Alltagsworte meiner Kindheit

Lumpensammler
Klüngelskerl
Milchkanne und Einkaufsnetz
das feine Händchen
später dann: Knicks und Diener
Nickneger
Sonntagsspaziergänge
Sonntags-, Alltagskleidung, weil: immer fein ist nimmer fein
Plisseeröcke und Steghosen
Leibchen, Petticoats und Liebestöter
Waschtag, Wäschestärke
mit Stecknadeln aufgespickte Häkeldeckchen fönen
Teppichfransen kämmen
Badetag samstags
gerader Scheitel immer
eine Hutmacherin mit verkürztem Zäpfchen
eine Blumenfrau, von der ich das Kranzbinden gelernt habe

und mein Oppa, der immer da war

Datum: 18. Januar 2013
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9 Gedanken zu „Alltagsworte meiner Kindheit

  1. mona lisa Beitragsautor

    Es waren Spitzenhäkeldeckchen, die sich beim Waschen zusammenzogen und verkrubbelten. Sie wurden dann mit Stecknadeln auf einem Polsterstuhl fixiert, gefönt und anschließend gebügelt!!

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  2. Prinzenrolle

    Ich glaube, wir sind ein Jahrgang. Kommt mir alles so vertraut vor (bis auf die verkürzten Zäpfchen bei der Hutmacherin – was bedeutet das?)

    Antworten
  3. Sonja

    Häkeldeckchen fönen- meine alte Tante hat auch wie dolle gehäkelt, die hat die aber wohl mit einem feuchten Tuch gebügelt- einen Fön kannte die noch nicht, damals gab es nur solche klobigen Trockenhauben…

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