Donnerstag, 8. Januar 2009 | Kategorie: Aufgeschnappt, Rezensionen, Zitate | Kommentare (1)

"Man braucht Rückgrat, um so zu leben, wie man will." - Ein Satz, gesprochen von Kate Winslet zu Leonardo DiCaprio in der Filmvorschau "Zeiten des Aufruhrs". Der Film läuft am 15. Januar in den Kinos an. Mehr Infomationen findet ihr bei Hundertachzehn. Also: Gehen wir ins Kino und zeigen anschließend Rückgrat! So wir denn noch eins haben, was funktionsfähig ist. Ob dann was passiert? Wenn ja - was? Oder haben wir vergessen, wie wir leben woll(t)en? Kennen wir noch unsere Träume? Wenn nicht, müssten wir erst das Träumen wieder lernen, um dann Rückgrat zeigen zu können. Wächst das Rückgrat mit den Träumen? Braucht es ...weiterlesen...


Mittwoch, 7. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

751 Seiten überragende Spannung verspricht der zweite Teil der als Triologie angelegte Krimi von Stieg Larsson. Schon gleich nach dem Lesen von "Verblendung" , des ersten Bandes, hätte ich mir gerne den zweiten  vorgenommen. Doch Krimis lese ich grundsätzlich nur als Taschenbuchausgaben. Also hieß es warten. Auf Langeoog hatte ich nun Zeit und Gelegenheit. Und ich habe fast pausenlos gelesen. Spannend ist die Geschichte von Lisbeth Salander, die in den Verdacht gerät, drei Menschen auf brutale Weise getötet, ja fast schon hingerichtet zu haben. Die Polizei ist von ihr als Täterin überzeugt, vor allem traut sie  ihr diese Morde auch zu ...weiterlesen...


Dienstag, 6. Januar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Der Titel dieses Bändchens ist in jeder Hinsicht irreführend, denn es sind eher keine Geschichten speziell für Kinder, sondern sieben Geschichten von mehr oder weniger alten Männern, die eines gemeinsam haben, so unterschiedlich sie auch sonst sind: Sie sind alle ein wenig einsam und ver-rückt, gemessen an den Maßstäben normaler Erwachsener. Insofern sind es vielleicht doch Geschichten für Kinder, die ja in ihrer Fantasie eigene Welten mit eigenen Gesetzten entstehen lassen, wie der Mann in der recht bekannten Erzählung "Ein Tisch ist ein Tisch". Er erfindet seine eigene Sprache, weil ihm sein Leben zu eintönig und einsam ist. Das Erfinden, ...weiterlesen...


Montag, 5. Januar 2009 | Kategorie: Allgemein, Merk-Würdiges | Kommentare (0)

Ein Blick aus dem Fenster führte mir nicht den normalen Ausblick vor Augen, sondern Eisblumen! Wunderschön, zumal sie zwar weiß waren wie immer, aber rosa leuchteten, weil das Fenster zum Osten liegt. Ich glaube, ich habe als Kind das letzte mal Eisblumen am Fenster gesehen. Nach dem Frühstück war Eiskratzen angesagt, natürlich nicht an der Windschutzscheibe, sondern am Sattel! Ich hatte abends vergessen, eine Plastiktüte über den Sattel zu ziehen. Dick eingemummt ging es zum Strand. Dort bildete gefrorener Wellenschaum eine ungewohnte Landschaftsdekoration (Passende Bilder dazu findet ihr hier). Da die Sonnne schien, habe ich endlich meinen Vorsatz in die Tat ...weiterlesen...


Freitag, 26. Dezember 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Vor sechsundzwanzig Jahren habe ich den Jahreswechsel im Krankenhaus verbracht, da mein ältester Sohn keine Lust mehr hatte zu warten. Er ist am 31.12.1982 zur Welt gekommen. " Da bekommst du für ihn ja noch Kindergeld!" Als wenn mich das in dem Moment interessiert hätte. Ich war froh, dass er auf der Welt und augenscheinlich gesund war, denn er hatte die Nabelschnur um den Hals und zum Schluss war es lebensbedrohlich eng. Danach hatte er offensichtlich "Druck", denn die erste Aktion auf dem Wickeltisch war, sich zu erleichtern und zwar in hohem Bogen. Ob und wen er erwischt hat, daran erinnere ...weiterlesen...


