Herbstlied

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Friedrich Hebbel)

Datum: 16. September 2020
Themengebiet: Allgemein, Fotos, Gedichte Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0

2 Gedanken zu „Herbstlied

  1. Quer

    Das ist ein Augen- und Leseschmaus bei dir.
    Wir haben auch kürzlich mit den Enkelkindern (diese mit leuchtenden Augen) nach solchen glänzenden „Früchten“ im Kastanienlaub gesucht.
    Herrlich!

    Lieben Gruss,
    Brigitte

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: