Donnerstag, 26. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (6)

"Ein Klaps hat noch nie jemandem geschadet." Wer ist nicht schon einmal diesem blöden dummen Spruch begegnet? "Die Schläge tun mir mehr weh als dir, sie sind doch nur zu deinem Besten." Wer hat diesen Satz als Kind nicht mehrfach gehört? Ingrid Müller-Münch stellt in diesem Buch eine geprügelte Generation dar, für die Schläge so normal, so an der Tagesordnung waren, dass sie kaum darüber gesprochen hat. Prügel waren normaler Teil des (Kinder-) Alltags in den 50igern und 60igern des 20. Jahrhundert, nahezu alle wurden überall geprügelt: zu Hause, im Kindergarten, in der Schule, in Internaten, in Erziehungsheimen und Waisenhäusern. Prügel waren gängige Erziehungsmittel, ...weiterlesen...


Sonntag, 22. April 2012 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (1)

Zunächst freiwillig: dem Estnischen Philharmonischen Kammerchor zugehört Dann unfreiwillig: Dortmund im BVB Meistertaumel erleben - Gelbschwarz wohin das Auge sah, Gegröle, Gesänge, Gehupe, Böller, verstopfte Kreuzungen, ein Meer von Blaulichtern im Blitzlichtgewitter der Handys, viele ebenfalls gelbschwarz Geglückte Heimfahrt: gekrönt von einem Feuerwerk - Teil einer Hochzeitsfeier - ganz in Weiß. Um den Blumenstrauß zu sehen, war's dann mittlerweile zu dunkel. weiterlesen...


Samstag, 14. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Die Rezension in der ZEIT hat den Ausschlag gegeben, diesen Roman zu kaufen, bis-her ja nur als Hardcover zu haben. (Wollte ich ja eigentlich nicht mehr). Roter Um-schlag, rotes Lesebändchen, Aussicht auf eine spannende Handlung: Maria, Verlagsangestellte und Ich-Erzählerin dieses Romans, beobachtet in einem Cafe häufig Luisa und Miguel, ein gut aussehendes Ehepaar, das sich offensichtlich noch nach Jahren liebevoll zugetan und miteinander im Gespräch ist, bis Miguel - völlig unvorhersehbar - vor dem Cafe von einem Unbekannten mit zahlreichen Messerstichen tödlich verwundet wird. Maria kondoliert Luisa und wird von ihr zu sich nach Hause eingeladen. Dort lernt Maria Días-Valera, einen Freund des Hauses kennen. Sie merkt sehr schnell, dass dieser in Maria verliebt ...weiterlesen...


Donnerstag, 12. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Von Peter Bichsel, dem "Meister der kurzen Sätze" wie er manchmal genannt wird, gibt es jetzt das kleine schmale Büchlein "Das ist schnell gesagt" mit Lesebändchen (!) . Beat Mazenauer und Severin Perring haben es herausgegeben. Es enthält manchmal nur einen Satz oder kürzere Absätze aus Bichsels Veröffentlichungen, subsumiert unter Begriffen wie "Erzählen und Schweigen" oder "Unter Freunden". Sprachperlen, einzeln oder aneinandergereiht, provozieren beim Leser unterschiedlichste Reaktionen: "Mit wem soll ich jetzt schweigen?" "Er habe seine eigene Meinung über Korea, sagt jemand, er gebe nichts auf Zeitungen, Radio und Fernsehen. Er könne sich seine Meinung schon selbst bilden."   (KK,335) " ' Wenn du erwachsen bist, wirst ...weiterlesen...


