Friede
Friede ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt, der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz still dasitzen. (Nathaniel Hawthorne)
Friede ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt, der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz still dasitzen. (Nathaniel Hawthorne)
Kronkorkenkönig
Sonnenscheinzarte weiße Wolken am Himmelglitzernder Raureif auf den DächernGlockengeläut hier und da Vogelgezwitschermit einem Hauch von Frühling Heißer Milchkaffeedas neue Buch von MurakamiRuhe im AußenFrieden im Innerenleichte Wärme im Gesicht Telefonate mit den (Schwieger) Kindernessenzielle Gesprächeauf Augenhöhe Zufriedenheit auf der ganzen Liniegepaart mit Dankbarkeitund dem Gefühlreich beschenkt zu werden So einfach istdas manchmal (©mona lisa)
Ich habe noch nie darüber nachgedacht, meine mittlerweile grauen Haare zu färben oder färben zu lassen. Vorschlägen von Friseuren, Bekannten habe ich stets widerstanden. Auch den Hinweisen, ich sähe dann sicher jünger aus. Wollte ich je jünger aussehen? Nie wirklich. „Mein eigenes Alter betrübt mich nicht.“ schreibt Haruki Murakami in seinem neuen Erzählband „Erste Person Singular“. Dem kann ich mich – bis heute jedenfalls – anschließen. Vor allem die damit verbunden Kosten, Prozeduren, Gerüche, Verpflichtungen, dann auch dabei zu bleiben,…
„Als man ihm sagt, dass alles in Ordnung ist – keine Auffälligkeiten, nichts Besorgniserregendes – für sein Alter tippttopp – , da empfindet er neben der Erleichterung eine insgeheime Enttäuschung. Er hat gehofft, man würde etwas finden. Und auch wenn es ihm kaum bewusst gewesen ist, hat ihm die Hoffnung darauf ein Gefühl von Wichtigkeit gegeben: Man würde etwas finden und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Eine Diät etwa. Sport. Drei Tabletten pro Tag. Maßnahmen, auf die er sich gefreut hat und…
„Teile mit anderen Deine Stärken, nicht Deine Schwächen.“ – Dann teile ich heute mal meine Sicht auf meine Spaziergang-Umgebung. Hoffe, der Trostlosigkeit da draußen, etwas entgegensetzen zu können.
Der Regen fällt. In den TropfentanzStarr ich hinaus, versunken ganzIn allerlei trübe Gedanken. Mir ist,Als hätt‘ es geregnet zu jeder Frist,Und alles, so lange ich denken kann,Trüb, grau und nass in einander rann,Als hätte es nie eine Sonne gegeben,Als wäre nur immer das ganze Leben,Die Jahre, die Tage, die Stunden all,Ein trüber, hastiger Tropfenfall. (Gustav Falke)
„Wenn die Sehnsucht größer als die Angst ist, wird Mut geboren. Ohne Sehnsucht machen wir uns nicht auf den Weg.“ (Rainer Maria Rilke)
Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten,dem Wege, den ich kaum begann, voran.So fasst uns das, was wir nicht fassen konnten,voller Erscheinung, aus der Ferne an— und wandelt uns, auch wenn wirs nicht erreichen,in jenes, das wir, kaum es ahnend, sind;ein Zeichen weht, erwidernd unserm Zeichen . . .Wir aber spüren nur den Gegenwind. (Rainer Maria Rilke)