Samstag, 3. Dezember 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen |
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"Da Maria beschlossen hatte zu sterben, würde ihre Katze sich allein durchschlagen müssen." Mit diesem Satz beginnt der Thriller 1933 in einem sowjetischen Dorf. Pavel hat die von Maria freigelassene Katze gesehen und will sie fangen. Seine Mutter Oksana befiehlt ihm, seinen Bruder Andrej mitzunehmen. Eine folgenschwere Entscheidung. Denn Andrej kehrt allein zurück. Zwanzig Jahre später kehrt Jora in Moskau nach einer Schneeballschlacht ohne seinen Bruder Arkadi zurück, der vor ihm weggelaufen ist. Später wird seine Leiche gefunden, grausam verstümmel. Für die Eltern ist es Mord.
Doch: "ES GIBT KEINE KRIMINALITÄT" in der Sowjetunion, denn sie ist dekadentes Merkmal kapitalistischer, westlicher Gesellschaften. Und so müssen die Eltern mit ...
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Freitag, 2. Dezember 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges |
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Die Eiche ist Inbegriff von Standfestigkeit und Widerstandsfestigkeit, langsam wachsend. Der Bambus dagegen, schnell wachsend, steht für Flexibilität und Biegsamkeit, gleichwohl er seinen Standpunkt beibehält wie die Eiche.
Ist es die Frage von "entweder oder" oder eher von "sowohl als auch" , wie ich meinen Standpunkt beibehalte und vertrete: fest und unerschütterlich mit der Gefahr zu brechen oder biegsam und geschmeidig und der Möglichkeit, Druck auszuweichen?
Nur: Wonach entscheide ich, ob ich als Eiche oder als Bambus auf Druck reagiere?
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Donnerstag, 1. Dezember 2011 | Kategorie: Allgemein, Frag-Würdiges |
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Roter Zug durch Landschaft, ein fast täglicher Anblick, wenn ich mit meiner Hündin unterwegs bin, ein schöner Anblick.
Aber nur ein fahrender roter Zug ist ein erfreulicher Anblick. Das ist mir heute klar geworden, als der Zug auf freier Strecke anhielt und auf einmal stand.
Hoffentlich gibt es Morgen nicht wieder einen Bericht in der hiesigen Zeitung über einen "Unglücksfall" am Bahndamm in Speckhorn.
Vielleicht sind nur Gleisarbeiten der Grund!
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Donnerstag, 1. Dezember 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte |
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Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein und dir zum Wohlgefallen in der Nacht zu wachen, auch kann ich nicht meditieren in der Morgendämmerung und im stürmischen Horizont. Mache mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für dich rau geworden sind. Kannst du meinen Spüllappen als einen Geigenbogen gelten lassen, der himmlische Harmonie hervorbringt auf einer Pfanne? Sie ist so schwer zu reinigen und ach, so abscheulich. Hörst du, lieber Herr, die Musik, die ich meine? Die Stunde des Gebetes ist vorbei, bis ...
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Mittwoch, 30. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate |
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<151> Gesellschaft von Sprachfreunden
O wie schätz ich euch hoch! Ihr bürstet sorglich die Kleider
Unsrer Autoren, und, wem fliegt nicht ein Federgen an?
<152> Der Purist
Sinnreich bist du, die Sprache von fremden Wörtern zu säubern,
Nun so sage doch Freund, wie man Pendant uns verdeutscht.
(Friedrich Schiller, Xenien)
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Dienstag, 29. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Worte |
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Was Obdachlosigkeit heißt, weiß vermutlich jeder, was es für die Betroffenen bedeutet, sicher schon weniger.
Aber was hat es mit "metaphysischer Obdachlosigkeit" auf sich?
(gefunden in: Der falsche Frieden von M. Probst, DIE ZEIT v. 24.11.11)
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Montag, 28. November 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) |
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Ups, gestern Morgen habe ich versehentlich schon ein Törchen des Adventskalenders aufgemacht. Doch die "normalen" Adventskalender beginnen ja erst am 1. Dezember.
Nicht so "der (etwas) andere Advent" von "Andere Zeiten". Der beginnt tat-sächlich schon am 1. Adventssonntag und endet am 6. Januar, dem Dreikönigsfest. Man kann zwar keine Törchen aufmachen, hinter denen mehr oder eher weniger originelle Bilder zu sehen oder Süßigkeiten versteckt sind, sondern es sind 2 Seiten in Din 4 Format für jeden Tag mit Bildern und ausgesuchten Texten. In jeder Hinsicht etwas Besonderes. Von Eva Strittmatter etwa gibt es das Gedicht:
"Vor einem Winter"
Ich mach ein Lied aus Stille
Und aus Septemberlicht.
Das Schweigen ...
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Sonntag, 27. November 2011 | Kategorie: Allgemein |
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"Die Veränderung hat keine Anhänger.
Die Menschen hängen am Status quo.
Man muss auf massiven Widerstand gefasst sein."
(Jack Welch)
Mit massivem Widerstand rechne ich hier nicht, dennoch würde mich eure Meinung zum veränderten Design dieser Seite interessieren. Inhaltlich geht's wie gewohnt weiter.
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Sonntag, 27. November 2011 | Kategorie: Allgemein |
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"Alle diejenigen, die so schnell mit Ratgeben bei der Hand sind, kennen die Wichtigkeit und Schwierigkeit des Amtes nicht, dem sie sich unterziehen, und diejenigen, die sein Gewicht genug einsehen, scheuen sich, es zu verwalten eben weil sie fühlen, wie schwer und selbst wie gefährlich es ist. Es ist also ein wahres Wort: daß man nur den um Rat fragen soll, der keinen gibt."
(aus: H. Kleist, Brief an Christian Ernst Martini v. 18. März 1799)
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Samstag, 26. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges |
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"Wenn man also nur seiner eigenen Überzeugung folgen darf und kann, so müßte man eigentlich niemand um Rat fragen, als sich selbst, als die Vernunft; denn niemand kann besser wissen, was zu meinem Glücke dient, als ich selbst; niemand kann so gut wissen, wie ich, welcher Weg des Lebens unter den Bedingungen meiner physi-schen und moralischen Beschaffenheit für mich einzuschlagen am besten sei; eben weil dies niemand so genau kennt, niemand sie so genau ergründen kann, wie ich."
(Auszug aus: H. Kleist, Brief an Christian Ernst Martini v. 18. März 1799)
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