Familientradition oder: Ich habe genug

„Mum sagt, die Tradition habe darin bestanden, daß sie den ganzen Sonntagvormittag in der Küche verbracht und ein Essen zubereitet habe, das sie zu einer Tageszeit, zu der sie niemals Hunger habe, überhaupt nicht essen wolle. Es sei eine Tradition gewesen, die Grandma zuliebe aufrechterhalten wurde, weil es so wenige Dinge gegeben habe, die sie noch habe schätzen und genießen können.  … Dad stöhnt und fragt, warum Mum nicht ihm zuliebe diese Tradition fortsetzen könne? Er liebe Zusammenkünfte genauso wie Grandma, ob er denn keine Tradition wert sei? Mum sagt, nein, sie habe genug.“

(aus: Margaret Forster, Ich glaube, ich fahre in die Highlands, TB S. 389 f.)

Datum: 26. Dezember 2012
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5 Gedanken zu „Familientradition oder: Ich habe genug

  1. Menachem

    Ein schwieriger Spagat, den es dort zu machen gäbe. Mir fällt dabei das Thema „Kompromisse“ ein.
    Eine mir sehr ungeübte Kunst, in der ich mich aber aufgrund deines Beitrages sehr motiviert sehe, sie noch deutlich verbessern zu wollen. Ja, das hat was.

    Mit ausklingenden Weihnachtsgrüßen,
    Menachem

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  2. Quer

    Ja, meist ist es sehr schwierig, mit Traditionen zu brechen. Das will gut überlegt und in den Auswirkungen ausgehalten sein.
    Aber gewisse „alte Zöpfe“ muss man einfach irgendwann mal abschneiden.

    Liebe Grüsse in die Nachfeiertage,
    Brigitte

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