Besuch im red-dot-museum

Auf der Hinfahrt zum Museum einer der täglichen Staus im Ruhrgebiet, die manche Menschen an den Rand der Verzweiflung bringt, nämlich dann, wenn sie jeden Tag über die verstopften Autobahnen zur Arbeit fahren müssen. Für uns aber Zeit und Gelegenheit, sich länger zu unterhalten. Nein, die roten Punkte auf weißem Schild waren keine Hinweisschilder zum Museum, sondern irgendwelche Umleitungen, die uns aber auch nicht wirklich weiter gebracht haben.
Das Museum – sehenswert, die Ausstellung selbst auch, aber die Darbietung der Produkte einem Designmuseum nicht angemessen: Einen Leitfaden für die Anordnung der Ausstellungsstücke haben wir – trotz intensiven Suchens – nicht gefunden, so konnte man an diversen Stellen immer wieder Sofas, Badmöbel oder sonstiges sehen und ausprobieren, Infusisonsnadeln lagen neben Schmuckstücken! Die ausgestellten Teile zeigen Schmutzspuren, damit meine ich nicht die nicht zu verhindernden Gebrauchsspuren der Besucher, sondern bspw. Stiefelabdrücke in einer weißen Badewanne, die dem Publikumsverkehr nicht zugänglich ist. Die Erklärungsschilder aber sind der traurige “Höhepunkt”: ungleich gestaltet, in Form, Schriftgröße und -druck nicht einheitlich, die Reihenfolge der englischen und deutschen Version wechseln ständig, statt eine gleiche Anordnung aufzuweisen, teilweise schief aufgehängt und inhaltlich nicht immer sehr aufschlussreich. Vielfach muss man die Hinweisschilder zu einigen Produkten auch suchen – mehr oder weniger erfolgreich.
Schade!
Auf diesem Umweg kann man dann aber um so mehr Ausstellungen wertschätzen, bei denen eine Stimmigkeit vorhanden ist, die man als so selbstverständlich ansieht, dass sie einem nicht auffällt.
Auf dem Rückweg hat mein Navi den Geist aufgegeben, die habe ich aber bewusst dort nicht gesehen, weil mich diese Dinge weniger interessieren – ein Fehler!

Datum: 29. August 2010
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2 Kommentare

  1. Rosie | Montag, 30. August 2010 8:55
    1

    Ja, sehr schade. Wenn man bedenkt, dass alle dort ausgestellten Produkte Gewinner des red dot design award sind, einem der weltweit führenden und größten Designwettbewerbe, sollte auch die Präsentation klar strukturiert und stimmig sein.
    Gruß von Rosie

  2. mona lisa | Montag, 30. August 2010 16:29
    2

    Ja, Rosie, genau das habe ich auch erwartet und war enttäuscht.

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