Sonntag, 26. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

"Es war einmal ein mächtiger und erhabener Elsternkönig, der über ein riesiges Reich voller glücklicher und zufriedener Elstern herrschte." (Copyright Linda Wolfsgruber, kunstanst!fter verlag) So beginnt das Märchen, das Michael Stavaric über den Elsterkönig erzählt. Die anfängliche Zufriedenheit aller mit ihrem König, aber auch im Umgang miteinander, setzt Linda Wolfsgruber mit zarten Pastelltönen in Szene. Sie alle leben in einem prächtigen Königreich. "Und es gehörte alles allen Elstern zu gleichen Teilen, so wollte und wünschte es sich der König." (Copyright Linda Wolfsgruber, kunstanst!fter verlag) Doch dann wacht der König eines Morgens auf und sein Federkleid ist nicht mehr weiß, sondern schwarz, unübersehbar für alle. ...weiterlesen...


Freitag, 24. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Für mich ist es nach "Kokoro" der zweite Roman dieses japanischen Schriftstellers. Zfeitlich ist "Sanshirōs Wege" sechs Jahre vor "Kokoro" erschienen. Beide Romane sind nicht wirklich handlungsreich im Sinne äußerer Handlungen. Sie werden getragen von der Neugier und der Unwissenheit eines jungen Menschen, hier ist es Sanshirō, der gerade die Oberschule beendet hat und mit der Bahn nach Tokio reist, um dort ein Studium aufzunehmen, und erste Erfahrungen mit der Großstadt Tokio und seinen Menschen macht. Interessant ist, was der Autor über seinen Roman sagt: "Meine einzige Arbeit besteht darin, die Menschen in diese Welt freizulassen. Danach schwimmen sie nach ...weiterlesen...


Mittwoch, 22. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

(Copyright Liliane Steiner, kunstanst!fter verlag) Kinder ab 4 Jahren werden aufgefordert, mit Katze Wilma auf Mäusejagd zu gehen. Ähnlich wie die "Raupe Nimmersatt" hat Wilma immer Hunger und streift deswegen durch Stadt und Land, stets auf der Suche nach etwas Essbarem. "Das ist Wilma. Sie hat einen Mordshunger. Schon den ganzen Morgen liegt sie erfolglos vor dem Mäusebau auf der Lauer. Ist ihr die Maus entwischt? Siehst du sie?" Die Maus auf der großformatigen Seite zu finden, ist mit bloßem Auge nicht so ganz einfach, zumindest für Kinder in diesem Alter. Doch das Hardcover Bilderbuch in japanischer Bindung ist mit einer Lupe ...weiterlesen...


Montag, 20. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

"Die Bergwerke von Falun" von E.T.A. Hofmann ist nach "Der Landarzt" und "Romeo und Julia" der 3. von Kat Menschik illustrierte Band in der Reihe "Meine Lieblingsbücher" aus dem Galiani-Verlag. Der Wiedererkennungswert ist hoch: gleiches Format, dreiseitiger Farbschnitt, wobei die Farben von Band zu Band andere sind, und die "Handschrift" von Kat Menschik: (Copyright Kat Menschik, Galiani Verlag Berlin) Dennoch fühlt sich dieser Band anders an, fein, glatt, haptisch sehr angenehm - erinnert er mich an eine PC-Mouse, die ich mal gehabt habe - ein echter Handschmeichler. Und dann: Abgelegt neben meinem Bett, habe ich nach dem Löschen meiner Leselampe ...weiterlesen...


Montag, 20. Februar 2017 | Kategorie: Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

Abwertungen Beleidigungen Demotivierungen Erniedrigungen Missachtung Unterstellungen Vorwürfe und noch vieles mehr Sind Formen der Zuwendung - lebensentwertend Besser als gar keine? (mona lisa) weiterlesen...


Freitag, 17. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Bis dahin kannte ich nur das als Kind so begehrte Hasenbrot, auf das man wartete, wenn abends der Vater nach Hause kam. In diesem Bilderbuch (Copyright Ulrike Möltgen, kunstanst!fter verlag) geht es um ein riesiges Wurstbrot, das der Ich-Erzähler von seiner Mutter für den langen Schulweg bekommt. Das ist die gute Nachricht für ihn, da es kurz nach dem Krieg selten ist, dass Wurst aufs Brot kommt. Die schlechte ist: Er muss heute allein gehen, da seine beiden Mitschüler krank zu Hause bleiben. Und der Schulweg führt durch einen dunklen Winterwald, denn es ist kurz nach den Winterferien und noch vor ...weiterlesen...


Mittwoch, 15. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Normalerweise habe ich überhaupt keine Hemmungen, in Büchern Stellen anzustreichen, Notizen, Anmerkungen zu machen etc. Doch bei diesem "Liegenden Akt in Blau" - der fulminaten Liebesbeziehung zwischen dem Maler Nicolas de Staël und der verheirateten jüngeren Jeanne, sprachlich interessant geschrieben von Nathalie Chaix und von Christina Röckl wunderbar aussagekräftig illustriert, habe ich es nicht übers Herz gebracht. Ich habe mir einen Zettel genommen und darauf meine Notizen gemacht. Aber seht selbst: (Copyright Christina Röckl, kunstanst!fter verlag) Es ist die Geschichte einer langsam und zaghaft beginnenden, dann aber leidenschaftlichen, zerstörerischen Liebesbeziehung in den 50iger Jahren des letzen Jahrhunderts, zwischen diesem ungleichen Paar. Beide ...weiterlesen...


Donnerstag, 9. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Das Buch "Nichts, um sein Haupt zu betten" hat einen langen Weg hinter sich, bevor es jetzt in deutscher Übersetzung auch für deutsche Leser zugänglich ist. (Copyright Hanser Verlag) Michel Francesconi hat ein Exemplar von "Rien où poser sa tête", 1945 erschienen, auf einem Flohmarkt in Nizza gefunden, es gelesen und weiterempfohlen, so dass es 2015 in Paris bei Gallimard in einer Neuauflage erscheinen konnte. Françoise Frenkel, 1889 in Polen geboren, ist leidenschaftliche Buchhändlerin gewesen und versteht sich nach ihrem Literaturstudium an der Pariser Sorbonne als Botschafterin der französischen Literatur. Während eines Aufenthalts in Berlin stellt sie fest, dass es keine Buchhandlung ...weiterlesen...


Freitag, 3. Februar 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (4)

Mary erzählt ihre Geschichte: "Ich wurde Maria getauft. ... Laut Pass bin ich dreiundzwanzig. Vor ein paar Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, wie es sein würde so alt zu sein; jetzt studiere ich bereits im letzten Studienjahr Architektur. Nur die Examensarbeit steht noch aus. ... Ich weiß nicht. ob ich Bauingenieurin, Landschaftsarchitektin oder einfach Architektin werde. Ich vermute, einfach Architektin; zumindest würde ich mir das wünschen. Als ich klein war, wurde ich Tochter oder Marienkäfer genannt, gelegentlich auch Poliomädchen - die Krankheit erklärt mein Hinken. Ich wurde auch mit anderen Namen gerufen, habe aber nicht vor, hier auf sie ...weiterlesen...