Freitag, 30. Januar 2015 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (2)

Die Winterreise von Schubert nach Texten von Wilhelm Müller sind im Gegensatz zu den damals üblichen Wanderliedern eher innere Monologe eines Protagonisten, der sich als Fremder in der Welt fühlt und heimatlos umherirrt. Die Lieder bringen daher Gefühlslandschaften zu Gehör: Einsamkeit, Gefühl der Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit und zunehmender Todessehnsucht, typische Themen der Romantik. IRRLICHT In die tiefsten Felsengründe Lockte mich ein Irrlicht hin: Wie ich einen Ausgang finde? Liegt nicht schwer mir in dem Sinn. Bin gewohnt das irre Gehen, 's führt ja jeder Weg zum Ziel: Unsre Freuden, unsre Leiden, Alles eines Irrlichts Spiel. Durch des Bergstroms trockne Rinnen Wind ich ruhig mich hinab - Jeder Strom wird's Meer gewinnen, Jedes Leiden ...weiterlesen...


Donnerstag, 29. Januar 2015 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte | Kommentare (2)

Wenn alle Gedanken Erschöpft sind, Gehe ich in den Wald Und sammle Eine Handvoll Hirtentäschelkraut. Wie ein kleines Bächlein Durch bemooste Felsspalten Seinen Weg findet, So, auf stille Weise, Werde auch ich klar Und durchscheinend. (Meister Ryôkan) weiterlesen...


Mittwoch, 28. Januar 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

"Weinhebers Koffer" ist das erste Buch der Edition Kattegat, die Nikolaus Hansen im Dörlemann Verlag herausgibt, eine Reihe, deren Bücher mit dem Meer zu tun haben. Der Einband ist - wie stets - optisch und haptisch ein Genuss, zumal einen bei der Lektüre wieder ein zum Einband farblich passendes Leseband begleitet. Die Geschichte des Koffers beginnt ziemlich alltäglich: Elias, der Ich-Erzähler, braucht dringend ein besonderes Geburtstagsgeschenk für seine Freundin Lisa Winter und hat überhaupt noch keine Idee. Vorsichtshalber hat er aber schon einen Blumenstrauß und eine Dose Trüffel besorgt. Dazu soll sich das Rezensionsexemplar eines neuen Romans gesellen. Als er ...weiterlesen...


Dienstag, 27. Januar 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

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Montag, 26. Januar 2015 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

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Montag, 26. Januar 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Petra Anwar ist Palliativmedizinerin und betreut Schwerstkranke und ihre Angehörigen zu Hause. Mit der Hilfe von John von Düffel ist ein "Geschichtenbuch" der besonderen Art entstanden, das anhand von elf PatientInnen Lebensgeschichten "auf den letzten Metern" erzählt. "Dieses Buch enthält Geschichten, gegen die Angst, Geschichten der Zuversicht, dass sich auch schwierigste Situationen gemeinsam bewältigen lassen." So wie die Menschen sehr unterschiedlich gelebt haben, so gehen sie auch sehr unterschiedlich mit der Tatsache um, dass sie in absehbarer Zeit sterben müssen. Das bedeutet, dass die Patienten von der onkologischen Behandlung, die für sie immer noch mit der Aussicht auf Heilung oder zumindest ...weiterlesen...


Sonntag, 25. Januar 2015 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (9)

Deckblatt der Gästeinformation im Haus der Stille im Kloster Meschede: weiterlesen...


Sonntag, 25. Januar 2015 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

"Hüte die Stille, und die Stille wird dich behüten." Dieses französiche Sprichwort war Motto eines Sesshins im Kloster Meschede. Eine Woche sitzen und schweigen, Auswirkung einer Sendung "Lebenszeichen" über das Haus der Stille in Meschede. Ich habe mich spontan angemeldet, bin hingefahren und habe teilgenommen. Nicht reden - kein Problem. Aber ist Nicht-Reden schon Schweigen? In der Stille, die gar nicht so still ist, weil man die Außengeräusche um so deutlicher hört, die eigenen Körpergeräusche als dröhnend wahrnimmt, man zunächst jede Regung des Sitznachbarn mitbekommt, beginnt das große Kopfkino. Man hat den Eindruck überall zu sein, nur nicht auf der Matte im ...weiterlesen...


Mittwoch, 14. Januar 2015 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Axel Steen ist Vizekriminalkommissar in Nørrebro, die er wie seine Westentasche kennt, und der erfolgreichste Ermittler des Kommissariats. Seit einiger Zeit muss er unter Jens Jessen, dem neunen Mann seiner Exfrau arbeiten. Die Konflikte sind also vorprogrammiert. Aber nicht nur deswegen. Steen, der sich selbst als "Haschischwrack", "gewalttätigen Psychopathen" und von "ständiger Todesangst verfolgten Workoholic" bezeichnet, ermittelt immer wieder an der Grenze der Legalität oder auch darüber hinaus, wenn er es für richtig hält, gepuscht von seinem scheinbar untrüglichen Instinkt, der ihn wie einen Bluthund an dem Fall dranbleiben lässt. Seine Kollegen bekommen sein "Temperament", immer wieder zu spüren, müssen ...weiterlesen...


Dienstag, 13. Januar 2015 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Ein kleines Steinchen rollte munter Von einem hohen Berg herunter. Und als es durch den Schnee so rollte, Ward es viel größer als es wollte. Da sprach der Stein mit stolzer Miene: 'Jetzt bin ich eine Schneelawine'. Er riß im Rollen noch ein Haus Und sieben große Bäume aus. Dann rollte er ins Meer hinein, Und dort versank der kleine Stein. (Joachim Ringelnatz) weiterlesen...