Sonntag, 23. November 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Rezensionen | Kommentare (3)

Dachrinnen säubern, Blätter zusammenkehren, den Wasserhahn abdrehen, Oleander und Gartenstühle ins Winterquartier bringen, das waren Arbeiten, mit denen ich in der letzten Woche beschäftigt war. Ich mache es gerne, bin ich doch an der frischen Luft, bewege mich, sehe, was ich schaffe und kann dabei überlegen, was und wo ich demnächst Weihnachstdeko anbringen will. Dabei ist mir aufgefallen, dass mir ein Rotkehlchen Gesellschaft geleistet hat, ein sehr scheues, das immer wieder zur Seite hüpfte, wenn ich mich in seine Richtung bewegte, aber es blieb. Ich erinnere mich daran, dass ich bei meiner Gartenarbeit nahezu immer ein Rotkehlchen an meiner Seite ...weiterlesen...


Sonntag, 23. November 2008 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte | Kommentare (0)

Auch Dichter haben sich mit Wetterereignissen beschäftigt. Unter anderen hat Hermann Hesse hat z.B. ein Schnee-Gedicht geschrieben. Schnee Wenn der Schnee auf Wald und Garten fällt, Ist es nur ein leichtes Ruhedach, Unter dem ermüdet diese Welt Eine Weile schläft. Bald wird sie wach. Wenn der Tod mir Blut und Glieder stillt, Sprecht mit Lächeln euer Trauerwort! Still in Trümmer sinkt ein flüchtig Bild; Was ich bin und war, lebt fort und fort. Kein Medienereignis, aber Anlass, einen Moment inne zu halten. weiterlesen...


Samstag, 22. November 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Frag-Würdiges | Kommentare (2)

Seit Tagen hört und liest man vom bevorstehenden Wintereinbruch in einer Art, dass man den Eindruck bekommen könnte, es gäbe nichts Wichtigeres. In der Tat ist die Ankündigung sicher wichtig für Autofahrer, Gärnter etc. aber in diesem Umfang? Meine regionale Zeitung macht heute Morgen auf mit dem Titel." 'Irmela' wirbelt das Ruhrgebiet durcheinander" darunter das zum Titel so "passende" Bild eines sich in der Luft wirbelnden Snowboarders. Dann erhalte ich als Leser noch den Hinweis auf eine Bildergalerie des Sturms im Internetportal dieser Zeitung. Ich lese weiter: Unter der Rubrik "Aus aller Welt" wieder nur Wintereinbruchsnachrichten - einzige Ausnahme "Lotto-Gewinn besänftigt ...weiterlesen...


Donnerstag, 20. November 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (0)

"Über das Kommen mancher Leute tröstet uns nichts so sehr wie die Hoffnung auf ihr Gehen." (Selma Lagerlöf) Ein klarer, harter, aber auch humorvoller Satz, der sicher die Gedanken vieler Menschen verdeutlicht, die es nicht schaffen, Position zu beziehen und zu sagen, was sie denken und meinen. weiterlesen...


Donnerstag, 20. November 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Andere Zeiten e.V. in Hamburg hat ein kleines Bändchen herausgegeben mit (z.T bekannten) kleinen Geschichten, meist nur eine Seite lang, liebevoll illustriert von Güther Jakobs, die man gut abends vor dem Schlafengehen lesen kann. Die Botschaften, die diese Geschichten vermitteln, sind geprägt von Lebensweisheiten, Einsichten, die theoretisch fast jedem bekannt, in der Praxis aber oft so schwer umzusetzen sind. So findet man die bekannte Szene aus Michael Endes "Momo" mit Beppo dem Straßenkehrer, der eine in ihrer Länge nicht mehr zu überblickende Straße kehren soll und an dieser Aufgabe schier verzweifelt. Doch aufgeteilt in kleine, zu bewältigende Schritte, wird Beppo dieser ...weiterlesen...


Sonntag, 16. November 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

"Der Mensch muss zur inneren Ruhe gebildet werden." (Johann H. Pestalozzi) Bei meinem täglichen Spaziergang heute habe ich mir selbst, meinen Gedanken befohlen: "Sei(d) still!" Es gibt Tage, da hören die inneren Streitgespräche einfach nicht auf. weiterlesen...


Samstag, 15. November 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Kommissar Van Veeteren hat es in diesem Fall mit dem spurlosen Verschwinden von zwei kleinen Mädchen aus einem Ferienlager zu tun. Eine Frau, die nicht erkannt werden will und deshalb am Telefon ihren Namen auch nicht nennt, zeigt das Verschwinden der Mädchen an. Kurz darauf werden die beiden Mädchen ermordet aufgefunden. Alle Hinweise deuten drauf hin, dass es sich um denselben Täter handelt. Van Veeteren begegnet im Verlauf seiner Ermittlungen dem Leiter dieses Ferienlagers, einem Sektenführer, vor dem offensichtlich nicht nur die Mädchen, sondern auch die Betreuerinnen Angst haben und deshalb schweigen. Die Mauer des Schweigens scheint unüberwindlich. Der Leser ist ...weiterlesen...


Freitag, 14. November 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Frag-Würdiges | Kommentare (0)

Nie gehört? Es ist eine Vermarktungsnorm der EU, die festlegt, dass die maximale Krümmung einer Gurke zehn Millimeter auf zehn Zentimeter Länge betragen darf, wenn sie Gurke der Klasse "etxra" sein will. Ein verspäteter Aprilscherz? Nein, Teil einer Meldung der letzten Tage, in der darauf hingewiesen wird, dass für 26 Obst- und Gemüsesorten die Vermarktungsnormen abgeschafft werden sollen. Wenn ich lese, dass das im Juli 2009 sein soll, dann mag ich mir gar nicht vorstellen, wieviel Menschen noch mit dieser Abschaffung beschäftigt sein werden. Als gäb's in der EU keine dringenderen Probleme zu lösen. weiterlesen...


Freitag, 14. November 2008 | Kategorie: Denk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (6)

" 'Mein Herz fürchtet sich vor dem Leiden", sagte der Jüngling zu dem Alchimisten ... .' Dann sag ihm, daß die Angst vorm Leiden schlimmer ist als das eigentliche Leid. Und daß noch kein Herz gelitten hat, als es sich aufmachte, seine Träume zu erfüllen, denn jeder Augenblick des Suchens ist ein Augenblick der Begegnung mit Gott und mit der Ewigkeit.' " Santiago ist der Jüngling, ein Schafhirte mit ausgeprägter Reiselust, der sich nach einem Traum von einem Schatz aufmacht, diesen zu suchen. Dazu muss er seine Schafe verkaufen und sich auf den Weg nach Afrika machen, durch die Wüste zu ...weiterlesen...


Donnerstag, 13. November 2008 | Kategorie: Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (9)

Spaziergang Rotästige Föhren, Birken silbern und zier, Schweigsame Buchen, Sagt, leidet auch ihr? Und ihr, atmende Blumen Im summenden Bienengesang, Ist denn auch euer Leben so dunkel und bang? (Hermann Hesse, März 1909) Summenden Bienen werde ich wohl heute nicht entdecken, schweigsame Buchen sicher, dazwischen aber auch "schreiende", denn die Holzfäller sind unterwegs. Ich war gestern erstaunt zu hören, wie laut ein umfallender Baum ist. Luna, meine Hündin, ist richtig zusammengezuckt und hat den Schwanz eingezogen. Kennt ihr vielleicht weitere Spaziergang-Gedichte? Dann lasst es mich bitte wissen. weiterlesen...