Donnerstag, 28. Juli 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Ein Besuch bei Manufaktum ist wie ein Ausflug in die Vergangenheit. "Es gibt sie noch die guten Dinge" ist das Geschäftsmotto. Und wirklich, da gibt es Klümpchen wie die, die ich mir von dem Sonntagsgroschen meines Opas an der Bude gekauft habe. Für einen halben Pfennig gab's schon eins. Das allerdings gehört der Vergangenheit an. Da gibt's dann auch noch schwarze Dreh-Schalter aus Bakelit, die so verräterisch geklickt und oft die Eltern auf den Plan gerufen haben, weil man ja nicht mehr lesen, sondern schlafen sollte. Überall hört man: Guck mal, das gibt's ja sonst gar nicht mehr: Handsensen, Brotmesser mit eingraviertem Segensspruch, der ...weiterlesen...


Sonntag, 24. Juli 2011 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

" 'Mein Leistungsdruck. Mein Problem, Hilfe nicht annehmen zu können. Das Gefühl, mir die Liebe meiner Freunde verdienen zu müssen. Mein Bedürfnis nach Ruhe. Meine Versagensängste. Das alles war doch schon lange vor dem Unfall da. Der Tod meiner Familie hat einfach nur ein Vergrößerungsglas auf die Ängste gelegt, die ich früher auch schon hatte. Ich bin sensibler geworden und ver-letzlicher. Kann meine Probleme nicht mehr so leicht ver-drängen.  ... Ich möchte sie lösen. ... ' Ein wirklich wunderbares, er-hell-endes Buch für Trauern-de und für Menschen, die mit Trauernden zu tun haben. Es könnte dazu beitragen, mehr Verständnis für einander zu entwickeln. (aus: Barbara Pachl-Eberhart, vier minus ...weiterlesen...


Dienstag, 19. Juli 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Kann man nach dem Verlust seiner ganzen Fami-lie weiterleben? Und wenn ja: wie? Die Autorin hat im März 2008 ihren Mann und ihre beide Kinder durch einen Autounfall verloren. In ihrem Buch verarbeitet sie dieses einschneidende Erlebnis auf eine wunderbare, liebevolle Art, nachdem sie die Erfahrung gemacht hat, dass sie sich nicht krampfhaft an alles erinnern, es sogar auf-schreiben muss, um nichts zu vergessen: " Es gibt ... einen Weg, die Erinnerung lebendig zu halten. Dieser Weg heißt Leben. Die Erinnerung braucht Anknüpfungspunkte. Ich muss sie suchen und kann sie finden. Hier. Jetzt. In der Gegenwart. Die Bilder der Vergangenheit werden umso deutlicher und schärfer, je vitaler ich gerade bin. ...weiterlesen...


Donnerstag, 14. Juli 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (5)

Sie hier finden Ich werde die Frau, die ich ich sein will, grau an den Schläfen; weicher Körper, heiter, zerfetzt durch ein Leben, mit einem Lachen, das Bitterkeit kennt, aber wurde danach, die weiß, sie ist eine Überlebende - die durchhalten kann, egal, was kommt. Ich werde ein tiefer verwitterter Korb. Ich werde die Frau meiner Träume, die mütterlich Liebende mit Armen, stark und zärtlich, die fast erwachsene Tochter, die überraschend errötet. Ich werde zu Vollmonden und Sonnenaufgängen. Ich finde sie reizvoll, die Frau, die ich sein will, die weiß, sie ist umfassend, die weiß, sie genügt, weiß, wohin sie geht, und reist mit Leidenschaft. Die nie vergißt, daß sie kostbar ist, und dennoch weiß, sie ist nicht klein und schwach - die weiß, sie ist Fülle, hat Fülle zu geben. (Jayne Relaford Brown) Die erste Zeile dieses ...weiterlesen...


Sonntag, 10. Juli 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Die Unmittelbarkeit des Jetzt, das Eintauchen in den Augenblick ist das, was in Meditation sich ereignen kann. In der heutigen Sendung "Lebenszeichen" des WDR 3 geht es um "Meditation ohne Religion?" - wie immer auch als Manuskript zu lesen. Poraj behauptet, die Übung des Meditierens dauere so lange: "wie ... wir brauchen, um zu kapieren, dass das, was ist, ist. Und dass nur das, was ist, ist. Und dass es nur so wie es ist, ist. Alles andere ist völlig sekundär." Es ist das Ende des Glaubens, "dass es irgendwann irgendwo irgendwie mal besonders gut sein könnte." Und wir es tatsächlich in der Hand haben, danach zu leben. Eine hörens-, ...weiterlesen...


Samstag, 9. Juli 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (3)

"Versöhnung mit den Eltern" der Titel ist gleich-zeitig Programm für einen Prozess, der dazu führen kann, den Bezug zu den eigenen Wurzeln (wieder) herzustellen, sie in das eigene Leben zu integrieren, in dem die eigenen Eltern als Menschen wie du und ich gesehen werden und nicht mehr vordergründig in ihrer hierarchisch aus-gerichteten Rolle als Eltern. Nerin stellt ausführlich die Not-wendigkeit dieses letzten Schrittes dar auf dem Weg, tatsächlich erwachsen zu werden und sich selbst aus der Rolle des Kindes und die Eltern aus der Rolle der Erzieher zu entlassen. Genogramme, Chroniken, Geburts-phantasien und vor allem Familienrekonstruktionen sind für ihn bewährte Möglichkeiten, die er in Texten und Gra-fiken dem Leser nahe ...weiterlesen...


Donnerstag, 7. Juli 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Im "Kölner Treff" bin ich auf das Duo Klüpfel/Kobr aufmerksam geworden, es entstand in mir die Hoffnung, mal wieder eine Reihe interessanter Krimis lesen zu können. Der 1. Krimi der beiden war nicht mehr vorrätig, also bin ich mit "Erntedank" nach Hause gegangen. "Erntedank" zu lesen hat lange gedauert - bei mir immer ein Zeichen für einen langweiligen Krimi. Und ich finde den Krimi langweilig. Lange Beschreibungen von Tätigkeiten, Räum-lichkeiten, einschließlich der Bestimmung von Stilrichtung etc., Marotten einzelner Beamter, lassen einen zwischendurch fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt: Es werden zwei mit der Sense umgebrachte Leichen gefunden, die scheinbar nichts mit einander zu tun haben ...weiterlesen...