Samstag, 18. Januar 2020 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Meine Zeit verlangte meinen Pass und meine FingerabdrückeIch aber hatte eine verborgene Identität.Meine Zeit unterzog mich einer Leibesvisitation.Doch meine Schmerzen entdeckte sie nicht.Wird die zukünftige Jugend die Erde bestellen?Wie sind nicht vereint in der Sehnsucht nach toten Planeten.Wie sind vereint in der Sehnsucht nach der Innenfläche der Hände. So beginnt der vielschichtige Roman Agnar Mykle. Der Autor empfiehlt dann auch:Dieses Buch sollte zweimal gelesen werden.Es einhält eine Botschaft, unter anderem.Beim zweiten Lesen, Hören, Anschauen von Kunst(werken) ist dies immer ratsam, entdeckt man doch immer etwas, was man beim ersten Lesen, Hören und Anschauen übersehen hat. "Das Lied vom roten Rubin" ist ...weiterlesen...


Freitag, 17. Januar 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (0)

Ich liebe die graden Alleenmit ihrer stolzen Flucht.Ich meine sie münden zu sehenin blauer Himmelsbucht. Ich bin sie im Flug zu Endeund land' in der Ewigkeit.Wie eine leise Legendeverklingt in mir die Zeit. Mein Flügel atmet Weiten,die Menschenkraft nicht kennt:Groß aus Unendlichkeitenflammt furchtbar das Firmament. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Donnerstag, 16. Januar 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

 Zu Füßen mir das niedere Moos,Zufrieden ists mit seinem LoosUnd wünschet nicht: o war ich groß!Vernehmlich ist mir wie es spricht:Und rag' ich auch gen Himmel nicht,Mich findet doch das Sonnenlicht!(Adolf Schults) weiterlesen...


Mittwoch, 15. Januar 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

Das "Blatt im Wind" ist eine in Gedichten des öfteren anzutreffende Metapher, etwa bei Mascha Kaleko "Blatt im Wind" für die Einsamkeit einer Liebenden, die zu ihrem Geliebten nicht die gewünschte Resonanz erleben kann und sich als zu früh vom Baum gefallenes Blatt erlebt. Oder bei Rilke, dessen Gedicht "Es weht der Wind ein Blatt vom Baum" in vielen Traueranzeigen zu finden ist. Hesse bzw. das lyrische Ich in seinem Gedicht "Welkes Blatt" fordert das Blatt gar auf, geduldig still zu halten, wenn der Wind es entführen will - so als hätte ein Blatt diese Möglichkeit. Und für das ...weiterlesen...


Dienstag, 14. Januar 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nur eine Stunde von Menschen fern,Nur eine einzige Stunde!Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,Nur eine Stunde von Menschen fern!Nur eine Stunde im grünen Wald,Nur eine einzige Stunde!Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,Wo von ferne leise das Echo schallt,Nur eine Stunde im grünen Wald!Nur eine Stunde im grünen Wald,Nur eine einzige Stunde!Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,Nur eine Stunde im grünen Wald! (Auguste Kurs) weiterlesen...


Montag, 13. Januar 2020 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (7)

Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. (Kurt Tucholsky) weiterlesen...


Sonntag, 12. Januar 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Herrenwinker weiterlesen...


Sonntag, 12. Januar 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Abend wird es wieder.Über Wald und Feldsäuselt Frieden nieder,und es ruht die Welt....(Hoffmann von Fallersleben) weiterlesen...


Samstag, 11. Januar 2020 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Der Himmel leuchtet aus dem Meer;ich geh und leuchte still wie er. Und viele Menschen gehn wie ich,sie leuchten alle still für sich. Zuweilen scheint nur Licht zu gehnund durch die Stille hinzuwehn. Ein Lüftchen haucht den Strand entlang:o wundervoller Müßiggang. (Richard Dehmel) weiterlesen...


Freitag, 10. Januar 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Die Bilder Edvard Munchs haben Karl Ove Knausgård schon als Gymnasiast begeistert. Er erinnert sich:"Munchs Bilder besaßen eine so mächtige Ausstrahlung, dass sie alle anderen in den Schatten stellten. Als befänden sie sich auf einem ganz anderen, höheren Niveau. Es stand für mich völlig außer Frage, dass sie als Kunst besser waren, obgleich ich niemals darüber nachgedacht hatte, was Kunst oder was Qualität war. Ich wusste es einfach. Das Ereignis war so einschneidend wie bei meiner ersten Lektüre von Dostojewskij, ich hatte das gleiche Gefühl von akuter Relevanz.Hatten die vorherigen Bilder sich geöffnet und meinen Blick angenommen, war es bei ...weiterlesen...