Donnerstag, 17. November 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen | Kommentare (3)

Dass Rose Ausländer auch Prosa geschrieben hat, war mir bis jetzt unbekannt. Um so erfreuter war ich, als ich diesen Band in die Hände bekam, der ihre Kurzprosa, Erzählungen, Reden, journalistischen Arbeiten und Inter-views enthält. Liebevoll, zart und klar sind sie geschrieben wie ihre Gedichte und lassen hinter der Wirklichkeit eine andere, unbeachtete entstehen wie in Insomnia I deren erster Satz zum Titel geworden ist: "Die Nacht hat zahllose Augen auf mich gerichtet. Sagte ich Augen? Pfeile. Sie sausen auf mich zu, stecken in meiner Haut, wer möchte da in meiner Haut stecken? Vergebens bemühe ich mich die ganze Nacht, sie heraus-zuziehen und über den Haufen ...weiterlesen...


Mittwoch, 16. November 2011 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Ob Was bin ich? leichter zu erraten ist als Wer bin ich? (mona lisa) weiterlesen...


Mittwoch, 16. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (2)

"Zwei alte Frauen. Wir beklagen uns, sind nie zufrieden. Wir reden davon, daß es nichts zu essen gibt, und davon, wie gut es früher war, obwohl es in Wirklich-keit nicht besser war. Wir finden, daß wir schon schrecklich alt sind. Und jetzt, nachdem wir so viele Jahre damit ver-bracht haben, die jüngeren Leute davon zu überzeugen, daß wir hilflos sind, glauben sie, daß wir in dieser Welt nicht mehr von Nutzen sind." (aus: Velma Wallis, Zwei alte Frauen, S. 34) weiterlesen...


Dienstag, 15. November 2011 | Kategorie: Alltägliches, Denk-Würdiges | Kommentare (2)

"In einem guten Wort steckt Wärme für drei Winter." (aus der Mongolei) Aufschrift auf einer der Messingplatten, die in Recklinghau-sen Poesie auf Schritt und Tritt vermitteln. weiterlesen...


Montag, 14. November 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Denk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (0)

"Hört die Sprache eurer Kinder und spürt ihren Traum, so wird auch eurer geweckt. Kinder sind ein Segen für euer eigenes Erwachen, wenn ihr anfangt, ihren Traum zu sehen und zu verstehen. Unterstützt sie, damit ihre Weisheit zu ihnen kommen kann. Sie brauchen eure Liebe, eure Strenge, eure Klarheit und eure Wahrheit. Vor allem brauchen sie von euch euren Austritt aus der Beziehung, so daß sie frei bleiben können für ihre Beziehung zur Welt." aus: Sabine Lichtenfeld, Quellen der Liebe und des Frie-dens, Morgenandachten S. 129f., ein Buch mit Texten zu allen Bereichen des Lebens, die die Möglichkeit bieten, Gedanken mit in den Tag zu nehmen, über ...weiterlesen...


Montag, 14. November 2011 | Kategorie: Aufgeschnappt | Kommentare (2)

"Nach auflösendem Nebel schneit heute die Sonne." Was soll ich da bloß anziehen? weiterlesen...


Sonntag, 13. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

"Liebe hat nichts mit Lieb-sein zu tun. Lieben heißt, auf deine eigene Innere Wahrheit zu hören und sie zu leben, ganz gleich, wie andere das finden." (der heutige Tagesspruch von Robert Betz) weiterlesen...


Samstag, 12. November 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (14)

Vor genau fünf Jahren habe ich meinen ersten Blogbeitrag geschrieben, mit noch klopfendem Herzen, da ich bis dahin noch nie etwas für die "Öffentlichkeit" geschrieben hatte, einer solch anonymen noch dazu. Wer würde das lesen, wie darauf reagieren, überhaupt darauf reagieren? Heute mache ich mir keine Gedanken mehr darum. Ich schreibe nach wie vor, weil es  mir Spaß macht und ich durch diverse Rückmeldungen und z. t. sogar persönliche Kontakte, die sich daraus ergeben haben, weiß, dass der ein oder andere sich hier Anregungen für was auch immer holt. Ich bin dankbar, dass ich mir hier oft in kreativer, verfremdeter Form Alltags- und Berufserlebnisse von der Seele schreiben, sprachliche Auffälligkeiten zum Besten geben, Bücher rezensieren konnte, denen ich viele ...weiterlesen...


Freitag, 11. November 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Zitate | Kommentare (0)

"Berti wollte sich von ihren vielen Nichten und Nef-fen verabschieden. Ein Geistlicher verließ gerade das Haus. Er hatte Tante Berti beim Gehen gute Besserung gewünscht, sie sagte zu mir, man wünsche jemandem, der im Sterben liegt, nicht gute Besserung, das sei lächerlich. Sie schien enttäuscht und gekränkt. Dieser kurze Moment, in dem eine sterbende Frau, Mutter von drei Kindern, zwei davon halbwüchsig, angesichts des Todes forderte, vor den Tatsachen  nicht die Augen zu verschließen, machte einen tiefen Eindruck auf mich. Ich habe mich von diesem Satz nie ganz erholt. Manchmal lernt man in einem Augenblick mehr als in einem ganzen Jahr Schule." (aus: Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil, ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. November 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Wie Tilman Jens in "Abschied von meinem Vater" schreibt auch Arno Geiger von seinem an Demenz erkrankten Vater. Doch im Gegensatz zu Jens hat er die Möglich-keit, Kontakt zu seinem Vater aufzubauen, nachdem er die anfänglichen Schwierigkeiten und Überforderungen, sich auf die veränderte Art des Vater einzustellen und einzulassen, überwunden hat. Es entsteht eine Innigkeit, die vor der Krankheit nicht bestanden hat: "Es gibt etwas zwischen uns, das mich dazu gebracht hat, mich der Welt weiter zu öffnen. Das ist sozusagen das Gegenteil von dem, was der Alzheimerkrank-heit normalerweise nachgesagt wird - dass sie Verbindungen kappt. Manchmal werden Verbindungen geknüpft." Er erfährt ein Glück, "das mit der Nähe zum Tod eine besondere Dichte erhält. Dort ...weiterlesen...