Sonntag, 1. Juni 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden, in welchen meine Sinne sich vertiefen; in ihnen hab ich, wie in alten Briefen, mein täglich Leben schon gelebt gefunden und wie Legende weit und überwunden. Aus ihnen kommt mir Wissen, daß ich Raum zu einem zweiten zeitlos breiten Leben habe. Und manchmal bin ich wie der Baum, der, reif und rauschend, über einem Grabe den Traum erfüllt, den der vergangne Knabe (um den sich seine warmen Wurzeln drängen) verlor in Traurigkeiten und Gesängen. (aus: Rainer Maria Rilke, Das Buch vom Mönchischen Leben) weiterlesen...


Samstag, 31. Mai 2014 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges | Kommentare (0)

Hass ist, wenn man tödliches Gift nimmt und meint, damit einen anderen umbringen zu können." (sibirische Weisheit, aufgelesen in: Konstantin Wecker, Mönch und Krieger, S. 67) weiterlesen...


Freitag, 30. Mai 2014 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (1)

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Donnerstag, 29. Mai 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ich habe dir den Abschiedskuß gegeben Und klammre mich nervös an deine Hand. Schon mahn ich dich, auf Dies und Jenes Acht zu geben. Der Mensch ist stumm. Will denn der Zug, der Zug nicht endlich pfeifen? Mir ist, als dürfte ich dich nie mehr wiedersehn. Ich rede runde Sätze, ohne zu begreifen: Der Mensch ist stumm. Ich weiß, wenn ich dich nicht mehr hätte, Das wär der Tod, der Tod, der Tod! Und dennoch möcht ich fliehn. Gott, eine Zigarette! Der Mensch ist stumm. Dahin! Jetzt auf der Straße würgt mich Weinen. Verwundert blicke ich mich um. Denn auch das Weinen sagt nicht, was wir meinen. Der Mensch ist stumm. (Franz Werfel) weiterlesen...


Mittwoch, 28. Mai 2014 | Kategorie: Alltägliches, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

(1) Am Anfang siehst du nur Paare Gruppen Im Urlaub wird dir das Alleinsein überall bewusst sichtbar spürbar "Ich möchte gerne essen." "Allein?" "Ja." "Im Moment haben wir keinen Einzelplatz frei." Die Hälfte des Lokals ist leer. Offensichtlich rechnet man mit Paaren Gruppen (© mona lisa) (2) Du machst alleine Urlaub? Ist das nicht langweilig? Nein, ich mache Urlaub und begegne mir selbst! Etwas Spannenderes kann ich mir kaum vorstellen! (© mona lisa) weiterlesen...


Dienstag, 27. Mai 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt. Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes grausames Etwas, das ein Schönverbundnes noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt. Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen, das, da es mich, mich rufend, gehen ließ, zurückblieb, so als wärens alle Frauen und dennoch klein und weiß und nichts als dies: Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen, ein leise Weiterwinkendes - , schon kaum erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum, von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Montag, 26. Mai 2014 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

"vom turm" ist eine Sammlung von 50 Gedichten des aus Dortmund stammenden Günter Abramowski mit einem Einband so glatt, dass es bereits eine Freude ist, den schmalen Gedichtband in die Hand zu nehmen. Seine Gedichte führen einen an unterschiedliche Alltagsorte und in zeitlich nahe und weiter zurückliegende Erfahrungsdimensionen, wobei z.T. gängige Redewendungen, Metaphern in völlig anderen Zusammenhängen auftauchen und etwas Neuartiges entstehen lassen: ein guter hirte ein guter hirte seiner gedanken fragt wer er selbst wohl sein soll wenn jene frei sind die er angenommen hat er wird ihnen nachgehen er wird seine eingeweide & knochen finden er wird von ihnen entführt werden er wird sich hüten sie ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Mai 2014 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos | Kommentare (0)

"Wer sich geliebt weiß, der kommt nicht als Bettler. Er kommt aufrecht und selbstbewusst. Auch kommt er nicht erst dann, wenn er etwas vorweisen kann. Er leistet es sich, seine Bedürftigkeit zu zeigen, denn er weiß sich geliebt." (aus: Martin Schleske, Der Klang, Vom unerhörten Sinn des Lebens, S. 53 ein wunderbares, empfehenswertes Buch, Rezension erfolgt nach der Lektüre) weiterlesen...


Samstag, 24. Mai 2014 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Hörst du, wie die Brunnen rauschen, Hörst du, wie die Grille zirpt? Stille, stille, laß uns lauschen, Selig, wer in Träumen stirbt. Selig, wen die Wolken wiegen, Wem der Mond ein Schlaflied singt, O wie selig kann der fliegen, Dem der Traum den Flügel schwingt, Daß an blauer Himmelsdecke Sterne er wie Blumen pflückt: Schlafe, träume, flieg, ich wecke Bald dich auf und bin beglückt. (Clemens Brentano) weiterlesen...


Freitag, 23. Mai 2014 | Kategorie: Alltägliches, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

Die berühmte "Fliege an der Wand" kann eine Menge in Bewegung setzen. weiterlesen...