Mittwoch, 30. Januar 2008 | Kategorie: Alltägliches, Rezensionen | Kommentare (3)

Dass man sich über Sterben und Tod Gedanken macht, stößt meist auf Verwunderung derer, die es mitbekommen. Dass man aber Abschiede und die damit verbundene Trauer als Lebensbewältigung ansieht, Tod oder die vielen Tode, die man stirbt, als Teil des Lebens ansieht, gleichzeitig aber auch als Vorbereitung auf das endgültige Ende, ruft in der Regel Kopfschütteln und oft die Frage hervor, ob man unter Depressionen leide. In seinen "Widerborstigen Anmerkungen" macht Erich Schützendorf ähnliche Erfahrungen. Auf einem Treffen für über 55-Jährige fragt die Leiterin, die er ironisch als Animateurin bezeichnet, nach den Wünschen der Anwesenden und listet sie auf. ...weiterlesen...


Samstag, 26. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Elke Heidenreich behauptet, nach der Lektüre des Buches sei man glücklich. Zu lesen auf dem Cover des Romans, dessen vollständiger Titel lautet: "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" - ein großes Versprechen. Der Roman beginnt wie ein Märchen:" Es war einmal ein junger Psychiater, der Hector hieß und mit sich nicht besonders zufrieden war." und endet wie ein Märchen: "Und so heirateten Hector und Clara und lebten glücklich und zufrieden und bekamen einen kleinen Jungen, der Psychiater wurde, ganz wie sein Papa." Dazwischen liegt Hectors Suche nach dem Glück, die er beginnt, als er merkt, dass er mit seiner ...weiterlesen...


Freitag, 25. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (6)

Dieser Roman für Kinder ist über dreißig Jahre alt, ein Klassiker eben. Es ist eine "Geschichte vom Aufpassen" in der die "Krokodiler", Mitglieder einer Kinder- und Jugendbande, die in der Papageiensiedlung in Dortmund ihr "Unwesen" treiben, wie das die Erwachsenen bezeichnen. Sicher, die "Krokodiler" verhalten sich bei Hannes Mutprobe, Voraussetzung für die Aufnahme in die Bande, unverantwortlich, als sie weglaufen, obwohl Hannes droht vom Dach zu stürzen, zu groß ist die Angst vor der Bestrafung durch die Erwachsenen. Später aber nehmen sie sogar einen Jungen im Rollstuhl auf, von dem sie anfangs nichts wissen wollen, denn mit "Krüppeln" wollen sie ...weiterlesen...


Mittwoch, 23. Januar 2008 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (2)

Welche Facetten "Kollegialität" annehmen kann, habe ich heute Morgen erfahren. Vor einiger Zeit habe ich Kollegen auf meine "flapsige" Art angesprochen und ihnen gesagt, wir hätten ein Date auf dem Schulhof. Daraufhin sind wir nach draußen gegangen und haben Aufsicht geführt. Jetzt, Monate später weist die Kollegin mich heute darauf hin, dass ich keine Aufsicht geführt habe. Aber wie! Ich habe mich entschuldigt und ihr gesagt, ich hätte es wirklich vergessen, sie möge mich doch bitte beim nächsten Mal vorher ansprechen, wenn sie mitbekäme, dass ich keine Anstalten machte, nach draußen zu gehen. - Ich halte Aufsichten nämlich für notwendig! - Daraufhin bekam ...weiterlesen...


Freitag, 18. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

"Luftfische" ist die Geschichte einer kleinbürgerlichen Dachdeckerfamilie in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts, genauer gesagt, der allmähliche Zerfall dieser Familie. Erzählt wird sie überwiegend aus der Perspektive der Tochter Lene, die es mit einer verhärmten Mutter, zwei Brüdern und einem unberechenbaren schlagenden Vater mit "Verbotsgesicht" zu tun hat. Was passiert? Im Grunde genommen gar nichts und doch wiederum sehr viel. Es ist ein an äußerer Handlung armer Roman, der Einblicke gewährt in ein Familiendrama, das sich sehr leise, von Außenstehenden unbemerkt, entwickelt. Lene ist die Einzige , die sich gegen die "Wutmaschine" wehrt, wenn er sie schlägt. Sie tritt zurück, weil ...weiterlesen...


