Donnerstag, 10. August 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

Sommergewitter hat's dieses Jahr - zumindest hier schon mehrfach gegeben. Doch auch früher war das an der Tagesordnung. In Marguerite Duras Roman "Im Sommer abends um halb elf" spielt eine gewittrige Sommernacht eine wichtige Rolle: "Eine nächste Gewitterphase bereitet sich vor. Diese ozeanische Masse vom Nachmittag bewegt sich langsam voran über der Stadt. Sie kommt von Osten. Die Helligkeit reicht gerade aus, um ihre bedrohliche Farbe zu erkennen. ... Der Schauer setzt ein. Der Ozean wird über der Stadt ausgeleert. Der Platz verschwindet. Die Bogengänge füllen sich. Im Café spricht man lauter, um verstanden zu werden. Manchmal wird geschrien." (aus: Marguerite ...weiterlesen...


Mittwoch, 9. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Manchmal entdecke ich in meinen Bücherregalen dort schon lange schlummernde Kostbarkeiten. Sie warten geduldig auf mich, bis die Zeit reif ist, nach ihnen zu greifen und sie zu lesen. Seit 1994 wartet auf mich Marguerite Duras "Der Schmerz" auf mich. Ich weiß es so genau, da ich zu der Zeit noch meinen Namen in Bücher geschrieben habe, sowie den Monat und das Jahr, in dem ich die Bücher gekauft habe. Das mache ich heute nicht mehr, da ich mittlerweile Bücher nach der Lektüre auch weggebe. Warum ich es damals gekauft habe? Keine Ahnung, vielleicht ein Tipp von jemandem, was weiß ...weiterlesen...


Dienstag, 8. August 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Meistens sind wir mit der Seele dem Körper gegenüber entweder voraus oder zurück, und zu den Korrekturen dieser Differenzen gehören jene Erschütterungen des inneren Lebensgefühls, jenes Zittern und Bangen an den Wurzeln, die uns je und je bei Lebenseinschnitten befallen. Mir scheint, man darf ihnen gegenüber wohl klein sein und sich klein fühlen, wie Kinder durch Weinen und Schwäche hindurch am besten das Gleichgewicht nach einer Störung des Lebens wiederfinden. (Hermann Hesse) weiterlesen...


Montag, 7. August 2017 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

Wenn ganz was Unerwartetes begegnet, Wenn unser Blick was Ungeheures sieht, Steht unser Geist auf eine Weile still, Wir haben nichts, womit wir das vergleichen. (aus: J.W. Goethe, Torquato Tasso, 5. Akt, 5. Aufz.) weiterlesen...


Sonntag, 6. August 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Die Flügel meines schweren Herzens" - welch ein Titel! Es ist der Titel einer interessanten Lyriksammlung arabischer Dichterinnen vom 5. Jahrhundert bis heute, mit einem Nachwort von Khalis Al-Maaly, das für die LeserInnen eine sinnvolle Einführung in die doch - zumindest für uns westliche LeserInnen - so fremde und unbekannte Welt gibt. Von arabischen Lyrikerinnen gibt es, im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, kaum Anthologien. Diese Sammlung wundersamer Gedichte ist eine Neuauflage und Erweiterung der 2008 erstmals erschienenen Ausgabe, allerdings um zehn Gedichte jüngerer Lyrikerinnen erweitert. Sie enthält zudem erstmals auch die arabischen Originaltexte. Die meisten Gedichte verarbeiten eigene (Liebes-) ...weiterlesen...


Samstag, 5. August 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (2)

Es ist seit ältesten Zeiten das Geschäft der Dichter, die Glücklichen ins Unglück zu stürzen und die Unglücklichen ins Glück zu heben. Oft geschieht dies im gleichen Werk sogar mehrmals nacheinander. Dass die Leserinnen und Leser den Weg einer sympathischen Person aus dem Jammer in die Seligkeit gerne verfolgen, leuchtet ein. Warum man aber auch den Weg aus dem Licht in die Finsternis mit gleicher Leselust begleitet, ist schwieriger zu erklären. (aus: Peter von Matt, Sieben Küsse, Glück und Unglück in der Literatur, Hanser Verlag München 2017, S. 101) weiterlesen...


Freitag, 4. August 2017 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ein leises Gesurr. Auf meine Hand sinkt flügelschwirrend eine Mücke nieder, ein Hauch von einem Leib, sechs zarte Glieder - Wo kam sie her aus winterlichem Land? Ein Rüssel ... schlag ich zu? Mißgönn ich ihr den Tropfen Blut, der solches Wesen nährt? Den leichten Schmerz, den mir der Stich gewährt? Sie handelt, wie sie muß. Bin ich ein Tier? So stich nur zu, du kleine Flügelseele, solang mein Blutgefäß dich nähren mag, solang du sorgst um deinen kurzen Tag! Stich zu, daß es dir nicht an Kräften fehle! Wir sind ja beide, Mensch und Mücke, nichts als kleine Schatten eines großen Lichts. (Albrecht Haushofer) weiterlesen...


Donnerstag, 3. August 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Die Linien des Lebens sind verschieden, Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen. Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden. (Friedrich Hölderlin) weiterlesen...


Mittwoch, 2. August 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Ab sofort gehe ich mit mir durch die Welt und schaue was das Leben so bereit hält (mona lisa) weiterlesen...


Dienstag, 1. August 2017 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, Ein perlmutterner Schauer, Glitzert, flimmert, vergeht. So mit Augenblicksblinken, So im Vorüberwehn Sah ich das Glück mir winken, Glitzern, flimmern, vergehn. (Hermann Hesse) weiterlesen...