Charlotte Salomon: Der Tod und das Mädchen

„Dass ich das Leben liebe und dreifach bejahe. Um das Leben ganz zu lieben, dazu muss man auch seine andere Seite, den Tod, umfassen und begreifen. Mögest du nie vergessen, dass ich an dich glaube.“
„Ich halte Sie für berufen, über den Durchschnitt etwas schaffen zu können.“

Das sind Zitate aus dem Programmheft der Ballettaufführung „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin (UA)“ im MIR.
Eine sehr beeindruckende Aufführung, die die Lebensgeschichte von Charlotte Salomon anhand ihrer Bilder, untermalt mit Musik verschiedener Komponisten, die ihr Lebensgefühl in ihrer Zeit als Jüdin in Deutschland nach 1933 und später in der Emigration in Frankreich, zum Ausdruck bringt. Auf der Bühne wird es für den Zuschauer sichtbar, hörbar und – sicher in Grenzen – nachfühlbar.

Eine Aufführung, so dicht – weil fast alle Sinne ansprechend – dass ich nach dem Ende die Aufführung gern noch einmal gesehen hätte, so vielfältig waren die Anforderungen ans Sehen, Verstehen und Begreifen.

Übrigens – meine Sitznachbarin hat bisher alle Aufführungen gesehn. Sinnvoll, weil sie immer wieder neue Aspekte, Perspektiven etc. entdeckt. Und genau das ist Merkmal echter Kunst: Man ist nie fertig damit.

Ob ich mir die letzte Aufführung noch einmal ansehen werde, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall werde ich ins Kunstmuseum Bochum gehen und mir die Ausstellung der Werke Charlotte Salomons ansehen – ist auf jeden Fall näher als Amsterdam, wo ihre Werke in der Regel ausgestellt sind.

Und immer wieder bin ich erstaunt und dankbar, was im Ruhrgebiet, im ehemaligen „Kohlenpott“ kulturell „auf die Beine“ gestellt wird. Ich lebe gern hier.

Datum: 24. April 2015
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3 Gedanken zu „Charlotte Salomon: Der Tod und das Mädchen

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