Mittwoch, 31. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Gus Dury - der neue Rebus? Tony Black der Nachfolger Ian Rankins? Fragen, die mich als Leserin nicht wirklich tangieren. Ich möchte gerne einen interessanten Fall mit einem interessanten Ermittler, egal ob er nun offiziell oder wie Gus Dury inoffiziell ermittelt - ähnlich wie Wilbert, der Münsteraner Buchhändler und Hobbyermittler - oder ist er eher Ermittler und Hobbyantiquar?  Egal! "Bei Beerdigungen bekomme ich immer feuchte Augen." So beginnt der erste Krimi Tony Blacks. "Es sind Details wie die Todesursache, die mich völlig fertig machen. Da greife ich doch sofort nach dem zwölf Jahre alten Macallan, der bei solchen Anlässen bereitgestellt wird. Und dann schlag ich richtig zu. Nicht nur weil Säufer das eben ...weiterlesen...


Montag, 29. August 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

"Gleichzeitig lernte ich etwas zu schätzen, was ich bis dahin nicht kannte, offene Feindschaft. Es war tausendmal besser als ein in Intrigen endendes Überspringen der Antipathie. Es brachte mich geradezu auf Ideen." (aus: Marion Titze, Unbekannter Verlust, Berlin 1994, S. 76) weiterlesen...


Montag, 29. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

In den drei Romanen "Das große Heft", "Der Beweis"und "Die dritte Lüge" erzählt Agota Kristof auf ihre unverwechselbare knappe, ungewöhnliche und atem-beraubende Art die Geschichte, nein das Schicksal zweier Brüder im kommunistischen Ungarn, die zunächst gemeinsam bei der Großmutter aufwachsen, bis dann einer der beiden mit dem Vater versucht zu fliehen und offensichtlich bei diesem Fluchtversuch ums Leben kommt. Die Wirklichkeit dieser beiden Jungen ist be-drückend, brutal, teilweise unmenschlich, was allerdings nie anklagend dargestellt wird, sondern eher in An-deutungen, die die Ungeheuerlichkeit dessen, was die beiden erleben müssen, für mich um so deutlicher macht. Das Unaussprechliche wird nur angedeutet. Ich bin von dieser Erzählerin einfach fasziniert. Das erste Buch, ihren Erzählband "Irgendwo", habe ich in einer Bücherkrabbelksite gefunden. So ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. August 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

Stell dir vor, du bist schwanger und bekommst es nicht mit - oder erst dann, wenn es soweit ist. Da hilft dann nur: annehmen, was ist. Ungewöhnlich, aber möglich! In diesem Fall war es ein Junge, dessen Namen die Eltern während der Geburt ausgesucht haben: Philipp weiterlesen...


Mittwoch, 24. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Für das Herz ist das Leben einfach: Es schlägt solange es kann." Das ist der erste Satz des Romans. Für den Mensch mit diesem Herzen kann Leben ganz schön schwierig sein, besonders dann, wenn er einen Vater hat, der alles andere als liebevoll ist, der brutal ist, wenn er besoffen ist und das ist zunehmend öfter der Fall. Dieser Roman hat autobiografische Züge und kann als Entwicklungs-roman bezeichnet werden, da er die Kindheit und Adoleszenz des Erzählers darstellt bis hin zu seiner Existenz als Schriftsteller, Partner und Vater. "Sterben" ist eine Art Abrechnung mit dem Vater, den der Erzähler nach dessen Tod unbedingt noch einmal sehen muss, um zu glauben, dass er tatsächlich nicht mehr lebt. "Nun sah ...weiterlesen...


Mittwoch, 17. August 2011 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (1)

"tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren." Pina Bausch Der 3D Film "Pina" von Wim Wenders ist ein Fest für alle Sinne. Mitreißende Musik, Choreografien, bei denen einem Hören und Sehen vergeht, wunderbare Körper, kraftvoll und fragil zugleich, kurze Interviews mit Mitgliedern des Ensembles, die in allen Sprachen der Welt ihre Faszi-nation über Pina und ihre Art, mit ihnen zu arbeiten in ein, zwei Sätzen zusammenfassen. Räume, die ich in die-ser Aussagekraft, Einfachheit  und Sinnlichkeit noch nicht erlebt habe. "ist es Tanz, ist es Theater, oder einfach nur Leben, Liebe, Freiheit, Kampf, Sehnsucht, Freude, Verzweiflung, Versöh-nung, Schönheit, Kraft" "Pina  hat buchstäblich das Leben in seiner ganzen Band-breite tanzend zum ...weiterlesen...


Mittwoch, 17. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Angeregt durch Anmerkungen in Alice Millers "Die Revolte des Körpers" habe ich die vier Kafka Erzählungen gelesen, die unter dem Titel "Ein Hungerkünstler" zusammengefasst sind. Vier - scheinbar sehr verschiedene - Menschen , ein Trapezkünstler, "eine kleine Frau", ein Hungerkünstler" und "Josefine, die Sängerin"  leiden mehr oder weniger bewusst oder unbewusst unter ihrer Art zu leben. Das Streben nach Vollkommenheit in der Ausübung seiner Kunst lässt den Trapezkünstler Tag und Nacht, also 24 Stunden, auf seinem Trapez bleiben. Isoliert von allen anderen, gerät er außer sich, wenn der Zirkus seine Zelte abbricht und er nicht in der Zirkuskuppel bleiben kann. Die kleine Frau scheint nur Ärger, den "alten ...weiterlesen...


Sonntag, 14. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Dieses schmale Miller-Bändchen von "nur" 202 Seiten hat's in sich, wie viele ihrer Schriften vorher auch. In Fach-kreisen hat sie sich damit nicht nur Freunde gemacht. Denn sie kritisiert gängige Therapieverfahren, da sich viele Therapeuten neben Eltern und Kirchenvertretern zu Ausführungsorgangen des vierten Gebotes machten : "Du sollst deine Eltern lieben und ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden." - Wohlergehen erfahren aber all die Kinder nicht, die durch Misshandlungen ihrer Eltern, gleich welcher Art , teilweise lebenslänglich darunter leiden. Sie müssen die Implika-tionen und Fallstricke dieses Gebotes für das eigene Wohlergehen erkennen, sich von diesem Gebot lossagen und Misshandlungen, Lieblosigkeiten ...weiterlesen...


Freitag, 12. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Totsein verjährt nicht" ist nach "Idylle der Hyänen" und "Hinter blinden Fenstern" der dritte Ani-Krimi mit Polonius Fischer und seinem Ermittlungsteam, den 12 "Aposteln", wie es in Anklang an Polonius Mönch-Vergangenheit genannt wird. Polonius Fischer ist immer noch mit seiner Taxi-Fahrerin liiert. Sie liegt seit einem Überfall auf ihr Taxi im Koma. Es ist einer in einer Reihe von Überfällen auf Taxifahrer, von denen einer sogar tödlich geendet sind. Wie ein einsamer, verwunde-ter Wolf begibt sich Polonius auf die Pirsch nach den Tätern und ist entsetzt, als er ihre Motive für die Überfälle erfährt. Kein Bedauern, keine Reue, im Gegenteil: "Wenn wir aus dem Knast raus sind, ...weiterlesen...


Freitag, 12. August 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (0)

"Der kürzeste Weg zu einem anderen Menschen ist immer der direkte." So lautet ein Tagesspruch, den ich heute in die Hände bekommen habe. Ein Lächeln kann dabei hilfreich sein :) weiterlesen...