Montag, 30. Januar 2017 | Kategorie: Allgemein, Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (8)

Klienten kommen des öfteren mit dem Wunsch zu mir, weil sie ihre sogenannten "negativen Gefühle" - natürlich möglichst schnell und einfach - loswerden wollen. Sie sollen einfach nur weg sein, sie anschauen, mit ihnen sprechen und hinhören wollen sie zunächst meist nicht. Genauso wie die Menschen in Sophies Umgebung. Das sehr einfühlsam illustrierte Bilderbuch von Mirjam Zels über den Umgang mit der Angst beginnt so: "Es gab einmal eine Stadt, da war eigentlich alles in Ordnung." - Ja, das verräterische Wort "eigentlich", das hat es in sich. (© Mirjam Zels / kunstanst!fter verlag) "Sie hatten alles, was man zum Leben braucht. ...weiterlesen...


Donnerstag, 26. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Fotos, Rezensionen | Kommentare (0)

"Wie kommst du auf die Bücher, die du liest?" wurde ich einmal gefragt. Manchmal - habe ich den Eindruck - kommen sie zu mir. Im Programmheft "Kopfüber - Weltunter" der Ruhrfestspiele für 2017 fand ich unter Lesungen diesen Roman von Heinrich Böll, der von Günter Lamprecht und Claudia Amm gelesen wird. Ich kannte ihn noch nicht, weiß aber auch noch nicht, ob ich zu der Lesung gehen kann, also habe ich mir den Roman besorgt und gelesen. Es ist ein wirklich beeindruckender Roman, der am Tag der Kapitulation, am 8. Mai 1945, beginnt. In dem Nachwort von Werner Bellmann, erfährt man ...weiterlesen...


Donnerstag, 19. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Happy Birthday, Türke!", der erste Kriminalroman des 2013 verstorbenen Jakob Arjouni, ist bereits 1985 erschienen und seitdem in mehr als 23 Sprachen übersetzt und von Doris Dörrie verfilmt worden. Viele kennen daher Kemal Kayankaya, den hessisch babbelnden Frankfurter Privatdetektiv und seinen ersten Fall vielleicht schon. Jetzt ist dieser amüsante Krimi in der Edition Büchergilde als Sonderausgabe neu erschienen, überzeugend illustriert von Philip Waechter. Dass ihm die Illustration als ehemaligem Frankfurter Spaß gemacht hat, wie er im Anhang bekennt, ist unschwer zu erkennen. Es ist das Frankfurt der 80iger Jahre, als Kommissare und Privatdetektive noch öffentliche Telefonzellen, mit ihren dicken Telefonbüchern nutzten, ...weiterlesen...


Dienstag, 17. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

"Asta denkt - und schweigt. Mit wem, fragt sie sich, sollte ich reden? Ich kenne doch keinen mehr, hier, am Boden meines Vaterlandes, das nicht meines ist, weil es mir ebenso wenig gehört wie die Muttersprache; ich steh bloß drauf. Ja, da steht sie, am östlichen Ende der Ebene 03 des Flughafens Franz Josef Strauß, neben einer vom Schalter einer Autovermietung verdeckten und daher kaum frequentierten Drehtür, zu der ihre Nikotingier sie blindlings geleitet hat." Und von dieser Drehtür kommt Asta Arnold, Krankenschwester, quasi entlassen und zwangspensioniert, auch nicht mehr weg. Lange war sie in Nicaragua tätig, bis man ihr mit einem ...weiterlesen...


Sonntag, 15. Januar 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

ohne Worte ... weiterlesen...


Freitag, 13. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Mayday! Can anyone hear me? This is Nick Cave, captain of the Henry Lee. I've lost orientation ... Can anyone hear me ..." Dieser Schlusssatz des zweiten Romans des 1983 geborenen Autors Fabian Hischmann ist bezeichnend für die meisten der hier im Roman zahlreich vorkommenden, meist noch jugendlichen Personen. Von ihnen wird in auf den ersten Blick unzusammenhängenden Episoden erzählt, wobei es oft nur Blitzlichter sind, die einen nur einen Moment lang etwas sehen lassen, das man aber nicht wirklich als zusammenhängend erkennen und verstehen kann. Ausdruck einer suche nach Orientierung? Immer wieder tauchen neue Personen auf, manchmal auch nur in ...weiterlesen...


Dienstag, 10. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (3)

Andreas Altmann bezeichnet sich selbst als einen "Davongekommenen", der als Reporter nicht die Wahrheit berichtet. Sondern "jene Wirklichkeit, an die ich mich erinnere. Immerhin bin ich verwegen genug und unterschlage nicht meine Abstürze, ja Mittelmäßigkeiten und Feigheiten. Ein 'Lebenshilfebuch' ist es wohl nicht geworden. Betrug, schwerer Diebstahl, Impotenz, misslungene Nähe, Homosex, Drogen, Hysterie, AIDS, Liebesunfähigkeit. Wer will sich das zumuten?" Ja, wer will sich das zumuten? Zumindest Menschen, die mit ihm die Liebe zu Büchern, zur Literatur - seine Reportagen sind gespickt mit Zitaten - zur deutschen Sprache, vor allem aber zum eigenständigen und eigenwilligen Leben in all seiner Bandbreite teilen. ...weiterlesen...


Samstag, 7. Januar 2017 | Kategorie: Fotos | Kommentare (6)

Mal nicht im Sand, sondern im Schnee ;) weiterlesen...


Donnerstag, 5. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Der 1914 zum ersten Mal erschienene Roman "Kokoro" von Natsume Sōseki liegt nun in einer Neuauflage im Manesse-Verlag in der Reihe Bibliothek der Weltliteratur vor. Zartes Papier mit Lesebändchen im leserfreundlichen Kleinformat, passt er in nahezu jede Tasche, so dass man den Roman stets dabei haben und bei jeder Gelegenheit lesen kann. Und das ist gut so, denn man mag "Kokoro" kaum aus der Hand legen. Er ist spannend, obgleich arm an äußerer Handlung, denn letztendlich geht es um "Seelenlandschaften". Der Ich-Erzähler, zu Beginn der Handlung ein junger Student, trifft an einem Strand einen Mann, in dem er sofort seinen Lehrer, ...weiterlesen...


Dienstag, 3. Januar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Ein Suizid stiftet unendliches Leid. Über diese Trauer kommt man nie ganz hinweg - es gibt nur einen Weg: Zunächst einmal, sie zuzulassen, durchzugehen, es auszuhalten. Dann die Trauer Stück für Stück ins eigene Leben zu integrieren. Trauer endet nie - aber die offenen Wunden können vernarben." Mit diesem Zitat einer Frau, die ihren Sohn durch Suizid verloren hat, beginnen Nicole Rinder und Florian Rauch. Es enthält in aller Kürze die Essenz eines veränderten "Weiterlebens nach dem Suizid eines nahestehenden Menschen" - so der Untertitel dieses Buches. Es konzentriert sich also auf die Hinterbliebenen und nicht auf die Suizidprävention. In ...weiterlesen...