Freitag, 15. August 2008 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (9)

Loslassen Letztlich die einzige Lösung Diese Impulskarte vom Bund ohne Namen liegt schon seit Jahren in Sichtweite auf meinem Schreibtisch. Immer wieder fällt mein Blick drauf. Seit einiger Zeit "meditiere" ich über das Verb "lassen" und bin erstaunt, mit wievielen Vorsilben es zusammenzusetzen ist: lassen, ver-lassen, zu-lassen, los-lassen, veran-lassen, ab-lassen, be-lassen, vor-lassen, an-lassen, weg-lassen, über-lassen.... (vielleicht fallen euch ja noch einige ein). All diese "Tätigkeiten" haben etwas mit Ge-lassen-heit zu tun, setzen sie voraus oder führen dazu gelassen zu werden, zu sein, zu bleiben. Eine, in heutiger Zeit, nur selten zu findende Gefühlslage. Oder setzt das Bemerken eigene Gelassenheit voraus? weiterlesen...


Donnerstag, 14. August 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Andreas, deutscher Lehrer an einer Schule in Paris, ist der Protagonist dieses Romans, der wie folgt beginnt: "Andreas liebte die Leere des Morgens, wenn er am Fenster stand, eine Tasse Kaffee in der einen, eine Zigarette in der anderen Hand, und auf den Hof hinausschaute, den kleinen aufgeräumten Hinterhof, und an nichts dachte als an das, was er sah." Andreas ist Einzelgänger, hat zwar ein Verhältnis mit einer Frau, aber Nähe entsteht nicht, soll auch nicht entstehen. Als Andreas nach einer Untersuchung glaubt, eine schlimme Diagnose erfahren zu müssen, verlässt er - ohne Kenntnis der Diagnose - fluchtartig das Sprechzimmer ...weiterlesen...


Mittwoch, 13. August 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Ein Ich-Erzähler berichtet rückblickend von dem "SCHRECKLICHEN" , das im Sommer 1962 geschehen ist. Seine Mutter liegt im Sterben, die Mutter Edwards, eines Jungen aus der Nachbarschaft, ist in einer Entziehungsanstalt. Die beiden Heranwachsenden sollen unter Aufsicht Henrys, des älteren Bruders des Ich-Erzählers, den Sommer in einem schwedischen Sommerhaus an einem See verbringen. Dort treffen sie Ewa Kaludis wieder, die Kim Novak ähnelt, eine junge Lehrerin, bei der der Ich-Erzähler vor den Ferien Vertretungsunterricht hatte. Ewa ist mit dem Baseballspieler Berra Albertsson verlobt, der für sein rüpelhaftes und nicht gerade zimperliches Auftreten bekannt ist und Kanonen-Berra genannt wird. Ewa hat ...weiterlesen...


Dienstag, 12. August 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Dieser Roman Carol Oates, gewidmet ihrer 2003 verstorbenen Mutter Carolina Oates, gehört für mich nicht zu ihren empfehlenswerten, totz der für mich interessanten Thematik. Ich habe bis zum Schluss nicht wirklich erfahren, inwiefern die Ich-Erzählerin ihre Muter vermisst. Gwen Eaton wird von ihrer Tochter Nikki, dem schwarzen Schaf der Familie, ermordet in ihrer Garage aufgefunden. Das komplette Haus ist durchwühlt, die Telefonleitungen sind aus der Wand herausgerissen. Kommissar Strabane übernimmt den offensichtlich einfach zu lösen "Fall", denn der Täter kann kurz nach der Tat festgenommen werden. Aber es ist kein Kriminalroman, sondern ein Roman über das Trauerjahr der beiden Töchter ...weiterlesen...


Samstag, 9. August 2008 | Kategorie: Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (0)

" Der Naturforscher Jakopp unterscheidet zweierlei Sorten von Hühnern; die Gesichtshühner, die man nur sehen, und die Speisehühner, die man auch essen kann." (Kurt Tucholsky, Schloss Gripsholm, S. 25) weiterlesen...


Freitag, 8. August 2008 | Kategorie: Allgemein, Merk-Würdiges | Kommentare (0)

War mal wieder auf meiner Insel, der "Insel fürs Leben". Es war Zeit. Der Anfang war schwierig, da ich bisher fast ausschließlich mit meinem Mann dort gewesen bin und jedes Fleckchen mit Erinnerungen an ihn verknüpft sind. Diese rufen immer noch heftige Schmerzen hervor, verbunden mit einer tiefen Dankbarkeit für das, was ich mit ihm (dort) erleben durfte. Einer Tradition folgend bin ich abends noch mit dem Hund eine Runde spazieren gegangen und habe vor der Haustür gemerkt, dass ich statt des Haustürschlüssels den Fahrradschlüssel eingesteckt hatte! Und das um elf Uhr abends. Zum Glück hatte ich das Schlafzimmerfenster ...weiterlesen...


Donnerstag, 24. Juli 2008 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (10)

Die Jahre mit dir Gestutzte Flügel wachsen wieder verlorenes Lachen kehrt zurück vergessenes Selbstbewusstsein ruft sich in Erinnerung ermüdete Kraft wacht zu neuem Leben auf Ich bin wieder da: flugfähig lachend selbstbewusst kraftvoll Bedrohung oder Heraus-Forderung ? für dich © mona lisa weiterlesen...


Dienstag, 22. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (4)

Um es vorwegzunehmen: Diesen Roman muss man nicht gelesen haben. Der bereits 1988 erschienene Band ist die Geschichte einer Familie, die mit einer Betriebsfeier beginnt, auf der Harriet und David sich kennen lernen. Schnell sind sie sich einig darüber, dass sie heiraten und eine große Familie gründen wollen. Aber noch nicht sofort. Erst muss ein Haus gefunden werden, in das die zukünftige Famile auch hineinpasst. Die finden es zwei Stunden von London, der Arbeitsstätte Davids entfernt. Dann aber wird Harriet sofort schwanger, bekommt ein Kind nach dem nächsten. Die beiden sind hochzufrieden und glücklich, trotz der bissigen Bemerkungen der Familie, ...weiterlesen...


Sonntag, 20. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Diese Novelle beginnt mit der Gedächtnisfeier für Stella Petersen, eine junge, offensichtlich beliebte Lehrerin. Aus der Sicht des Ich-Erzählers, eines achtzehnjähigen Schülers, nimmt der Leser gleichzeitig an dieser Feier teil und erfährt in der Rückschau, welches Verhältnis der Erzähler zu dieser Lehrerin gehabt hat und weshalb er sich nicht in der Lage sieht, als Klassensprecher eine kurze Rede zu halten. Auch dies ist eine Sommergeschichte, die Geschichte einer sich langsam anbahnenden Liebe zwischen einem Schüler und seiner Englischlehrerin. Leise, zart und einfühlsam spricht der Junge über dieses Verhältnis, macht sich Gedanken über ihre Zukunft: "Erfüllt von Vorfreude, beschloß ich, mit ...weiterlesen...


Sonntag, 20. Juli 2008 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

"In diesem Augenblick war jeder ganz allein, sie saß auf ihrem Frauenstern, und ich auf dem Männerplaneten. Nicht feindselig ... aber weit, weit voneinander fort." (Kurt Tucholsy, Schloss Gripsholm, S. 59) weiterlesen...