Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

Ich habe noch nie darüber nachgedacht, meine mittlerweile grauen Haare zu färben oder färben zu lassen. Vorschlägen von Friseuren, Bekannten habe ich stets widerstanden. Auch den Hinweisen, ich sähe dann sicher jünger aus.
Wollte ich je jünger aussehen? Nie wirklich.

„Mein eigenes Alter betrübt mich nicht.“ schreibt Haruki Murakami in seinem neuen Erzählband „Erste Person Singular“. Dem kann ich mich – bis heute jedenfalls – anschließen.

Vor allem die damit verbunden Kosten, Prozeduren, Gerüche, Verpflichtungen, dann auch dabei zu bleiben, damit man die Ansätze nicht sieht. Das war noch nie etwas für mich.

Habe eine Tante in Erinnerung, die irgendwie immer schwärzer auf dem Kopf wurde, der Kontrast zu ihrem Gesicht immer härter, bis ich sie – nach Jahren wieder gesehen haben – mit grauen Haaren und einer bis dahin nie gesehenen Stimmigkeit zwischen Haaren und Gesicht.

Daran muss ich unwillkürlich immer denken, wenn ich jetzt – im Coronashutdown – Frauen mit Ansätzen sehe, die nicht zum Friseur gehen und sich die Haare nachfärben lassen können. Innerlich rufe ich dann immer:

„Lasst doch die Farbe herauswachsen und lasst euch von eurem Aussehen überraschen. Vielleicht seid ihr ja sogar begeistert.“

Ich vermute, es könnte eine angenehme Überraschung sein, vielleicht verbunden mit einem anderen Schnitt und einem leicht veränderten Farbkonzept für die Kleidung – so war es jedenfalls bei mir. Wie ich im Nachhinein feststellen konnte, da die Veränderung ihre Zeit gebraucht hat und immer noch nicht ganz abgeschlossen ist.
Gut Ding will Weile haben ;)

5 Gedanken zu „Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

  1. Auch ich stehe inzwischen gerne und selbstbewusst zu meinem Silbergrau.
    Es ist in der Tat viel weicher und vorteilhafter als eine intensive oder gar überfällige Färbung.
    Sogar das Schneiden übernehme ich seit Jahren (nicht erst seit der Pandemie) selber. Bei einem natürlichen Krauskopf geht das wunderbar. :–)

    Lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Hi, Hi, ich glaube kaum, dass ich dir da wertvolle Tipps geben kann. Die Methode ist denkbar einfach: Ich fasse jeweils ein grosses Büschel Haare mit der linken Faust und schneide die Spitzen ab, die oben herausschauen. Das wiederholt sich dann rings um den Kopf. Am Hinterkopf wird es etwas knifflig, aber auch das geht. :–)
    Richtig haarsträubend hat es jedenfalls noch nie ausgesehen. :–)

    Lieben Gutenachtgruss zu dir.

  3. Ich werde es mir mal überlegen, das ist etwas, was ich noch nie gemacht habe.
    Doch: Der letzte Friseurtermin vor Weihnachten musste ausfallen und noch ist nicht klar, wann Friseure wieder öffnen dürfen, obschon sie heute aufbegehren, indem sie 24 Stunden Licht in ihren Geschäften anlassen wollen. Ob’s nützt?

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