Freitag, 22. September 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (3)

Resedaduft entschwebt im braunen Grün, Geflimmer schauert auf den schönen Weiher, Die Weiden stehn gehüllt in weiße Schleier Darinnen Falter irre Kreise ziehn. Verlassen sonnt sich die Terrasse dort, Goldfische glitzern tief im Wasserspiegel, Bisweilen schwimmen Wolken übern Hügel, Und langsam gehn die Fremden wieder fort. Die Lauben scheinen hell, da junge Frau'n Am frühen Morgen hier vorbeigegangen, Ihr Lachen blieb an kleinen Blättern hangen, In goldenen Dünsten tanzt ein trunkener Faun. (Georg Trakl) weiterlesen...


Donnerstag, 21. September 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Der elfjährige Lennard Grabbe wird vermisst. An einem Regentag im November ist er nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Nun ist seine Leiche gefunden worden. Jakob Franck, pensionierter Kommissar, übernimmt die Aufgabe, die Eltern des Jungen zu benachrichtigen. Schon während seiner Dienstzeit - auch in Fällen, in denen er nicht unmittelbar als Ermittler beteiligt war - war er zur Erleichterung seiner Kollegen derjenige, der den Angehörigen die Nachricht vom Tod überbracht hat. "Aus der Spiegelung der Eingangstür schaute ihr eine abblätternde Frau entgegen. Je länger sie hinsah, desto stärker wurde ihre Verwunderung darüber, dass sie noch da war, nach ...weiterlesen...


Mittwoch, 20. September 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (7)

Des Vogels Aug verschleiert sich; er sinkt in Schlaf auf seinem Baum. Der Wald verwandelt sich in Traum und wird so tief und feierlich. Der Mond, der stille, steigt empor: Die kleine Kehle zwitschert matt. Im ganzen Walde schwingt kein Blatt. Fern läutet, fern, der Sterne Chor. (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Dienstag, 19. September 2017 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (4)

Wenn alle Gedanken Erschöpft sind, Gehe ich in den Wald Und sammle Eine Handvoll Hirtentäschelkraut. Wie ein kleines Bächlein Durch bemooste Felsspalten Seinen Weg findet, So, auf eine stille Weise, Werde auch ich klar Und durchscheinend. (Meister Ryôkan) weiterlesen...


Montag, 18. September 2017 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

"Giftflut" ist der dritte Kriminalroman Ditfurths mit Kommissar Eugen de Bodt, einem eigenwilligen, einzelgängerischen Kommissar. De Bodt setzt sich ständig - im Sinne seiner bisher immer erfolgreichen Ermittlungen - über Hierarchien, Kompetenzbereiche, Länder- und damit auch Ermittlungsgrenzen hinweg und gibt nichts auf Vorgesetzte, genauso wie Lebranc, ein französischer Kommissar, mit dem er im Verlauf der Ermittlungen zu tun hat. Denn die aufzuklärenden Anschläge werden in Berlin, Paris, London und weiteren europäischen Ländern verübt. Es scheinen terroristische Anschläge auf Europa zu sein: "Der Terror kroch in die Köpfe. Die Angst vor dem nächsten Anschlag größer noch als die Empörung über den letzten." "De ...weiterlesen...


Sonntag, 17. September 2017 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (4)

Die Luft trägt den Klang der Trommeln herbei. Ebenso schlägt mein Herz. Aus dem Rhythmus wird eine Stimme: "Ich weiß, dass du müde bist. Aber komm! Hier ist der Weg!" (aus: Rumi, Die Musik, die wir sind) weiterlesen...


Samstag, 16. September 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Die Morgensonne umbrandet Den Wald mit brausender Flut, Gold ist vor meinen Augen Und rosenrote Glut. Gold ist vor meinen Augen Und rosenrote Glut, Die warme Morgensonne Auf deinem Haare ruht. (Hermann Löns) weiterlesen...


Freitag, 15. September 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (3)

"Der ungeheure Raum, in dem sie sich befand, war Bibliothek und Arbeitszimmer. Ein Ort produktiven Alleinseins." (aus: Nadeem Aslam, Die goldene Legende, DVA, München 2017, S.10) weiterlesen...


Donnerstag, 14. September 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Mit Theresa Schwietzer kann man in diesem Buch eine Reise nach Indien, Ecuador, Haiti und Zentral- und Südafrika unternehmen. Allerdings ist es ein Reiseführer der besonderen Art. (copyright Theresa Schwietzer, edition büchergilde) Es geht im Text und den zarten, sich zum Teil überlagernden Illustrationen um "Totenkult und Jenseitsvorstellungen" in diesen Ländern. Anlass für dieses Buch war offensichtlich die Beerdigung ihrer geliebten Oma: "Als ich 21 Jahre alt war, verstarb meine geliebte Oma. Daran ist nichts Besonderes. Die Totenrede des Pastors war nichts Besonderes, das Begräbnis war nichts Besonderes, das Grab nichts Besonderes, und der Kaffe und Kuchen danach waren auch nichts ...weiterlesen...


Mittwoch, 13. September 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (6)

Ans Haff nun fliegt die Möwe, Und Dämmrung bricht herein; Über die feuchten Watten Spiegelt der Abendschein. Graues Geflügel huschet Neben dem Wasser her; Wie Träume liegen die Inseln Im Nebel auf dem Meer. Ich höre des gärenden Schlammes Geheimnisvollen Ton, Einsames Vogelrufen - So war es immer schon. Noch einmal schauert leise Und schweiget dann der Wind; Vernehmlich werden die Stimmen, Die über der Tiefe sind. (Theodor Storm) weiterlesen...