Freitag, 26. Dezember 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (0)

Zufall oder nicht? In meinem letzten Eintrag habe ich über meine Neugier geschrieben. Jetzt habe ich den Gedichtband "Überallnie" von Marie Luise Kaschnitz durchgeblättert und mich hier und da festgelesen.  In dem Gedicht "Requiem" gedenkt sie ihres verstorbenen Ehemannes und - es geht kaum anders- setzt sich mit der Grausamkeit des Todes auseinander: "Mit dem Tod muß ich umgehn Dem schwarzen Hengst, Der sprengt mit der Schulter Die sicheren Wände, Der zerstampft mit dem Huf Die geglätteten Dielen. ... Sie hält ihre Verwundbarkeit als Hinterbliebene fest: Und Trost ist nicht, da du mein Trost gewesen Und Rat ist nicht, da du mein Rat gewesen Und Schutz ist nicht, da du mein ...weiterlesen...


Dienstag, 23. Dezember 2008 | Kategorie: Aufgeschnappt, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (1)

"Man muss die Dinge so tief sehen, dass sie einfach werden." (Konrad Adenauer) Ist das Wichtigste, Wesentlichste im Leben nicht wirklich einfach? Daran musste ich denken, als ich letzten Sonntag den "Tatort" aus Österreich gesehen habe. Die Stuben der Bauern waren schlicht, einfach, sauber, die wesentlichsten menschlichen Bedürfnisse konnten erfüllt werden. Dagegen ist meine "Bude" überladen. Aber womit? Mit Büchern, Bildern, Gegenständen, an denen Erinnerungen haften. Das ist nicht mehr "einfach". Doch vielleicht ist mein Leben einfach nicht einfach. Kann ich es vereinfachen? Ist Vereinfachung Gewinn durch Reduzierung aufs Wesentliche oder nur Simplifizierung? Wie immer habe ich mehr Fragen als Antworten!!! "Du warst schon als Kind schwierig! ...weiterlesen...


Dienstag, 23. Dezember 2008 | Kategorie: Aufgeschnappt, Worte | Kommentare (1)

Dass früher (und vielleicht auch heute noch) Fleisch wichtigen Personen vorbehalten war, daran kann ich mich noch erinnern: Die Haushaltsvorstände (!) sprich Vater und/oder Großvater bekamen das größte Stück Fleisch, wenn es denn Fleisch gab. Kam dann der Pastor ins Haus, wurde die gute Stube = Wohnzimmer geheizt und es kamen Schinken und Luftgetrocknete auf den Tisch, die es nur zu besonderen Anlässen gab. "Alltagswurst" waren Blut- und Leberwurst. Für besondere Gäste wurde ein Hühnchen geschlachtet und es gab Hühnersuppe, an der man sich die Zunge verbrannnte, wenn man bis dahin wieder vergessen hatte, dass Hühnersuppen wegen der Fettschicht nicht ...weiterlesen...


Montag, 22. Dezember 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Das Leben ändert sich schnell. Das Leben ändert sich in einem Augenblick. Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf. Die Frage des Selbstmitleids. Das sind die ersten Worte Joan Didions, die sie nach dem Tod ihres Mannes John aufgeschrieben hat. Danach herrscht für lange Zeit Sprachlosigkeit, weil für sie das Herausgerissenwerden aus einem ganz gewöhnlichen Alltag kaum zu glauben ist, lange für irreal gehalten wird und daher kaum in Worte, in Sprache zu fassen ist. Hinzu kommt, dass ihre Tochter zu der Zeit, als ihr Vater stirbt, auf einer Intensivstation liegt. Joan Didion kommt lange Zeit kaum dazu, den ...weiterlesen...


Sonntag, 21. Dezember 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (1)

"Wenn du für jemanden eine Lampe anzündest, wird es auch deinen Weg erhellen. " (Sprichwort aus der Mongolei) weiterlesen...