Dienstag, 6. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt. (Martin Buber) weiterlesen...


Samstag, 3. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Einmal in Kindertagen Ging ich die Wiese lang, Kam still getragen Im Morgenwind ein Gesang, Ein Ton in blauer Luft, Oder ein Duft, ein blumiger Duft, Der duftete süß, der klang Eine Ewigkeit lang, Meine ganze Kindheit lang. (Hermann Hesse, 1. Strophe des Gedichts "Verlorener Klang") weiterlesen...


Freitag, 2. November 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Kalter Herbst vermag den Tag zu knebeln, seine tausend Jubelstimmen schweigen; hoch vom Domturm wimmern gar so eigen Sterbeglocken in Novembernebeln. Auf den nassen Dächern liegt verschlafen weißes Dunstlicht; und mit kalten Händen greift der Sturm in des Kamines Wänden eines Totenkarmens Schlußoktaven. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 1. November 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Gedichte, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

An allen Feiertagen strahlt das WDR die Sendung "Liegen bleiben" aus. Ich freue mich nach jeder Sendung bereits auf die nächste! Die heutige Sendung war Erich Fried gewidmet, der vor dreißig Jahren verstorben ist. Ich kann mich noch glücklich schätzen, ihn auf einer Lesung - ich meine in Marburg - erlebt haben zu können. Ich mag seine Gedichte wegen der Knappheit und Klarheit im Ausdruck, auf kleinstem Sprach-Raum Platz zu schaffen für ein eigenes Phansatie- und Assoziationsuniversum. Er hat viel von den Herausforderungen der Liebe, in der Liebe, durch die Liebe geschrieben. Viele dieser Gedichte sind nicht weniger politisch als seine ...weiterlesen...


Mittwoch, 31. Oktober 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Nur Narren war es früher gestattet, die Wahrheit am Hofe auszusprechen. Sie hatten die sprichwörtliche "Narrenfreiheit". Vielleicht gehört auch die Figur des Adligen Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen dazu, bekannt als "Lügenbaron". In diesem Roman lässt der russische Schriftsteller Krzyzanowski Münchhausen in den zwanziger Jahren des letzen Jahrhunderts nach Berlin zurückkehren. Sinnigerweise entsteigt diese schillernde Figur seinem eigenen Roman, in den er später dann, nach seinen Reisen, die ihn nach London und nach Russland führen, zurückkehrt. selbstverständlich nachdem er einem oft ungläubig staunenden, aber ausgewählten Publikum seine diversen Reiseerlebnisse erzählt hat: "Und von allen Seiten - von rechts, von links, ...weiterlesen...


Montag, 29. Oktober 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (8)

"Wieder muss ich die Gezeitenwechsel ertragen - mein Leben ist ein Rosenkranz erbitterter Zweikämpfe, und die mächtige Anziehung des Sex verbindet die Kugeln zur Kette. Und am Ende hängt ganz gewiss das Zeichen des Gekreuzigten ... Ich weiß nicht, und ich mag nicht hinschauen, aber ich bin so erschüttert vor Schmerz, dass ich spüre, es muss ein Ende haben mit meinem kompromisslosen Lieben und Entliebtwerden - mit den Liebesgeschenken, die mir wieder an den Kopf geschleudert werden, blass und wurmstichig. Pah! Wie sieht mein nächster Zug aus, frage ich mich - Tod, Resignation oder Lähmung? Es wird nicht von Dauer ...weiterlesen...


Sonntag, 28. Oktober 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (3)

“Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrthum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrthum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist. – Oft lehrt man auch Wahrheit und Irrthum zugleich und hält sich an letzteren.” (Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann) weiterlesen...


Donnerstag, 25. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nichts regt sich um ihn her, nur Schwärme Von Kranichen begleiten ihn, Die fernhin nach des Südens Wärme In graulichtem Geschwader ziehn. "Seid mir gegrüßt, befreundte Scharen! Die mir zur See Begleiter waren, Zum guten Zeichen nehm ich euch, Mein Los, es ist dem euren gleich. Von fernher kommen wir gezogen Und flehen um ein wirtlich Dach. Sei uns der Gastliche gewogen, Der von dem Fremdling wehrt die Schmach!" (Auszug aus Friedrich Schillers, Die Kraniche des Ibykus) weiterlesen...


Mittwoch, 24. Oktober 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Astern blühen schon im Garten; Schwächer trifft der Sonnenpfeil Blumen, die den Tod erwarten Durch des Frostes Henkerbeil. Brauner dunkelt längst die Heide, Blätter zittern durch die Luft. Und es liegen Wald und Weide Unbewegt im blauen Duft. Pfirsich an der Gartenmauer, Kranich auf der Winterflucht. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, Welke Rosen, reife Frucht. (Detlev von Liliencron) weiterlesen...


Dienstag, 23. Oktober 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Das ist's, was mich hier so entzückt: Diese unbedingte Weite, dieser Horizont in Tief’ und Breite verschwenderisch hinausgerückt. (Christian Morgenstern) weiterlesen...