Dienstag, 27. September 2011 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (7)

"Auf der Matte kannst du kein Yoga machen! Nimm dir eine von den Gummimatten." Das war die Begrüßung im neunen VHS-Yogakurs. "Und wieso nicht? Auf der mache ich schon immer meine Yogaübungen." "Die ist zu rutschig, auf der hast du keinen Halt." "Welche Übungen macht ihr denn hier, dass die Matte zu rutschig ist? Dann zeig mir doch mal eine, bei der "Rutschgefahr" besteht!" Die Übung "Der Hund" wurde mir daraufhin gezeigt. "Kenne ich, habe ich schon x-mal auf dieser Matte gemacht."  - Also blieb ich auf meiner Matte und werde auch auf ihr bleiben. So einen Einstieg habe ich bisher noch nicht erlebt - und ich habe schon ...weiterlesen...


Samstag, 24. September 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Chenia, russisch-jüdische Emigrantin in New York, bemerkt mir 45 Jahren, dass sie noch einmal schwanger ist. Sie will das Kind nicht, zumal sie schon zwei Kinder im Teenageralter hat. Sie unternimmt alles Mögliche, um eine Fehlgeburt herbeizuführen. Ohne Erfolg. Devorah kommt gesund zur Welt und entwickelt sich zu einem aufgeweckten Mädchen, das eine sehr enge Bezie-hung zur Mutter hat. Aus Devorahs Perspektive  wird das scheinbar normale und dennoch ungewöhnliche Leben Chenias und ihrer Familie erzählt. Obwohl Chenia kaum über schulische Bildung verfügt, ist sie aufgeweckt, wiss- und lernbegierig und geht mit Spitzfindigkeit und praktischer Intelligenz durchs Leben und sorgt dafür, dass Devorah bereits die Vorschule besuchen kann. Die gewählte Erzählperspektive, von einem Ich-Erzähler(in) ...weiterlesen...


Donnerstag, 22. September 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

"Abschied nehmen - das heißt reinen Tisch zu machen, bevor man für immer auseinander geht. Abschied ist die unwiderruflich letzte Chance zur Offenheit - im Angesicht des absehbaren Endes." Diese Offenheit ist Tilman Jens nicht mehr vergönnt angesichts der fortschreitenden Demenz seines Vaters, der über seinen tatsächlichen Zustand in Unkenntnis gelassen wird, weil seine Frau einen erneuten Rückfall Walter Jens in eine heftige Depression vermeiden will. Dennoch nimmt der Sohn Abschied auch von einem Bild des Vaters, das heftige Sprünge bekommt, als der Sohn bemerkt, wie sein Vater mit der eigenen NS-Vergangenheit umgeht, er der anderen gegenüber stets so gnadenlos aufklärerisch gehandelt und geurteilt hat. Das Buch ist auch eine Auseinandersetzung mit ...weiterlesen...


Samstag, 17. September 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

"Was heißt überhaupt lernen: Wissen anhäufen? Oder sein Leben verändern?" (P. Coelho, Die Hexe von Portbello, gefunden in seinem Buchkalender 2011) weiterlesen...


Dienstag, 13. September 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Einunddreißig Jahre lang hatte sie sich an eine Zufluchtsstätte geklammert, in der ihr Liebesverhältnis sich ausbreiten konnte, ein sicheres Haus, das ihr Schutz bot. Einunddreißig Jahre lang galt sie als verrückt und lebte in Frieden." "Turgenjews Schatten" ist die Geschichte einer Liebesbeziehung, die nicht wirklich gelebt worden ist. Die eher kindlich wirkende Mary Louise Dallon und der übergewichtige und doppelt so alte Elmar Quarry heiraten, nachdem er ihr sehr kurze Zeit den Hof gemacht hat: ein, zwei Kinobesuche, einige Spaziergänge, kaum Zeit sich kennen- und lieben zu lernen. Warum sie geheiratet haben, fragt man sich immer wieder, das fragen sich vor allem Elmars Schwestern ...weiterlesen...


Dienstag, 6. September 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (8)

Jeder wird sich irgendwann fragen, warum, wozu er hier ist, welchen Sinn sein Leben hat. Findet man ihn, gibt man ihn sich, wo kommt er her, woran orientiert man sich?  "Als ich so dasaß, dachte ich darüber nach, wie lange es dauert, bis man zu dem zurückkehrt, was man als erstes erfahren hat, eine elementare Wahrheit, die auch dann gültig bleibt, wenn man sich von ihr entfernt, und ich dachte, daß man bei seiner Rückkehr endlich weiß, warum man weggehen mußte. Denn was ist wichtiger zu begreifen, daß der Schmerz dazu da ist, um einen stärker zu machen." Und Schmerzen, körperlichen wie seelischen, ist Eva ...weiterlesen...