballwurfschikane" ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einer "Gelberüsselbüffelschweinverwarnungskarte" geahndet. Kennzeichnend für dieses "Wörterwuselwettrennen"-Bilderbuch sind zahlreiche Wortungetüme, kaum lesbar, wenn die einzelnen Wortteile nicht farbig voneinander abgegrenzt wären: "HALBZEITPFIFFBOXENSTOPPMITPRICKEBRAUSETRUNKERFRISCHUNGSSTÄRUNG UNDHOPPAVANTIDALLIDALLIWEITERGEHTS" (Copyright: Ann Cathrin Raab, kunstanstifter verlag) Natürlich gibt es am Ende ein Siegerpodest und einen Sieger: JUBELTRUBEL GEWINNERMEDAILLEN BEWUNDERUNGUND SIEGEREHRUNGSPOKAL GRATULATIONS FREUDE Mir ist das Bilderbuch ehrlich gesagt zu wörterwuselig, obwohl ich ...weiterlesen...


Montag, 4. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

(mehr ist mehr!) scheint das Motto dieses Buches zu sein. Es kommt fast schon schockierend laut, überbordend bunt und detaillreich daher: Gelb der Einband, Grün der Buchschnitt, Lila und Orange die beiden Lesebändchen und drinnen die gesamte Farbpalette! (copyright: Kat Menschik, Galiani Verlag) Es wird jedenfalls in der Küche beim Zubereiten der Speisen nicht untergehen ;) In der Einleitung bekennt Kat Menschik, dass sie nicht gerne kocht, aber wenn mit frischen Zutaten, dass es schnell gehen und unprätentiös sein muss, die Mengenangaben oft "absichtlich vage" bleiben, um der Fantasie keine Grenzen zu setzten und Platz für eigenen Spielraum zu lassen. "FÜHLEN SIE SICH FREI, ...weiterlesen...


Sonntag, 3. März 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (4)

Schon in der Schule haben mich Kleists Gedanken "Über das Marionettentheater" fasziniert. Ich habe nur immer gedacht, es sei seine Schrift "Über Anmut und Würde gewesen". Jetzt liegt im Kunstanstifterverlag eine von Hanna Jung illustrierte Ausgabe vor. Diese Illustrationen sind im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entstanden, in der Hanna Jung sich mit dm Thema der "natürlichen Grazie" auseinandergesetzt hat. (copyright: Hanna Jung, kunstanstifter verlag) Die von Grün nach Rose und umgekehrt irisierende Buchinnenseiten zeigen diverse Hände an und mit Fäden, die so bereits feinsinnig bildhaft in die Thematik einführen. Tänzer und Zuschauer sind als Tiere dargestellt in höfisch eleganter, farbiger Kleidung, die eigentlichen ...weiterlesen...


Samstag, 2. März 2019 | Kategorie: Fotos | Kommentare (2)

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Freitag, 1. März 2019 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Fotos | Kommentare (6)

"Hans guck in die Luft" wäre dieses Milchtütenrecycling sicher nicht aufgefallen, verwendet entweder als Schutz des noch vorhandenen Fußbodens oder aber als vorübergehender "Fußbodenbelag". (Gesehen in einem Krankenhaus meiner Stadt, das gerade umgebaut wird.) weiterlesen...


Mittwoch, 27. Februar 2019 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Die Kunstdetektei von Schleewitz erhält von Egon Schwarzer, einem Schraubenfabrikanten, einen besonderen Auftrag. Er hat vor kurzem für drei Millionen Franz Marcs "Der Turm der blauen Pferde" gekauft, ein Bild das seit der Nazizeit als verschollen galt. "Ich hätte gern eine lückenlose Provenienzgeschichte. Bekannt ist ja, dass die Nazis das Bild beschlagnahmt haben und Göring höchstpersönlich es 1937 in Besitz nahm. Doch wo befand es sich zwischen 1945 und heute? Können Sie das für mich herausfinden?" Das Team der Kunstdetektei, Rupert von Schleewitz, Klara Ivanovic und Max Müller, beginnt mit seiner Recherche, die sich als ziemlich schwierig herausstellt. Jedes Mitglied hat seine ...weiterlesen...