Freitag, 24. März 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

(Copyright Marie Wolf, Edition Büchergilde) Kafka hat sich in in einem "Brief an seinen Vater" seine durch diesen ausgelöste Ängste von der Seele geschrieben, Hesse mit "Kinderseele" etwas Ähnliches. Diese bereits 1918 entstandene Erzählung ist nun - als illustrierte Ausgabe - in der Edition Büchergilde neu erschienen. Tiere als Bilder für die Positionen und der damit gefühlten Mächtigkeit der jeweiligen Mitspieler verdeutlichen deren Bedeutung und Größe für den Protagonisten, der über eine weite Erzählstrecke "gesichtslos" bleibt. Hesse beschreibt aus der Ich-Perspektive eines elfjährigen Jungen einen unvergesslichen Tag, "von denen zu sprechen uns Mühe macht, ... , sie sind gewissermaßen mehr unser ...weiterlesen...


Donnerstag, 23. März 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Diesem Roman liegt ein ungewöhnliches Konzept zugrunde. Der Autor hat Menschen aufgerufen, "sich von einer fortlaufend erweiterten Liste eine menschliche Regung aus(zu)suchen ... und ein bis drei ganz persönliche Wörter oder auch Zahlen einzubringen, die in >seinem< oder >ihrem< Kapitel auftauchen sollen." Entstanden ist daraus eine Romanserie als Work in Progress, deren erster Teil jetzt erschienen ist, die beiden anderen Bände erscheinen Herbst 2017 und im Frühjahr 2018. Handlungsort ist ein Haus in einer Genossenschaftssiedlung in Zürich, Handlungsträger sind die die Bewohner dieses Hauses mit ihren alltäglichen Sorgen, Nöten, ihren Beziehungsschwierigkeiten, ihrer Einsamkeit, ihren gesundheitlichen, beruflichen Problemen und ihren jeweiligen Standorten ...weiterlesen...


Dienstag, 21. März 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (9)

"27.März 2009-17:43 Liebste Johanna, heute Morgen hat Simon beim ersten frühen, viel zu frühen Kaffee gesagt, wäre er zehn Jahre jünger und hätte drei Kinder weniger, hätte er mich schon verlassen. ..." Das kann ja heiter werden ;) So jeden falls beginnt der neue Roman von Zsuzsa Bánk, "Schlafen werden wir später", der im s. Fischer Verlag erschienen ist. Er liegt zum Lesen griffbereit. Die Rezension folgt, sobald ich ihn gelesen habe. weiterlesen...


Montag, 20. März 2017 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Der Frühling ist die schönste Zeit! Was kann wohl schöner sein? Da grünt und blüht es weit und breit Im goldnen Sonnenschein. Am Berghang schmilzt der letzte Schnee, Das Bächlein rauscht zu Tal, Es grünt die Saat, es blinkt der See Im Frühlingssonnenstrahl. Die Lerchen singen überall, Die Amsel schlägt im Wald! Nun kommt die liebe Nachtigall Und auch der Kuckuck bald. Nun jauchzet alles weit und breit, Da stimmen froh wir ein: Der Frühling ist die schönste Zeit! Was kann wohl schöner sein? (Annette von Droste-Hülshoff) weiterlesen...


Sonntag, 19. März 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (6)

Heute ein Wahnsinnskonzert im Konzerthaus Dortmund erlebt: Musicaeterna unter der Leitung von Teodor Currentzis mit der Violinistin Patricia Kopatschinskaja. Zu hören waren die Mozartsinfonie Nr. 25, Mozarts Violinkonzert Nr. 4 und die 3. Sinfonie von Beethoven. Ich habe von Musik wenig Ahnung, ich erlebe und genieße sie, und diese Stücke habe ich so noch nie gehört - unglaublich. Sie hallt nach, schafft sich Patz und Raum in mir und wirkt, bewegt. In der Pause habe ich dann eine andere Art von Sinfonie genossen: ein Stilleben, erst ohne Weingläser, dann mit - die beiden dazugehörigen Damen sind aus dem Stilleben getreten - ...weiterlesen...


Samstag, 18. März 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Sie hat den Winter überstanden und blüht zum Dank stillvergnügt vor sich hin. Der erste Bärlauch frisch aus dem Garten aufs Brot. weiterlesen...


Freitag, 17. März 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Dieser Erzählband enthält 57 Miniaturen über Aleppo in Zeiten des Krieges, Geschichten, in denen sich Realität und Träume, Gedanken über Literatur, Malerei und Visionen vermischen. In ihnen erzählt der Autor - leise, subtil und verstörend und dennoch überaus poetisch - die grausamen, menschenverachtenden Auswirkungen des Krieges, auf den Alltag der betroffenen Menschen und ihre Beziehungen zueinander. So wünscht er sich so sehr, wieder einen Spaziergang machen zu können, ohne einen Checkpoint passieren zu müssen. Als unbedarfter Leser, der mit diesen Checkpoints keine praktischen Erfahrungen gemacht hat, denkt man zunächst nur an die Unannehmlichkeiten, die diese Kontrollen mit sich bringen. Doch ...weiterlesen...


Dienstag, 14. März 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos | Kommentare (4)

Ein Plakat, das mir beim ersten Eisdielenbesuch dieses Jahres ins Auge "gefallen" ist. Wenn einfach machen so einfach wäre, dennoch eine gute Gelegenheit, für sich zu klären, wann, weshalb man nicht ins Handeln kommt. weiterlesen...


Montag, 13. März 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Aus diversen "Gesprächen mit meiner Mutter in ihrem 102. Lebensjahr" hat André Heller, mit ihrem Einverständnis, 18 mehr oder weniger kurze Gespräche ausgewählt und in diesem Büchlein zusammengefasst. Zart, humorvoll, teilweise selbstironisch, heiter geht es um das, was im Leben wichtig und wesentlich ist und was einem am Ende des Lebens bleibt. - Sehr empfehlenswert. André Heller, der nicht immer eine so zarte, liebevolle Beziehung zu ihr gehabt hat, schreibt über sie: Dies "ließ sie empathischer und selbstzärtlicher werden. Sie sah sich und die Welt mit gütigeren Augen, ihre Gedanken und Taten wurden harmonischer und leuchtender. ...(Sie) öffnete und durchschritt ... ...weiterlesen...


Mittwoch, 8. März 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Schon länger habe ich keinen (guten) Krimi mehr gelesen. Dieses Erstlingswerk von Luca d'Andrea, das in seiner Heimatregion Südtirol angesiedelt ist, hat mir ausnehmend gut gefallen. Messlatte ist bei mir, wie schnell ich einen solchen Krimi lese bzw. wie kurz die Lesepausen sind. Und die waren kurz, nur vom Alltag mit seinen Notwendigkeiten diktiert! "Im Leben wie in der Kunst zählt nur eines: die Wahrheit. Um zur Wahrheit über Evi, Kurt und Markus und die Nacht des 28. April 1985 zu kommen, müsst ihr alles über mich wissen. Denn es gibt nicht nur 1985 und das Massaker am Bletterbach, sondern auch ...weiterlesen...