Dienstag, 10. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Sie mögen Quasselstrippen mit einem Hang zu Überreaktionen, die nichts oder selten etwas auf den Punkt bringen, des öfteren den Faden verlieren, was zu zahlreichen Wiederholungen führt, die viel reden, aber wenig zu erzählen haben und das seitenlang breitwalzen? Dann ist die Kriminalkomödie "Gräber und andere Gartenarbeiten" etwas für Sie. Sie werden von Tina - früher Journalistin - heute mit Rechtsanwalt Stefan verheiratet, die sich bei der Hausarbeit selbst verwirklicht (soll ironisch gemeint sein), immer wieder angesprochen - wohl weil Tina offensichtlich Sorge hat, dass ihr die LeserInnen unterwegs verloren gehen: "Wenn ich Ihnen verspreche, Ihnen ein Eis auszugeben, zwei Kugeln mit Sahne - ...weiterlesen...


Freitag, 6. April 2012 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

"Die Kreuze im Leben eines Menschen sind wie Kreuze in der Musik: Sie erhöhen!" (Ludwig van Beethoven) weiterlesen...


Mittwoch, 4. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Manchmal sind Mängelexemplare für mich günstige Gelegenheiten, mich auf mir unbekannte (Krimi-) Autoren einzulassen. Magdalen Nabb kannte ich bisher nicht und Guarnaccias sechster Fall ist mein erster Krimi, den ich von ihr gelesen habe. Der Krimi beginnt relativ ruhig und behäbig wie auch Guarnaccia (fast) nichts aus der Ruhe bringen kann. Der Leser lernt die spätere Tote - von allen die Verrückte genannt - noch zu ihren Lebzeiten kennen. Sie hat offensichtlichen einen Putzfimmel, den sie in der Öffentlichkeit auslebt, indem sie den Platz in ihrem Viertel peinlich rein zu halten versucht, sehr zum Spaß vieler junger Männer, die sie damit ärgern, wenn ...weiterlesen...


Dienstag, 3. April 2012 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Tina Soliman arbeitet als Dokumantarin und Regisseurin u.a. für die ZDF Reihe "37 Grad", heute mit dem Thema "Abgetaucht", Termin: 22.15. Thematisiert wird der plötzliche Kontaktabbruch zwischen einst nahestehenden Personen, das können auch Freunde, Geschwister sein. Ob die heutige Sendung eine Verfilmung  ihres Buches "Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen" ist, weiß ich nicht. Näheres ist zu finden auf der entsprechen-den Seite des ZDF. weiterlesen...


Dienstag, 3. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Beim Lesen Buches "Auf tauben Sohlen unterwegs. Mit Multipler Sklerose auf der Reise zum wahren Selbst" musste ich an den erstaunten Ausruf einer Bekannten denken, die zur Zeit von Sogyal Rinpoche "Das Tibetanische Buch vom Leben und Sterben" liest, weil sie sich mit dem Thema Tod auseinandersetzt: "Ich wusste gar nicht, dass Tod soviel mit Leben zu tun hat!" In Anne Nübel-Orthens Buch geht es natürlich immer um ihre MS Krankheit, die man bei ihr kurz nach der Ausbildung zur Apothekerin festgestellt hat. Nichts ist mehr wie vorher und trotzdem geht sie weiter ihren Weg. Für sie stellt sich die Frage: Wie lebe ich mit dieser ...weiterlesen...


Sonntag, 1. April 2012 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (6)

Heute beschäftigt sich Andrea Lieblang in der Sendung "Lebenszeichen" mit dem Thema der Hochsensibilität. Die wenigsten Hochsensiblen werden ihre Sensibilität von Anfang an als Gabe oder gar als Gnade bezeichnen. Zu lange haben sie darunter gelitten, sind damit angeeckt, so viel anders zu sein als ihre Mitmenschen, ihre Andersartigkeit nicht erklären zu können, aber so oft dafür ausgelacht, ausgegrenzt zu werden: Mimose, Kräutchen-Rühr-mich nicht an, sind noch die freundlicheren Varianten, die man zu hören bekommt. Problem vieler Hochsensibler ist, die Fähigkeit zu erlangen, sich abzugrenzen, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, zu setzen und zu wahren. Dabei kann der eigene Körper Indikator sein, wenn, ja wenn ...weiterlesen...