Samstag, 3. Juni 2017 | Kategorie: Aufgeschnappt, Denk-Würdiges | Kommentare (2)

Dieses dritte Märchen war das erste, das sie mir erzählt hat. Als Gott die Welt geschaffen hatte und allen Kreaturen ihre Lebenszeit bestimmen wollte, kam der Esel und fragte 'Herr, wie lange soll ich leben?' 'Dreißig Jahre,' antwortete Gott, 'ist dir das recht?' 'Ach Herr,' erwiderte der Esel, 'das ist eine lange Zeit. Bedenke mein mühseliges Dasein: von Morgen bis in die Nacht schwere Lasten tragen, Kornsäcke in die Mühle schleppen, damit andere das Brot essen, mit nichts als mit Schlägen und Fußtritten ermuntert und aufgefrischt zu werden! erlass mir einen Teil der langen Zeit.' Da erbarmte sich Gott und schenkte ...weiterlesen...


Freitag, 2. Juni 2017 | Kategorie: Aufgeschnappt, Denk-Würdiges | Kommentare (4)

Und nun für euch das zweite Märchen aus der Begegnung mit der Märchenerzählerin. Wir haben über Alter, Krankheiten gesprochen, wer uns versorgt, begleitet, wenn wir Hilfe brauchen. Ihre Frage an mich: "Haben Sie Kinder?" "Ja, drei erwachsene Söhne." Und schon hatte ich ihr das Stichwort für das folgende Märchen geliefert: Die Störche flogen über das Meer. Ein Storchenkind wurde müde und sagte zum alten Storch: »Vater, trage mich. Wenn du alt bist, trage ich dich auch.« »Nein, was du sagst, ist verkehrt«, antwortete der alte Storch. Sie fliegen weiter. Da wurde das andere Storchenkind müde und bat den Vater auch, es zu tragen. ...weiterlesen...


Donnerstag, 1. Juni 2017 | Kategorie: Aufgeschnappt, Denk-Würdiges | Kommentare (7)

Gestern hatte ich eine Begegnung der besonderen Art, verzaubernd, märchenhaft im wahrsten Sinne des Wortes. In der Stadt habe ich eine Frau gesehen, die sich suchend umschaute. Ich bin auf sie zugegangen und habe sie gefragt, ob ich ihr irgendwie helfen könne. Mit großen Augen sah sie mich an und sagte: "Nein danke, ich warte auf meinen Mann und schaue mich nach einer Sitzgelegenheit in der Sonne um. - Sie sind aber aufmerksam! Das ist selten." "Ja, ich bekomme viel mit, manchmal fast zu viel." Und es ergab sich ein wunderbares Gespräch über Achtsamkeit im Umgang mit anderen, und über "Gott und die ...weiterlesen...


Mittwoch, 31. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Die Bäume lauschen dem Regenbogen, Tauquelle grünt in junge Stille, Drei Lämmer weiden ihre Weiße, Sanftbach schlürft Mädchen in sein Bad. Rotsonne rollt sich abendnieder, Flaumwolken ihr Traumfeuer sterben. Dunkel über Flut und Flur. Froschwanderer springt großen Auges, Die graue Wiese hüpft leis mit. Im tiefen Brunnen klingen meine Sterne. Der Heimwehwind weht gute Nacht. (Albert Ehrenstein, aus: Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet, dtv klassik, München 1994, S. 169) weiterlesen...


Dienstag, 30. Mai 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges | Kommentare (4)

Woglinde Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold. Wellgunde Wohl sicher sind wir und sorgenfrei: denn was nur lebt, will lieben; meiden will keiner die Minne. (Richard Wagner, aus: Der Ring des Nibelungen, Rheingold) weiterlesen...


Montag, 29. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

So lernen wir am Hiesigen Gefühle für welche Neigungen im Raum? Und gehen fühlend durch die Abendkühle und schauen fühlend in den nächsten Baum. (Rainer M. Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 25. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (3)

Mein Leben ist ein leises Lied im Wind. Ich töne wohl in euren breiten Gassen; Doch weil sie lautem Lärm verfallen sind, Können mich eure Herzen nimmer fassen. Nur hin und wieder horcht ein Sonntagskind, Fängt auf mein Lied und will es nimmer lassen, Singt es mit mir hinein in Sturm und Wind Und trägt mit mir die Liebe in das Hassen. (Alfons Petzold) weiterlesen...


Dienstag, 23. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Du innig Rot, Bis an den Tod Soll meine Lieb Dir gleichen, Soll nimmer bleichen, Bis an den Tod, Du glühend Rot, Soll sie Dir gleichen. (Karoline von Günderrode) weiterlesen...


Montag, 22. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Du fragst, was ist die Zeit? und was ist Ewigkeit? Wo hebt sich Ew`ges an, und hebet auf die Zeit? Die Zeit, sobald du sie aufhebst, ist aufgehoben, Wo dich das Ewige zu sich erhebt nach oben. Die Zeit ist nicht, es ist allein die Ewigkeit. Die Ewigkeit allein ist ewig in der Zeit. Sie ist das in der Zeit sich stets gebärende, Als wahre Gegenwart die Zeit durchwährende, Wo die Vergangenheit und Zukunft ist geschwunden In Gegenwart, da hast du Ewigkeit empfunden. Wo du Vergangenheit und Zukunft hast empfunden Als Gegenwart, da ist die Ewigkeit gefunden. - (Friedrich Rückert) weiterlesen...


Sonntag, 21. Mai 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

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