Mittwoch, 16. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Kontrollen wie am Flughafen, Armbänder, Ketten, Uhren, ja sogar Gürtel mussten ausgezogen und in Kisten gelegt werden. Das dauerte, zumal einige Schüler dann doch ihre Scheren, Nagelpfeilen etc im Rucksack hatten, es aber nicht mehr wussten und suchten. Da merkt man erst einmal wieviel Taschen, Fächer ein Schulrucksack haben kann. Irgendwann kam dann jemand des zahlreich anwesenden Sicherheitspersonals auf die Idee, sie - natürlich bewacht - an der Seite weitersuchen zu lassen, bis sie pfündig wurden. Ein anderer Schüler hatte als Schlüsselanhänger eine oben aufgebohrte leere Patronenhülse (!!!). Statt sie ihm abzunehmen und sie ihm vor Verlassen des Gebäudes ...weiterlesen...


Sonntag, 13. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (0)

Frühlingshafte Temperaturen trieben heute Scharen von Menschen in die Natur. Deshalb habe ich meine sonstige Route heute gemieden. Aber es gibt ja auch noch sonnige Wege abseits der "Schön-Wetter-Strecken". Mich interessieren stets Dekorationen vor, an und in den Häusern, jahreszeitliche Veränderungen oder Konstanten, Trends, die sich dann in Siedlungen von einem Haus zum anderen ausbreiten. Also bin ich durch unser beschauliches Dorf gegangen, den neuesten Dekos auf der Spur. Da gab es noch sehr weihnachtlich geschmückte Häuser zu sehen, in anderen hingen schon die gelben (Oster-) Eier im Fenster, die Hasen standen im Vorgarten, bereit die Eier zu verstecken. Hoffentlich frieren ...weiterlesen...


Freitag, 11. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (0)

Nein, hier ist es nicht so still gewesen, weil es draußen nur laut war, sondern weil Nervtötendes zu erledigen war: Noteneingaben am PC - angeblich eine Arbeitserleichterung. Ich persönlich empfinde dies anders. Früher als sonst müssen Noten eingegeben werden, das Warten darauf, dass man sie eingeben kann, ist eine Frage der Strategie. Hat man in der Freistunde Zeit oder muss man jemanden vertreten? Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass man mit einer Schlange konfrontiert wird, die mit diversen Eingabeschwierigkeiten zu kämpfen hat, deren Ursachen oft nicht erkennbar sind. Hat man endlich alles im Kasten, macht man ...weiterlesen...


Mittwoch, 2. Januar 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (2)

Der Ich-Erzähler dieses skurrilen Romans ist hauptberuflich Apokalyptiker und hält Seminare, meist Wochenendseminare, in stilvoll eingerichteten Tagungshotels in den Schweizer Alpen. Die Woche über hat er es mit zwei Frauen, mit Judith und Sandra, zu tun, die er beide liebt, die er beide braucht, zwischen denen er sich nicht entscheiden kann, aber doch glaubt, sich entscheiden zu müssen. Beide wissen nichts voneinander - und das soll auch so bleiben. Judith ist verhinderte Konzertpianistin und verdient ihren Lebensunterhalt mit Klavierunterricht, Sandra ist Chefsekretärin in einem Sanitärgeschäft. Ach ja, und dann ist da noch Bettina, seine Ex, der er hin und wieder ...weiterlesen...


Mittwoch, 2. Januar 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (1)

Beim Spazierengehen, Bügeln oder Fensterputzen kann ich ganz in Gedanken versunken sein und manchmal stolpere ich über einzelne Begriffe und bleibe an ihnen hängen. So auch heute: "Enttäuschung" - "Ent-Täuschung" Enttäuschung hat etwas mit Täuschung zu tun. Aber wer täuscht wen? Wenn ich von jemandem enttäuscht bin, habe ich mich dann getäuscht, weil ich mir falsche Vorstellungen vom anderen gemacht habe oder hat der andere mich getäuscht? Aber dann hätte ich mich ja auch täuschen lassen und wäre wieder diejenige, die die Täuschung zu verantworten hätte. Vielleicht ist die Frage auch unerheblich, denn ich bin für mein Leben - wie auch immer verantwortlich, ...weiterlesen...