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Monat: Oktober 2010

Erika Pullwitt, Im Lande Gänseklein

Erika Pullwitt, Im Lande Gänseklein

Nach einem Anruf der Notärztin, Karin möge bitte ins Krankenhaus kommen, man habe dort eine gute Neurologie, ist nichts mehr wie es vorher war. Steffen, Karins Mann, hat mit Mitte vierzig einen Schlaganfall erlitten. “ Ihr Mann ist jetzt Aphasiker.“ Was das bedeutet, für ihn, für sie, für ihre Ehe, ihren Freundes- und Bekanntenkreis, ihren gemeinsamen Alltag, das ist Karin in dem Moment nicht bewusst. Das ganze Ausmaß der Veränderungen erfährt der Leser im Rückblick, als sich Karin 20 Jahre nach dem…

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Yasunari Kawabata, Die schlafenden Schönen

Yasunari Kawabata, Die schlafenden Schönen

Eguchi, ein Mann auf der Schwelle der Senilität, bekommt von seinem Freund den Hinweis auf ein kleines Hotel, das Männern besondere Dienste anbietet: Sie können die Nacht neben einer tief schlafenden, nicht aufzuweckenden sehr jungen Frau verbringen. Eguchi, der immer wieder betont, dass er noch nicht zu den Greisen gehört, die schon keine Männer mehr sind, nimmt diesen Ser-vice insgesamt vier Mal Anspruch. Die schlafende Schöne ist jedes Mal ein anderes Mädchen mit einem anderen Duft, anderem Aussehen, anderer Ausstrahlung, das jedes Mal ausführlich und sehr…

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Janne Teller, NICHTS Was im Leben wichtig ist

Janne Teller, NICHTS Was im Leben wichtig ist

Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. deshalb lohnt es sich nicht irgendetwas zu tun. das habe ich gerade herausgefunden. Mit diesen Worten verlässt Pierre Anthon die Schule – für immer. Reaktion der Lehrer: Sie räumen rasch hinter ihm her, „sowohl im Klassenzimmer als auch in unseren Köpfen“. Doch diese Provokation, verbunden mit der Wahl eines Pflaumenbaumes, auf dem Pierre nun sitzt und täglich seine Mitschüler mit Pflaumen und weiteren nihilistischen Bemerkungen bis ins Markt trifft, hat weitreichende Konsequenzen. Die Klasse will…

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Marion Tauschwitz, Schlägt die Nachtigall am Tag

Marion Tauschwitz, Schlägt die Nachtigall am Tag

Schlägt die Nachtigall am Tag, singt ihr Lied von Leid und Klag. ist einer der „Wahrsprüche“ ihrer Großmutter, die der Ich-Erzählerin immer wieder durch den Kopf gehen, wenn sie in scheinbar unbewältigbaren Situationen steckt.  Und davon gibt es viele nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, der vom Sport nicht mehr nach Hause kommt: Herzriss. „Sie weinte nicht, sie brach nicht zusammen – sie stand sich, plötzlich der Welt fremd geworden, als Wit-we gegenüber. Die Szene bot keine Theatralik, kein rettender Kollaps schonte, keine Verzweiflung befreite,…

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