Mittwoch, 12. November 2008 | Kategorie: Alltägliches, Frag-Würdiges, Gedichte |
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Regelmäßig gehe ich mit meinem Hund spazieren, vorbei an den Mollbeckteichen mit ihrer Enten- und Gänsebevölkerung durch die Felder, mal mehr mal weniger weit, je nach Wetter, Zeit, Lust und Laune. Inzwischen genieße ich diese Spaziergänge, sie sind nicht mehr nur Pflicht.
Dabei begegnen mir viele Menschen, einige von ihnen schon von weiten zu hören, wenn sie mit ihren Stöcken, meist auch noch in "Horden" den Boden bearbeiten, sich oft lauthals unterhalten und dabei mehr oder weniger vergnüglich bis verbissen aus der "Wäsche schauen", in dem Wissen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Dann sind da die Jogger, die mit ...
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Mittwoch, 12. November 2008 | Kategorie: Denk-Würdiges, Worte, Zitate |
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"Das Wichtigste in unserer heutigen hektischen und aggressiven Zeit ist immer noch das Gespräch."
(Franz Kardinal König)
Gespräche mit Menschen, die mir einfach zuhören und versuchen, mich zu verstehen, sind nicht nur in der letzten Zeit "Balsam für meine Seele", es sind kostbare Geschenke, für die ich dankbar bin, weil sie mir gut tun.
Seit einigen Tagen dämmert es mir, dass es an der Zeit ist, dass ich mir endlich selbst zuhöre und versuche mich zu verstehen. Noch bin ich nicht soweit, dass ich sagen könnte, auch diese Gespräche sind heilsam.
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Montag, 10. November 2008 | Kategorie: Rezensionen |
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In den Ankündigungen des hiesigen Bildungszentrums habe ich von einer Lesung der Deutsch-Türkin Hatice Akyün erfahren, die ihr neues Buch "Ali zum Dessert" vorstellen wollte. Bei einem Besuch in einer Buchhandlung habe ich nach ihrem ersten Buch gefragt und "Einmal Hans mit scharfer Soße" gekauft. Der Klappentext auf der Rückseite des Buches hat mich an Jan Weilers "Maria ihm schmeckt's nicht" erinnert, ein Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe.
Um so größer war meine Ent-Täuschung beim Lesen dieses Buches, das so gar nicht an das von Weiler heranreicht. Sicher, der Leser bekommt schon mit, dass sich Hatice ...
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Sonntag, 9. November 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Zitate |
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"Geh nicht vor mir! Ich werde dir nicht folgen. Geh nicht hinter mir! Ich werde dich nicht führen. Geh einfach neben mir und sei mein Freund."
(Albert Camus)
"Ich war nicht immer mit allem einverstanden, was du gemacht hast, aber ich war immer dein Freund!" Das waren die Abschiedsworte des langjährigen Freundes meines Mannes während der Totenfeier. Worte, die mich tief berührt haben. Dieser Freund ist mit mir in Kontakt geblieben.
Doch habe ich auch öfter bitter erfahren müssen, dass "Freunde" wenig Verständnis für mich, meine Situation haben, die eher ihre eigenen Befindlichkeiten in den Vordergrund stellen und einer Klärung und Aussprache, für ...
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Mittwoch, 5. November 2008 | Kategorie: Aufgeschnappt, Frag-Würdiges, Worte |
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"Wir sind Obama", wird man in der morgigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung lesen könne. Nee, das nun wirklich nicht. Ich mag diese vereinnahmenden, umarmenden, alles platt walzenden Formulierungen nicht, für mich eher der Stil der Zeitung mit den dicken Lettern.
Gleichwohl gehen die Worte Obamas, die Art und Weise, wie er die Menschen anspricht, in ihnen ihre Träume, Sehnsüchte zum Klingen bringt, aber gleichzeitig auch verdeutlicht, dass sie sich nicht von selbst verwirklichen, zu Herzen. Ich wünsche ihm eine gute Hand, Unterstützung und Verständnis von all denen, die ihm heute zujubeln.
Zu groß ist die Gefahr, dass er an den ...
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Montag, 3. November 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte, Zitate |
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Man muss nie verzeifeln,
wenn einem etwas verloren geht,
ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.
Was abfallen muss, fällt ab;
was zu uns gehört, bleibt bei uns,
denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
die größer als unsere Einsicht sind
mit denen wir nur scheinbar
im Widerspruch stehen.
Man muss in sich selber leben
und an das ganze Leben denken,
an alle seine Millionen Möglichkeiten,
Weiten und Zukünfte,
denen gegenüber es nichts Vergangenes
und Verlorenes gibt.
(Rainer Maria Rilke)
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Sonntag, 2. November 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Merk-Würdiges, Worte, Zitate |
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"Ich hatte sechs ergebene Diener.
Sie lehrten mich alles,
was ich wissen musste:
Ihre Namen waren Wo und Was
und Wann und Warum
und Wie und Wer."
(Rudyard Kipling)
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Samstag, 1. November 2008 | Kategorie: Allgemein |
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Wildgans, "Herbstzeitlose" würde ich auch meinem Wortschatz hinzufügen, ein verheißungsvolles Wort.
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Mittwoch, 29. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges |
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Aufgrund einer Unterhaltung am letzten Wochenende habe ich mich daran erinnert, wie schwer es mir in meiner Jugend gefallen ist, angesichts abgeernteter Felder, dem Angebot von Pflaumen und Sonnenblumen auf dem Markt nicht in Tränen auszubrechen. Für mich waren es stets eindeutige Hinweise für Herbst, Winter, Dunkelheit, Einsamkeit und wenig Licht, für Mangel. Ich hatte den Eindruck, dass niemand mich verstehen konnte, etwas, was das Gefühl von Verlorenheit noch verstärkt hat.
Irgendwann hat mir dann mal jemand gesagt: "Man vermisst die Sonne, das Licht nur, wenn man sie, es nicht in sich hat!" - Klang überzeugend. Ich wusste, dass ich die ...
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Dienstag, 28. Oktober 2008 | Kategorie: Rezensionen |
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Der Roman "Sarahs Schlüssel" erzählt in zwei ineinander verwobenen Erzählsträngen die Geschichte des zehnjährigen jüdischen Mädchens Sarah, das im Sommer 1942 in Paris mit ihren Eltern von der französischen Polizei deportiert wird, und der in Paris lebenden amerikanischen Journalistin Julia, die für eine an Amerikanern in Paris orientierte Zeitschrift über den sechzigsten Jahrestag der Deportationen vom Velodrom d'Hiver schreiben soll.
Bei ihren Recherchen verweben sich das Schicksal der kleinen Sarah mit ihrer eigenen Geschichte und der ihrer angeheirateten Familie in Paris. Mit umwälzenden Veränderungen für das Leben der Journalistin, aus deren Ich-Perspektive der Roman geschrieben ist.
Man erfährt als Leser einiges über ...
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