Freitag, 25. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Frag-Würdiges | Kommentare (7)

Es geht mir hier nicht um eine Diskussion über das generische Maskulinum, um die Verwendung von Binnenmajuskeln, nicht um die Frage, ob das generische Maskulinum einfach und durchgängig durch feminine Personenbezeichnungen ersetzt werden oder ständig bei-de Formen in einem Text aufgeführt werden sollen, sondern lediglich um den Ausdruck meines Erstaunens als ich in der heute erschienen ZEIT in einem Artikel von Lisa Srikiow die Formulierung von den "weiblichen Absolventen" lesen musste. Es gibt den Begriff der "Absolventin". Was läge also näher, als ihn auch zu benutzen? Ich dachte, die Zeiten von "Frau Minister" und "Frau Bundeskanzler" wären endgültig vorbei und dass sich das auch bis zur ZEIT herumgesprochen hätte. weiterlesen...


Donnerstag, 24. November 2011 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen | Kommentare (2)

Immer wieder fällt mir auf, wie inflationär Worte gebraucht werden. Eine Zeit lang konnte man sich vor "histori-schen Augenblicken" nicht retten - ich hab' sie mir nicht alle merken können, so viele waren es. Als hätte jeder durch den Gebrauch des Wortes bereits Anteil daran. Im Moment sind es Begriffe wie "Stress" und "Krise". Kennt ihr noch Menschen, die nicht unter Stress stehen? In der Krise stecken? - Nur: Was wird nicht alles als Krise bezeichnet? Krisen verkommen zu Konversationsthe-men, bei denen jeder glaubt mitreden zu können. In der ZEIT der Letzten Woche schrieb Kilian Trotier in der Sparte "Wörterbericht" : "Vielleicht würde es schon helfen, schrieben wir fortan (Krise) ...weiterlesen...


Donnerstag, 24. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (0)

"Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend an, aber sie haben mich nicht überwältigt. (Psalm 129) weiterlesen...


Mittwoch, 23. November 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (4)

Das CASABLANCA in Bochum ist ein kleines Kino mit roten Plüschsesseln, viel Beinfreiheit und ausgesucht guten Filmen. Gestern lief  "Melancholia", ein Film wie ich ihn noch nie gesehen habe, mit verstörend schönen, z.T. surreal anmutenden Bildern, die an Bosch, Breugel, Dali erinnern, Bilder einer äußeren und inneren Apokalypse. Im Vorspann sieht der Zuschauer - untermalt mit extrem lauten Geräuschen, die einen fragen lassen, ob der Laut-sprecher kaputt ist oder ob man jetzt auch im Kino Ohrstöpsel dabeihaben muss - wie ein Planet un-aufhaltsam auf die Erde zusteuert. Die späteren Prota-gonisten sind Teil dieser unwirklich anmutenden Szenerie, in Bildern, die kaum zu beschreiben sind, sich aber ins Gedächtnis brennen. Der "reale" erste Teil des Films ...weiterlesen...


Mittwoch, 23. November 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (3)

MELANCHOLIE Mein Herz ist wie ein Kind. Es muß bei Menschen hausen, Muß Blumen haben und trautes Saitenspiel, Solange die Sonne scheint. Aber des Nachts, da muß es mit Grausen Einsam gehen und ohne Ziel, Wenn die Stürme wehn und der Regen rinnt Und alles zittert und weint. Dann muß ich lauschen, wie die Nacht Tastend über die Städte fliegt, Hinter Wolken verzweifelt lacht Und sich in irren Liedern wiegt, Und alles, was des Tags so freundlich steht, In Qual und Krampf und Finsternis vergeht. (Hermann Hesse) weiterlesen...


Dienstag, 22. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

"Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen." (Sigmund Freud) weiterlesen...


Montag, 21. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

Ich liebe diese ersten Kleistsätze, für die man beim (lauten) Lesen eine langen Atem haben muss, die die ungeheuerlichsten Gegensätze vereinen und die gesamte Spannbreite der ihnen folgenden Erzählungen beinhalten, und einen auch inhaltlich in Spannung halten. Ein Grund, die Erzählungen noch einmal zu lesen, ohne Gedanken an didaktische und oder pädagogischen Umsetzungen, ein-fach fürs pure Lesevergnügen. Hier drei "Kostproben": "In M ..., einer bedeutenden Stadt im oberen Italien, ließ die verwitwete Marquise von O ..., eine Dame von vortrefflichem Ruf, und Mutter von mehreren wohlerzoge-nen Kindern, durch die Zeitungen bekannt machen: daß sie, ohne ihr Wissen, in andre Umstände gekommen sei, daß der Vater zu dem Kinde, das sie ...weiterlesen...


Montag, 21. November 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Worte | Kommentare (5)

"Sei einfach du selbst. Alle anderen gibt es schon." (Vorderseite einer meiner Glückwunschkarten) weiterlesen...


Sonntag, 20. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

"Es gibt ja nirgends eine ruhigere und ungestörtere Stätte, zu der ein Mensch flüchten könnte, als die eigene Seele, vor allem für den Menschen, der in seinem Innern die Werte trägt, deren Betrachtung ihm augenblicklich Erleichterung gewährt. Mit dieser Erleichterung meine ich nichts anderes als die Wiederherstellung des inne-ren Gleichgewichtes. Gönne dir also ständig diese stille Einkehr und erneuere dich selbst." (Marc Aurel) weiterlesen...


Samstag, 19. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges | Kommentare (0)

Gestern hatte ich eine Begegnung mit einer Frau, die gerade ihr Baby verloren hat und anschließend einen Besuch bei einer Mutter, die ihr Baby auf dem Bauch liegen hatte, es streichelte und seelig lächelte. Beide Begegnungen haben mich tief berührt und mir noch einmal deutlich gemacht, dass Tod und Leben nah beiein-ander liegen, im Krankenhaus - und nicht nur da - fein räumlich getrennt, im eigenen menschlichen Leben oft sehr nahe beieinander. Viele Menschen können oder wollen das nicht sehen, weigern sich im Leid noch Freude zu erleben und meinen Freude sei nur ohne Leid spürbar. Bei der Geburt meines jüngsten Sohnes bin ich ziemlich angegangen worden, dass seine Geburtsanzei-ge auf der gleichen Seite stand wie die Todesanzei-ge eines Kleinkindes. Ich ...weiterlesen...