„Silbermama“

„Silbermama“

Heute vor 25 Jahren war ich auf dem Markt in Soest unterwegs, um noch Frisches für einen festlichen Salat zu kaufen. Zum Zubereiten und Essen bin ich an dem Tag dann nicht mehr gekommen. Ich musste ins Krankenhaus. Der Weg dorthin war nicht weit, aber soooo huckelig!! (Das Wort gibt’s im Duden gar nicht, wie ich gerade festgestellt habe. Ob’s ein Ruhrpottwort ist?) Die vielen Huckel und Puckel waren  mir vorher nie aufgefallen!!
Im Krankenaus wollte mir so wirklich keiner glauben, dass ich Wehen hatte. Mein Bauch war ihnen einfach zu klein – offensichtlich ungewohnt. Erst ein Blick in den Mutterpass hat die Hebamme davon überzeugt, dass es soweit sein könnte. Anschließend haben sie Wetten abgeschlossen, ob‘ s ein „Silvesterscherz“ oder ein „Neujährchen“ werden würde.
Aber mein Sohn wollte bereits Silvester mitbekommen und wurde als ein „richtiges Beamtenkind“ begrüßt. „Da bekommen Sie ja diesen Monat noch Kindergeld!“ Das war das Erste, was der Arzt sagte, noch bevor ich wusste, ob alles ok war. Als wenn mich das Geld in diesem Moment interessiert hätte. Denn die Geburt war zum Schluss schon ziemlich dramatisch, da das Kind die Nabelschnur um den Hals hatte. Wie feinfühlig Ärzte sein können! Mein Sohn hat sich gleich revanchiert und als erste Aktion den Arzt in hohem Bogen angepinkelt!
Silvester ist für mich also immer ein besonders wichtiger und schöner Tag für (m)einen Rückblick.

4 Gedanken zu „„Silbermama“

  1. im Web weit über 100 „huckelige“ Sätze gefunden, wohl aus verschiedenen Ecken des deutschen Sprachgebietes stammend. Aus dem Kontext erschlossene Bedeutungen: holperig, uneben, rau(?)

    Ein nicht allzu huckeliges Jahr wünschend Vered

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