Die Stille hüten

„Hüte die Stille, und die Stille wird dich behüten.“
Dieses französiche Sprichwort war Motto eines Sesshins im Kloster Meschede.

Eine Woche sitzen und schweigen, Auswirkung einer Sendung „Lebenszeichen“ über das Haus der Stille in Meschede. Ich habe mich spontan angemeldet, bin hingefahren und habe teilgenommen.

Nicht reden – kein Problem.
Aber ist Nicht-Reden schon Schweigen?
In der Stille, die gar nicht so still ist, weil man die Außengeräusche um so deutlicher hört, die eigenen Körpergeräusche als dröhnend wahrnimmt, man zunächst jede Regung des Sitznachbarn mitbekommt, beginnt das große Kopfkino.

Man hat den Eindruck überall zu sein, nur nicht auf der Matte im Hier und Jetzt. Glücklich, wenn der Körper aufhört wehzutun, weil dann ist da nichts mehr, was ablenken kann.
Oh doch, da ist.
Der Geist sucht nach Nahrung, mit der er sich beschäftigen kann, immer und immer wieder, nahezu unaufhörlich. Und dennoch wird es in all dem Getöse mit der Zeit ruhiger.

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Datum: 25. Januar 2015
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