Mittwoch, 28. Februar 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Heute Morgen an der Mollbecke, noch trägt das Eis nicht, finden die Enten noch vom Eis freie Wasserstellen: Ein großer Teich war zugefroren; Die Fröschlein, in der Tiefe verloren, Durften nicht ferner quaken noch springen, Versprachen sich aber, im halben Traum: Fänden sie nur da oben Raum, Wie Nachtigallen wollten sie singen. Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz, Nun ruderten sie und landeten stolz Und saßen am Ufer weit und breit Und quakten wie vor alter Zeit. (Johann Wolfgang v. Goethe) weiterlesen...


Dienstag, 27. Februar 2018 | Kategorie: Fotos, Zitate | Kommentare (2)

Mehr und mehr kommt das christliche Erlebnis außer Betracht; der uralte Gott überwiegt es unendlich. Die Anschauung, sündig zu sein und des Loskaufs zu bedürfen als Voraussetzung zu Gott, widersteht immer mehr einem Herzen, das die Erde begriffen hat. Nicht die Sündhaftigkeit und der Irrtum im Irdischen, im Gegenteil, seine reine Natur wird zum wesentlichen Bewusstsein, die Sünde ist gewiss der wunderbarste Umweg zu Gott – – –, aber warum sollten die auf Wanderschaft gehen, die ihn nie verlassen haben? Die starke innerlich bebende Brücke des Mittlers hat nur Sinn, wo der Abgrund zugegeben wird zwischen Gott und uns –; ...weiterlesen...


Montag, 26. Februar 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (1)

Bald ist es an deutschen Schulen wieder so weit: Abiturfeiern stehen vor der Tür, meist sorgfältig vorbereitet, soll es doch etwas ganz Besonderes werden. Auch der Ich-Erzähler dieses Romans meint: "Ich fand es eine schöne Idee, dass die Schüler, die so viele Jahre miteinander verbracht hatten, zum Abschied, bevor sie sich in alle Winde zerstreuten, noch einmal ein Fest feierten und dass sie in diesen Moment der Freude, aber auch des Abschiedsschmerzes und der Bangigkeit vor der Zukunft mit ihren Eltern teilen wollten." Die Umsetzung der schönen Idee ist dann allerdings alles andere als schön. Der Ich-Erzähler ist nämlich von seiner Frau ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Februar 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Vor Kälte ist die Luft erstarrt, es kracht der Schnee von meinen Tritten, es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart; nur fort, nur immer fort geschritten! Wie feierlich die Gegend schweigt! Der Mond bescheint die alten Fichten, die sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt, den Zweig zurück zur Erde richten. Frost! Friere mir ins Herz hinein! Tief in das heißbewegte, wilde! Daß einmal Ruhe mag da drinnen sein, wie hier im nächtlichen Gefilde! (Nikolaus Lenau) weiterlesen...


Samstag, 24. Februar 2018 | Kategorie: Allgemein, Gedichte, Zitate | Kommentare (4)

Ich habe vor einiger Zeit meine Leidenschaft fürs Tanzen entdeckt. Genauer für die 5 Rhythmen nach Gabrielle Roth. Musik, freie Bewegung, ohne zu beachtende Schrittfolge, also auch ohne die Kategorien "richtig" und falsch", so kann ich mich der Musik überlassen und schauen, wie ich mich dazu bewegen kann. Bewege ich mich oder bewegt mich mein Körper - das ist manchmal nicht auszumachen. Muss ja auch nicht. "There is no right or wrong in this practise. There is just a body, breath and movement. Where you and the dance become ONE. The rhythm takes over and the magic unfolds itself." (Marc Lendfers) Das ...weiterlesen...


Mittwoch, 21. Februar 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (3)

Wenn ungesehn und nun vorüber sind die Bilder Der Jahreszeit, so kommt des Winters Dauer, Das Feld ist leer, die Ansicht scheinet milder, Und Stürme wehn umher und Regenschauer. Als wie ein Ruhetag, so ist des Jahres Ende, Wie einer Frage Ton, daß dieser sich vollende, Alsdann erscheint des Frühlings neues Werden, So glänzet die Natur mit ihrer Pracht auf Erden. (Friedrich Hölderlin) weiterlesen...


Dienstag, 20. Februar 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Den Roman "April" von Angelika Klüssendorf kenne ich (noch) nicht, ist aber auch nicht Voraussetzung, um "Jahre später" zu verstehen, wenngleich Anspielungen an Aprils Kindheit, ihre Eltern gemacht und teilweise als Erklärung für die Gegenwart herangezogen werden. April lebt in Berlin. Sie ist Schriftstellerin, kann davon aber nicht leben und hat daher diverse Jobs, um sich und ihren Sohn Julius zu ernähren. Sie, die sich ihr Leben lang als Außenseiterin gefühlt hat, lernt Ludwig, einen literarisch ambitionierten Mediziner, bei einer Lesung "Kunst als Medizin" in einer Galerie auf der Reeperbahn kennen. Sie liest dort eigene Texte. Ludwig spricht sie an ...weiterlesen...


Montag, 19. Februar 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Gestern: Kälte mit Sonnenschein. Ich habe mich auf den Weg gemacht und bin reichlich beschenkt worden. Schönheit, wohin das Auge blickte, meist lag es direkt vor meinen Füßen. Diese zeitlose, immer wieder zu bestaunende Schönheit hat Benn in seinem Gedicht Rauhreif 1912 treffend festgehalten: Etwas aus den nebelsatten Lüften löste sich und wuchs über Nacht als weißer Schatten eng um Tanne, Baum und Buchs. Und erglänzte wie das Weiche Weiße, das aus Wolken fällt, und erlöste stumm in bleiche Schönheit eine dunkle Welt. (Gottfried Benn) weiterlesen...


Sonntag, 18. Februar 2018 | Kategorie: Aufgelesen, Fotos, Zitate | Kommentare (6)

„Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer.“ (Sören Kierkegaard) Dieses Zitat stammt aus der heutigen, wirklich hörenswerten Sendung "Lebenszeichen"mit dem Titel: Die Möglichmacher. Fluchtburg und Ruhepol. Über das Phänomen des Schweigens. weiterlesen...


Samstag, 17. Februar 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet Der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen, Erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen Ist frisch, und die Natur von Helle nur umkränzet. Der Erde Stund ist sichtbar von dem Himmel Den ganzen Tag, in heller Nacht umgeben, Wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel, Und geistiger das weit gedehnte Leben. (Friedrich Hölderlin) weiterlesen...