Dienstag, 22. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (4)

Um es vorwegzunehmen: Diesen Roman muss man nicht gelesen haben. Der bereits 1988 erschienene Band ist die Geschichte einer Familie, die mit einer Betriebsfeier beginnt, auf der Harriet und David sich kennen lernen. Schnell sind sie sich einig darüber, dass sie heiraten und eine große Familie gründen wollen. Aber noch nicht sofort. Erst muss ein Haus gefunden werden, in das die zukünftige Famile auch hineinpasst. Die finden es zwei Stunden von London, der Arbeitsstätte Davids entfernt. Dann aber wird Harriet sofort schwanger, bekommt ein Kind nach dem nächsten. Die beiden sind hochzufrieden und glücklich, trotz der bissigen Bemerkungen der Familie, ...weiterlesen...


Sonntag, 20. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

Diese Novelle beginnt mit der Gedächtnisfeier für Stella Petersen, eine junge, offensichtlich beliebte Lehrerin. Aus der Sicht des Ich-Erzählers, eines achtzehnjähigen Schülers, nimmt der Leser gleichzeitig an dieser Feier teil und erfährt in der Rückschau, welches Verhältnis der Erzähler zu dieser Lehrerin gehabt hat und weshalb er sich nicht in der Lage sieht, als Klassensprecher eine kurze Rede zu halten. Auch dies ist eine Sommergeschichte, die Geschichte einer sich langsam anbahnenden Liebe zwischen einem Schüler und seiner Englischlehrerin. Leise, zart und einfühlsam spricht der Junge über dieses Verhältnis, macht sich Gedanken über ihre Zukunft: "Erfüllt von Vorfreude, beschloß ich, mit ...weiterlesen...


Donnerstag, 17. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

Eigentlich bin ich kein Freund von Erzählungen. Doch die neuen von Peter Stamm habe ich mit großem Interesse gelesen. Sie sind nicht so lang, gut geschrieben, sprachlich einfach und schlicht und dennoch sehr nuanciert, subtil und psychologisch stimmig. Sie geben Einblicke in das Leben sehr unterschiedlicher, merk-würdiger Menschen in für sie außer-ordentlichen Situationen. "Videocity" handelt von einem Mann, der als Junge seine Mutter verloren hat und anschließend im Heim untergebracht wird. Die Abschiedszene hat er als eine Art Film gespeichert. "In Nahaufnahme das Gesicht der Mutter. Sie lacht und hebt ihn hoch. Sie hält ihn an den Händen fest ...weiterlesen...


Donnerstag, 17. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Wer den Prolog des Romans "Schilf" - abgedruckt auf dem Klappentext - gelesen hat, weiß bereits, worum es geht: "Wir haben nicht alles gehört, dafür das meiste gesehen, denn immer war einer von uns dabei. Ein Komissar, der tödliches Kopfweh hat, eine pysikalische Theorie liebt und nicht an den Zufall glaubt, löst seinen letzten Fall. Ein Kind wird entführt und weiß nichts davon. Ein Arzt tut, was er nicht soll. Ein Mann stirbt, zwei Physiker streiten, ein Polizeiobermeister ist verliebt. Am Ende scheint alles anders, als der Komissar gedacht hat - und doch genau so. Die Ideen des Menschen sind ...weiterlesen...


Donnerstag, 10. Juli 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

Meist finde ich (Literatur-) Verfilmungen nicht gelungen. Sie reichen an meine inneren Bilder nicht heran. Mit diesem Krimi erging es mir anders. Nachdem ich eine Reihe von Wilsberg Krimis im Fernsehen gesehen habe, fand ich diesen Krimi nur mäßig spannend zu lesen, nicht nur aufgrund der Handlung, sondern auch wegen der wenig originellen Dialoge und Erzählpassagen. Kein Satz, an dem ich hängen geblieben bin. Doch stets hatte ich Leonard Lansink als Wilsberg in meiner Vorstellung, seine Mimik, Gestik, sein Schulterzucken, die diese Krimireihe für mich ausmacht und sie mich immer noch sehen lässt, so dass ich beim Lesen gleichzeitig ...weiterlesen...