Samstag, 5. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

Selbst diejenigen, die die bekannten Erzählungen Kafkas kennen, 1920 beim Kurt Wolff Verlag erstmals veröffentlicht, werden überrascht und begeistert von dieser Ausgabe sein, die Kat Menschik illustriert hat. Eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Gestaltung: Die Farben des Einbands, der Buchseitenränder fallen sofort ins Auge, das Papier ist fein und glatt, ein wahrer Handschmeichler. Und dann erst die außer-gewöhnlichen farbigen Illustrationen!! Sie passen zu den Geschichten der von Kafka beschriebenen Menschen mit ihren außerordentlichen Lebensschicksalen, sind gleichsam Interpretationen dieser zum Teil nur knapp eineinhalb Seiten kurzen Miniaturen, wie "Eine kaiserliche Botschaft". Nach dem Begriff "Herz" sucht man in der Erzählung vergeblich, ...weiterlesen...


Freitag, 4. November 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor ... Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben. Die Wälder weinten. Und die Farben starben. Nun sind die Tage grau wie nie zuvor. Und der November trägt den Trauerflor. ... Was man besaß, weiß man, wenn man's verlor. Der Winter sitzt schon auf den kahlen Zweigen. Es regnet, Freunde, und der Rest ist Schweigen. Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor. Und der November trägt den Trauerflor ... (Erich Kästner), gefunden bei: http://www.deutschelyrik.de/index.php/der-november.html weiterlesen...


Donnerstag, 3. November 2016 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (2)

"Himbeeren mit Sahne im Ritz" von Zelda Fitzgerald ist eine Sammlung ironisch feiner, sehr bildhaft erzählter Geschichten, in denen stets Frauen die Protagonistinnen sind. Die Männer sind in ihrem Leben entweder nicht (mehr) vorhanden, spielen eine eher unbedeutende Rolle oder sind Mittel zum Zweck weiblicher Pläne: "Es hatte einen weitsichtigen Ehemann gegeben, der ihr bis ans Lebensende jährlich fünftausend Dollar zahlen musste. Kein Zweifel, sie war in der Lage, auf dem Blumenpfad der Lust zu wandeln." Es sind insgesamt eigen-willige, eigen-sinnige, aber nicht wirklich emanzipierte Frauen, u.a. "Revuetänzerinnen", "Leinwandköniginnen", Sängerinnen, oder "Das Mädchen, das dem Prinzen gefiel", allesamt aber mit großen ...weiterlesen...


Mittwoch, 2. November 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nehmt mir den Stein von meinem Grabe; für mich gibt’s keinen Leichenstein! Ich, der ich nun verklärt mich habe, will doch für euch kein Toter sein! Warum das Weinen und das Klagen, wozu der Gram, das Herzeleid? Was ihr von mir hinausgetragen, war nur das abgelegte Kleid. Ich bin im Geist bei euch geblieben, für den es keine Trennung gibt, und werde euch auch ferner lieben, so, wie ich euch bisher geliebt. Zwar könnt ihr mich jetzt nicht mehr sehen, obgleich ihr mir noch sichtbar seid, doch ist ja weiter nichts geschehen, als: ich bekam ein andres Kleid. Und dieses ...weiterlesen...


Dienstag, 1. November 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Wenn einer starb, den du geliebt hienieden, So trag hinaus zur Einsamkeit dein Wehe, Dass ernst und still es sich mit dir ergehe Im Wald, am Meer, auf Steigen längst gemieden. Da fühlst du bald, dass jener, der geschieden, Lebendig dir im Herzen auferstehe; In Luft und Schatten spürst du seine Nähe, Und aus den Tränen blüht ein tiefer Frieden. Ja, schöner muss der Tote dich begleiten, Ums Haupt der Schmerzverklärung lichten Schein, Und treuer - denn du hast ihn alle Zeiten. Das Herz auch hat sein Ostern, wo der Stein Vom Grabe springt, dem wir den Staub nur weihten; Und was du ewig liebst, ist ewig dein. (Emanuel Geibel) weiterlesen...


Montag, 31. Oktober 2016 | Kategorie: Alltägliches, Fotos, Gedichte, Zitate | Kommentare (0)

Habe vorige Tage jemanden vom Bahnhof abgeholt. Hatte noch ein wenig Wartezeit. Da fiel mit das Lied "Kommen und Gehen" von Udo Lindenberg ein: Auf dem Bahnsteig des Lebens fahren die Züge ein Die eine steigt aus und die soll's für immer sein Auf dem Bahnsteig des Lebens fahren die Züge wieder los Tränen auf den Schienen die Liebe war so groß ... (Udo Lindenberg, Ein Kommen und Gehen) Und nein: Es war nicht der eine fürs Leben ... weiterlesen...


Sonntag, 30. Oktober 2016 | Kategorie: Fotos | Kommentare (2)

"Langeweile ist die Windstille der Seele." (Friedrich Nietzsche) weiterlesen...


Samstag, 29. Oktober 2016 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün, Reseden und Astern sind im Verblühn, Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht, Der Herbst ist da, das Jahr wird spät. Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht, - Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt! Banne die Sorge, genieße, was frommt, Eh' Stille, Schnee und Winter kommt. (Theodor Fontane) weiterlesen...


Freitag, 28. Oktober 2016 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

jeden Tag jede Stunde jede Sekunde des Tages: strahlen, lächeln, freundlich sein unabhängig davon wie es wirklich geht versprechen und nichts einhalten macht ja nichts: Hauptsache: strahlen everybody's darling scheint besser zu sein als in den Spiegel zu schauen und zu spüren wer man wirklich ist und dann auch dazu zu stehen (mona lisa) weiterlesen...


Donnerstag, 27. Oktober 2016 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Die Seele Die Seele ist wie ein Wind, der über die Kräuter weht, wie der Tau, der über die Wiesen träufelt, wie die Regenluft, die wachsen macht. Desgleichen ströme der Mensch Wohlwollen aus auf alle, die da Sehnsucht tragen. Ein Wind sei er, der den Elenden hilft, ein Tau, der die Verlassenen tröstet. Er sei wie die Regenluft, die die Ermatteten aufrichtet und sie mit Liebe erfüllt wie Hungernde. (Hildegard von Bingen) weiterlesen...