Dienstag, 28. September 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Der Untertitel macht klar, um was es geht: Tagebuch einer Krebserkrankung. Christoph Schlingensief bezeichnet es als "Dokument einer Erkrankung". Unmittelbar nach der Krebsdiagnose hat er begonnen, seine Gedanken, Gefühle, inneren Monologe mit seinem verstorbenen Vater, himmlischen Wesen, und Gespräche mit Freunden und seiner Freundin Aino, aufzuzeichnen. Herausgekommen ist ein spannendes Portrait Schlingensiefs, den man mit seinen (Sinn-)Fragen erleben kann, die ihm die Krankheit aufzwingt: Wird es weitergehen und wenn ja wie? Was habe ich bisher geleistet? Der seine Wut, seine Verzweiflung, seine Hoffnungen, Momente der Achtsamkeit und Liebe für sein Leben, für das Leben überhaupt erkennbar macht, der die "Umbaumaßnahmen" seines Körpers plastisch darstellt ...weiterlesen...


Donnerstag, 23. September 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (5)

Gestern vor 26 Jahren war es ähnlich schön, sonnig und doch schon herbstlich. Der Rasen musste geschnitten werden. Hochschwanger habe ich die Sonne in vollen Zügen genossen, dennoch unglaublich müde. Und in der Nacht vom 22. auf den 23. September ging es dann los. Nach einem Blasensprung bin ich ins Krankenhaus gefahren, relativ schnell und unproblematisch habe ich den zweiten Sohn zur Welt gebracht. Und das war auch gut so, denn in der Nacht kam ein Kind nach dem anderen zur Welt. Kurz nach der Geburt wurde ich mit Baby in den Armen aus dem Kreisssaal geschoben. Sie hatten nicht einmal genügend Babybetten. Doch das machte mir ...weiterlesen...


Samstag, 18. September 2010 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Die Ausstellung "Sternstunden" im Gasometer Oberhausen ist eine wirklich sehenswerte, in jeder Hinsicht beeindruckende Ausstellung: das gigantische Industriegebäude, von dessen Dach man einen guten Überblick über die (Industrie-)Landschaft hat, die Fahrt mit dem gläsernen Aufzug lässt einen die Ausstellung aus einem anderen Blickwinkel und den in der Mitte des Gasometers frei schwebenden Mond beinahe aus einer Raumfahrerperspektive erleben, die Ausstellung übersichtlich angeordnet, die Erklärungen verständlich formuliert, die Schönheit der Bilder vom Weltall atemberaubend, nicht beschreibbar. In der zweiten Etage findet der Besucher Exponate der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Weltall, aber auch die Einsicht, wie sich die Menschheit von Beginn an mit den Gestirnen auch künstlerisch auseinandergesetzt hat. Überwältigend auch: dem Weltall zuhören zu können, ...weiterlesen...


Sonntag, 12. September 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (5)

Diese Erzählung ist alles andere als eine Idylle. Alles, was passiert ist anders, außer-gewöhnlich für die Beteiligten, weil sie das, was sie tun, sonst nie tun. Aber was sie tun, ist eigentlich nicht außer-gewöhnlich. Ein Lektor besucht seinen Autor, um mit ihm ein neues Buch durchzusprechen. Wegen der Witterungsverhältnisse und weil er Monika, die Frau des Autors so sympathisch findet, übernachtet er im Hause des Autors, macht allein lange Spaziergänge, auf dem er einen Hund trifft, der ihm sogleich folgt. Diese Begegnung erzählt er gleich dreimal! Ich habe mich gefragt: erlebt er sonst nichts? Auf einem gemeinsamen Spaziergang, entgegen allen Gewohnheiten des Lektors, begegnen sie dem Hund, er ...weiterlesen...


Donnerstag, 9. September 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Im Sommer 1963 verliebte ich mich und mein Vater ertrank." So beginnt der Roman Simmons, dem der erste Satz aus Iwan Turgenjews "Erste Liebe" vorangestellt ist und somit die Anlehnung an dessen Novelle aus dem Jahr 1860 deutlich macht. Es ist ein Roman über die erste noch kindliche, aber darum auch so romantische, ernste Liebe des fünfzehnjährigen Michael zur zwanzigjährigen Zina, der Tochter eines Sommergastes auf Bone Point. In Gesprächen versucht Michael herauszubekommen, was Liebe ist. Doch je mehr Menschen er fragt, umso vielfältiger, widersprüchlicher sind die Antworten und er ist verwirrt vom ihrem Verhalten, besonders dem der Erwachsenen, das er sich oft nicht erklären kann und aus Andeutungen und ...weiterlesen...


Mittwoch, 8. September 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Im großen "Heldt-Interview"  hat der Schalker Vorstandsvorsitzende der hiesigen Regionalzeitung gesagt: "Schalke ist eine Religion." weiterlesen...


Mittwoch, 8. September 2010 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (1)

Ich denke über den Film von Roman Polanski gibt es kaum mehr etwas zu sagen, was nicht schon gesagt worden ist. Ich wollte ihn unbedingt sehen. Vieles werde ich vergessen, doch zwei Szenen haben sich mir eingebrannt: - die Szene, in der Nazi-Schergen einen im Rollstuhl sitzenden alten Mann einfach über den Balkon kippen, da er ihrem Befehl aufzustehen nicht Folge leisten konnte. - und die Wunderbarkeit der Musik (Chopins), von Szpilman gespielt in Anwesenheit eines Offiziers, in der Spannung, was mit dem Pianisten nach dem Ende des Stücks passiert. Kunst als Möglichkeit, in der Hölle zu (über-)leben? weiterlesen...


Dienstag, 7. September 2010 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

"Es gibt für die Menschen, wie sie heute sind, nur eine radikale Neuigkeit - und das ist immer die gleiche: der Tod." (Walter Benjamin) gefunden in: Christoph Schlingensief, So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein. (Erscheint im September als TB) weiterlesen...


Dienstag, 7. September 2010 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Paulas Katze. Ein Haus in Berlin.1935 ist der zweite Teil der Berlin Trilogie von Waldtraut Lewin, die anhand von Familien deutsche Geschichte um 1890, 1935 und 1989 erlebbar und nachvollziehbar macht, weit über die im Anhang angefügte Zeittafel hinaus, in der man Fakten nachlesen kann. Katharina Sander, von allen "Katze" gerufen, setzt sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften gegen ungerechte und von ihr als demütigend angesehene Behandlungen ihrer jüdischen Mitschülerin ein, weigert sich, Mathematikaufgaben an der Tafel zu rechnen, da sie Rechnen und nicht Rassekunde auf dem Stundenplan hätten, und muss mit dick geschlagenen und blutenden Händen nach Hause gehen, so dass sie ...weiterlesen...


Freitag, 3. September 2010 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (0)

Nein, ich räume nicht auf, um-, aus-, weil bei mir das Chaos herrscht, sondern weil ich meine Ordnung kreieren will. Da ich gleichzeitig versuche, das, von dem ich mich trennen will, in "gute Hände" zu geben, und dabei auf andere angewiesen bin, ist das vorübergehende Ergebnis Chaos und der Wunsch nach "unumstößlicher" Ordnung. Beides ist nicht zu leisten und so suche ich und suche und suche und finde - immer öfter die Dinge an ihrem neuen Platz. Das betrifft aber leider auch die Steuerunterlagen, bei denen das alte und das neue Ablagesystem noch nicht harmonisieren und das Chaos, den Wust an Papier-und ...weiterlesen...