Donnerstag, 28. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (3)

O Sommerfrühe blau und hold! Es trieft der Wald von Sonnengold, In Blumen steht die Wiese; Die Rosen blühen rot und weiß Und durch die Felder wandelt leis' Ein Hauch vom Paradiese. Die ganze Welt ist Glanz und Freud, Und bist du jung, so liebe heut Und Rosen brich mit Wonnen! Und wardst du alt, vergiß der Pein Und lerne dich am Wiederschein Des Glücks der Jugendsonnen. (Emanuel Geibel) weiterlesen...


Mittwoch, 27. Juni 2018 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (4)

Hund, der Wortart: ℹ Substantiv, maskulin Häufigkeit: ℹ Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. Sie sprechen alles so deutlich aus. Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus, und hier ist der Beginn und das Ende ist dort. Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott, sie wissen alles, was wird und war; kein Berg ist ihnen mehr wunderbar; ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott. Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern. Die Dinge singen hör ich so gern. Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm. Ihr bringt mir alle die Dinge um. (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Dienstag, 26. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Pablo d'Ors ist von der "alles verändernden Kraft der Meditation", sicher auch aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen, zutiefst überzeugt. In diesem kleinen Büchlein spricht er in völlig unaufgeregter Art und Weise von seinen Erfahrungen in und mit der Meditation und was es, was man braucht, um "erfolgreich" - ein Wort das er nie benutzten würde - zu meditieren: "Man soll nicht standhalten, sondern sich ausliefern. Sich nicht mühen, sondern hingebungsvoll leben. Sowohl die Kunst als auch die Meditation entspringen immer aus der Hingabe und nie aus der Anstrengung. Und das gleiche gilt für die Liebe. Die Anstrengung bringt Willen und ...weiterlesen...


Montag, 25. Juni 2018 | Kategorie: Denk-Würdiges, Fotos | Kommentare (2)

Der Wind flüstert im Bambushain - Klingt er ab, bleibt der Bambus ohne Laut zurück. Die Gänse fliegen über den kalten leeren Teich - Sind sie fort, hält der Teich ihr Bild nicht fest. So auch der Weise: Kommen de Dinge, so spiegelt sein Geist sie wider. Gehen die Dinge, so erfreut sich sein Geist der Leere. (Aus dem Saikontan, HUng Ying-Ming) weiterlesen...


Sonntag, 24. Juni 2018 | Kategorie: Allgemein, Fotos, Zitate | Kommentare (5)

Der Wunsch nach Licht bringt Licht hervor. Dieses Begehren ist echt, wenn man es sammelt und aufmerksam verfolgt. Und die Sehnsucht gilt wahrhaftig dem Licht, wenn sie keinen anderen Beweggrund hat. Sammlung und Aufmerksamkeit mögen jahrelang scheinbar fruchtlos bleiben, doch eines Tages wird ein Licht, das exakt dem Grad dieser Hinwendung entspricht, die Seele überfluten. Jedes Stück Mühe fügt ein wenig Gold zu einem Schatz hinzu, den uns nichts auf der Welt nehmen kann. (Simone Weil) weiterlesen...


Samstag, 23. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (3)

"Schlaraffenbauch" ist ein kunterbuntes Bändchen mit Gedichten für Groß und Klein, gut also fürs gemeinesame Lesen und Genießen für Erwachsene und Kinder. Wer jetzt aber glaubt, es ginge nur um die schönen Seiten der Kindheit, der wird enttäuscht sein. Denn Kindsein heißt ja nicht nur und immer im Schlaraffenland zu leben. Die kleinen und großen Kümmernisse wie Krankheit, Dämonen und Monster finden hier Gehör bzw. kommen zum Ausdruck, auch oder gerade mit ihren seelischen Komponenten. UAAAHHHH!!!!!! monster sizten überall vermehren sich schnell man kann nicht viel über sie wissen sind schon bei dir mit weitem maul mund oder loch mit zackenrand mit ohne hand schlucken das weltall verformen sich sind fürchterlich da! nicht da hinter ...weiterlesen...


Samstag, 23. Juni 2018 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Das ist mein Erinnerungsrequisit der Sommersonnenwendfeier auf dem Auenhof mit Meike Früchtenicht. weiterlesen...


Freitag, 22. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Im Untertitel heißt es nicht wie in einem Grimmschen Märchen, Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen, sondern: Von einem der auszog, das Licht zu suchen. Prof. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ist zweifach promovierter Psychotherapeut und spezialisiert auf die Behandlung traumatisierter IS- und Kriegsopfer. Er versucht, ihnen eine Rückkehr in ein Leben nach ihrer Traumatisierung zu ermöglichen. Geduldiges Abwarten, ob und wann sich ihm gegenüber jemand öffnet, um über das Unfassbare, Unerhörte zu sprechen, ist Teil seiner schwierigen Arbeit. Irgendwann nagen immer häufiger Zweifel an ihm, ob er überhaupt helfen kann, ob er der richtige Therapeut ist, ob er ...weiterlesen...


Donnerstag, 21. Juni 2018 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (4)

Nun die Sonne soll vollenden Ihre längste, schönste Bahn, Wie sie zögert, sich zu wenden Nach dem stillen Ozean! Ihrer Göttin Jugendneige Fühlt die ahnende Natur, Und mir dünkt, bedeutsam schweige Rings die abendliche Flur. Nur die Wachtel, die sonst immer Frühe schmälend weckt den Tag, Schlägt dem überwachten Schimmer Jetzt noch einen Weckeschlag; Und die Lerche steigt im Singen Hochauf aus dem duft'gen Tal, Einen Blick noch zu erschwingen In den schon versunknen Strahl. (Ludwig Uhland) weiterlesen...


Dienstag, 19. Juni 2018 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"'Wer hat mich gefunden? Wie sah ich aus?" Meine Mutter sitzt vor mir auf der Küchenbank, sie bestreicht sich ein Stück Baguette mit zerschmolzenem Camembert, sie sitzt, wie immer, wenn sie uns besuchte, auf dieser alten Holzbank, die Florian und ich als Studenten, vor über zwanzig Jahren auf einer Reise durch Polen gekauft hatten, sie nippt an ihrem Darjeeling und will alles über ihren Tod wissen." "War mein Anblick eine Zumutung für dich?'" Dieser lesenswerte, spannende Roman wird erzählt von der Tochter Antonias. Antonia ist gerade gestorben und ihre Tochter ist dabei, die Wohnung ihrer Mutter aufzulösen. Sie lässt sich viel Zeit damit. Gegenstände ...weiterlesen...