John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Um es vorwegzunehmen: Es ist ein berührendes Buch, ohne rührselig zu sein. Ein Buch über Leben, Liebe, Freundschft, Erinnerungen, Krankheit, Sterben, Tod und Verletzungen, die Menschen sich zufügen, einfach weil sie Menschen sind und sterblich.

„Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird, …, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem.“

Es ist die Liebesgeschichte von Hazel und Augustus, von den meisten liebevoll Gus genannt. Beide haben Angst davor, sich zu verlieben, weil sie um ihr kurzes Leben wissen. Denn sie haben Krebs. Sie wollen sich dem anderen nicht zumuten, um keine Narben zu hinterlassen. Und lieben sich dennoch und hinterlassen Narben, auf die aber keiner, der die beiden gekannt hat, verzichten will.

Das Buch ist humorvoll, offen, direkt, ehrlich, teilweise ironisch und sarkastisch. Ein Buch, das einen lachen lässt, auch wenn oft Galgenhumor der Auslöser ist. Es ist trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Thematik ein wunderbares Buch, das man jedem ans Herz legen kann, nicht nur Jugendlichen, für die es wohl in erster Linie gedacht ist.

John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, a.d. Englischen v. Sophie Zeitz, München 2012, 284 S. ISBN 978-3-446-24009-4

Datum: 23. Oktober 2012
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3 Gedanken zu „John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter

  1. manacur

    …“Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird, …, aber man kann ein bisschen mitbestimmen, von wem.”…
    Lässt Raum für eine Menge Reflexionen – wie weit das Bisschen tatsächlich reicht. Mit etwas empathischer Aufmerksamkeit für sich selbst, wundert man sich des öfteren über seinen Schatten. Aber Lachen hilft!
    LG

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  2. mona lisa Beitragsautor

    Ja, manacur, Lachen hilft oft weiter, auch dann wenn es einem fast im Halse stecken bleiben will, wie beim Lesen dieses Buches, wo man sich – ein bisschen – erschreckt, worüber man lacht bzw. worüber Witze gemacht werden.

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