Montag, 8. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (0)

Wär nicht das Auge sonnenhaft, Die Sonne könnt es nie erblicken; Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft, Wie könnt uns Göttliches entzücken? (Johann Wolfgang von Goethe) weiterlesen...


Sonntag, 7. Mai 2017 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (0)

Ein immerwährender Kalender für alle Tage des Jahres Oktober 1859 Sonntag. Deutschland pflegt sich – Wohl zu besinnen, Montag. Deutschland regt sich – Was wird's beginnen? Dienstag. Deutschland trägt sich – Mit großen Gedanken. Mittwoch. Deutschland bewegt sich In gesetzlichen Schranken. Donnerstag. Deutschland frägt sich – Ob's endlich soll? Freitag. Deutschland schlägt sich Schlägt sich wie toll! Sonnabend. Deutschland legt sich – Zu Protokoll! (Georg Herwegh) weiterlesen...


Samstag, 6. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Läuten kaum die Maienglocken, leise durch den lauen Wind, hebt ein Knabe froh erschrocken, aus dem Grase sich geschwind. Schüttelt in den Blütenflocken, seine feinen blonden Locken, Und nun wehen Lerchenlieder und es schlägt die Nachtigall, von den Bergen rauschend wieder kommt der kühle Wasserfall. Rings im Walde bunt Gefieder, Frühling ist es wieder und ein Jauchzen überall. (Joseph von Eichendorff) weiterlesen...


Freitag, 5. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Ein Buchenblatt wie aus dem Wald meiner Heimatstadt fliegt in mein Zimmer Es kam mich zu trösten Jene junge Zeit ein Gedankenort da wohnen die verlorenen Freunde und Berge Feines Geäder eine Widmung für mich (Rose Ausländer, aus: Gedichte, 6. Aufl.Frankfurt/M 2010, S. 34) weiterlesen...


Donnerstag, 4. Mai 2017 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

... Ihr werdet zusammen sein, wenn die weissen Flügel des Todes eure Tage scheiden. Ja, ihr werdet selbst im stummen Gedenken Gottes zusammen sein. Aber lasst Raum zwischen euch. Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen. Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel: Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein. Füllt einander den Becher, aber trinkt nicht aus einem Becher. Gebt einander von eurem Brot, aber esst nich vom selben Laib. Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich, aber lasst jeden von euch allein sein, So wie die Saiten einer Laute allein ...weiterlesen...


Mittwoch, 3. Mai 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Pflücket Rosen, um das Haar Schön damit zu kränzen, Reihe dich, o junge Schaar, Dann zu frohen Tänzen! Nehmt die Leier von der Wand, Kränzet sie und gebet Sie dem Sänger in die Hand, Der sie uns belebet. Freuet euch, so lang der Mai Und der Sommer währet; Nur zu bald sind sie vorbei, Und der Winter kehret. Lange müßt ihr dann auf's neu Bei der Lampe sitzen, Und bei ew'gem Einerlei Saurer Arbeit schwitzen. (Elisabeth Kulmann 1808-1825) weiterlesen...


Dienstag, 2. Mai 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

Die 1945 im Wien der Nachkriegszeit, aufgeteilt in vier Besatzungszonen, spielende Kriminalgeschichte "Der dritte Mann" ist bereits 1950 erschienen und verfilmt worden. Einige Leser werden eher den Film als den Kriminalroman kennen, den die Edition Büchergilde jetzt, illustriert von Annika Siems, neu herausgegeben hat. (Copyright Annika Siems, Edition Büchergilde) Die Illustratorin ist sich der Schwierigkeit ihrer Aufgabe wohl bewusst, wie sie in ihrer Nachbemerkung zum Roman schreibt: "Die Inszenierung und Besetzung des Films ist ein derartiger Geniestreich, dass wohl jeder, der Orson Welles in der Rolle des Harry Lime gesehen hat, bereits Bilder im Kopf haben würde, wenn er diese Ausgabe ...weiterlesen...


Montag, 1. Mai 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

weiße Päonie - vorm Frost gerettet verströmt sie ihren Duft über meinen Steuerunterlagen (mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 30. April 2017 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Man kann mitunter scheußlich einsam sein! Da hilft es nichts, den Kragen hochzuschlagen und vor Geschäften zu sich selbst zu sagen: Der Hut da drin ist hübsch, nur etwas klein ... Da hilft es nichts, in ein Café zu gehn und aufzupassen, wie die andren lachen. da hilft es nichts, ihr Lachen nachzumachen. Es hilft auch nicht, gleich wieder aufzustehn. Da schaut man seinen eignen Schatten an. Der springt und eilt, um sich nicht zu verspäten, und Leute kommen, die ihn kühl zertreten. Da hilft es nichts, wenn man nicht weinen kann. Da hilft es nichts, mit sich nach Haus ...weiterlesen...


Samstag, 29. April 2017 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Fotos, Zitate | Kommentare (2)

"Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: »Wohin reitet der Herr?« »Ich weiß es nicht«, sagte ich, »nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.« »Du kennst also dein Ziel«, fragte er. »Ja«, antwortete ich, »ich sagte es doch: ›Weg-von-hier‹ – ...weiterlesen...