Evelyn von Wietersheim, Absprung ins Ungewisse

In ihrem Gedichtbändchen findet man “Gedichte und Gedanken in ungeordneter Zeit” mal mit Reimen, mal ungereimt, mal in dudenkonformer Rechtschreibung, mal in durchgängig kleingeschrieben.
Sie setzt Rosensträuchern ein Denkmal, sinniert über “die freiheit der schafe” und befasst sich mit der “Sprache der Stille”. Der “Advent” wird genauso bedacht, wie der “Aschermittwoch”, der “Kamin” oder der “Blick aus dem Fenster”.
Jahreszeitlich passend ist folgendes Gedicht:

Den Frühling rufen

Morgens pfeife ich
deinen Namen
in die frische Luft

und schon
klappert es Antwort
vom Scheunengiebel
zurück.

Kinderlachen
springt übern
Weidenzaun
purzelt ins Licht.

Evelyn von Weitersheim, Absprung ins Ungewisse, Gedichte und Gedanken in ungeordneter Zeit, Berlin 2013, 62 S., ISBN 978-3-820-3092-3

Datum: 18. Februar 2013
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3 Kommentare

  1. Sonja | Montag, 18. Februar 2013 14:20
    1

    Springlebendig, das Gedicht!
    Ja, man beginnt, sich damit zu beschäftigen, auch wenn neuer Schnee angesagt ist…

  2. Quer | Dienstag, 19. Februar 2013 7:49
    2

    Mir gefällt dieser leichte Ton ebenfalls. “Springlebendig” wie Sonja das nennt: besser könnte man es nicht umschreiben!

    Herzliche Grüsse,
    Brigitte

  3. mona lisa | Dienstag, 19. Februar 2013 7:56
    3

    dann wünsch ich euch beiden mal einen “springlebendigen” Tag!

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