Hilfe unerwünscht

Heute ein Brief in der Post mit meiner Adresse, aber ich bin nicht der richtige Adressat. Ein Brief von einer Versicherung. Ich denke, es sind vielleicht wichtige Unterlagen, rufe bei der Versicherung an und biete mich als „Postbote“ an, wenn sie mir sagen könnten, ob die Dame in der Straße wohnt, dann brächte ich den Brief vorbei.
Zunächst muss  ich mir anhören, dass der private Zusteller den Brief gar nicht hätte einwerfen dürfen. Ja, nun habe ich ihn aber. Ich kann ihn ja an der richtigen Stelle abgeben, wenn ich die richtige Hausnummer bekomme. Aber da ist nichts zu machen. Er arbeite in einer Versicherung mit x Niederlassungen und er habe keinen Zugriff auf die Daten. Das müsse über Köln, über das Zentralregister laufen. Ich solle den Brief einfach vernichten. Nur wie er den Brief dann überhaupt hat adressieren können, konnte er mir nicht erklären, gebetsmühlenartig leierte er immer und immer wieder dasselbe herunter. Als ich ihm sagte, ich sei nicht auf den Kopf gefallen, behauptete er, dann müsse ich doch verstehen, was er mir gerade erklärt habe. Da habe ich einfach aufgelegt: Hilfe unerwünscht!

Datum: 9. April 2009
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3 Gedanken zu „Hilfe unerwünscht

  1. Raphael

    Ich wundere mich ja immer wieder, welch hartnäckige Hilfsbereitschaft du bisweilen an den Tag legst, obwohl du doch weißt, welche Verwirrung du damit erzeugst. Man könnte das als Sarkasmus missdeuten;)

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  2. manacur

    Es gibt sie immer noch und immer wieder, denen nicht zu helfen ist. Und dann noch davon ausgehen, dass die menschliche Bewusstseinsentwicklung Fortschritte macht! Nein, nur im Evolutionstempo – s. Halbzeit der Evolution von Ken Wilber.
    LG unf frohe Ostern
    Curt

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