Andrea, Maria Schenkel, Tannöd

Suchen Sie einen Krimi für einen (verregneten) Nachmittag, ein Buch für „zwischendurch“, das einen nicht tage- oder wochenlang in Anspruch nimmt und dennoch interessant, ungewöhnlich und spannend ist, wie man es von einem Krimi erwartet?
Dann ist dieses Krimidebüt „Tannöd“ – 1. Platz Deutscher Krimipreis 2007 – genau richtig.
Der Ich-Erzähler kehrt in sein Dorf zurück, das alle nur noch das „Morddorf“ nennen, weil dort eine komplette Familie auf brutalste Weise ermordet worden ist. „Mit gemischten Gefühlen bin ich in das Dorf gefahren. Die, die ich dort traf, wollten mir von dem Verbrechen erzählen. Reden mit einem Fremden und doch Vertrauten. Einem der nicht blieb, der zuhören und wieder gehen würde.“ Und so erfährt man nach und nach von den Dorfbewohnern, was sie vom Verbrechen wissen bzw. nicht wissen. Denn meist äußern sie nur Vermutungen, Gedanken, die sie über diese Familie immer schon einmal loswerden wollten. Auf diese Weise erhält der Leser einen Einblick in die (Gedanken-)Welt dieses Dorfes, das nur nach außen hin als „Insel des Friedens“ erscheint, und entwickelt seine eigene Theorie vom möglichen Täter.

Andrea Maria Schenkel, Tannöd, Edition Nautilus, Hamburg 8. Aufl. 2007, 125 S., ISBN 978-3-89401-479-7 (leider!!) 12,90€

Datum: 3. März 2007
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3 Gedanken zu „Andrea, Maria Schenkel, Tannöd

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