aufgeschnappt
5. Jahreszeit
5. Jahreszeit
Hast du denn ganz die Rosen ausempfundenvergangnen Sommers? Fühle, überlege:das Ausgeruhte reiner Morgenstunden,den leichten Gang in spinnverwebte Wege?Stürz in dich nieder, rüttele, erregedie liebe Lust: sie ist in dich verschwunden. (Zeilen aus „Winterliche Stanzen“ v. Rainer Maria Rilke)
Frostbeule
Laß dichs getrösten: Frost und Harsch bereitendie Spannung künftiger Empfänglichkeiten. Und wenn du eins gewahrst, das dir entgangen,sei froh, es ganz von vorne anzufangen. (Zeilen aus „Winterliche Stanzen“ v. Rainer Maria Rilke)
Das sind die ersten Stollen dieses Jahres. Sie müssen noch ruhen und reifen, bevor sie – unserer Familientradition gemäß spätestens Hl. Abend bzw. am ersten Weihnachtstag – auf den Tisch kommen. Den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, überlasse ich aber meinen erwachsenen Kindern. Starre Familientraditionen sind nicht unbedingt unsers – wie man hier im „Pott“ sagt.
Angelpark
Wir sind die Treibenden. Aber den Schritt der Zeit, nehmt in als Kleinigkeit im immer Bleibenden. Alle das Eilende wird schon vorüber sein; denn das Verweilende erst weiht uns ein. Knaben o werft den Mut nicht in die Schnelligkeit, nicht in den Flugversuch. Alles ist ausgeruht. Dunkel und Helligkeit Blume und Buch. (Rainer Maria Rilke)
Selbstfreundschaft
Christoph Kreitmeir ist Franziskaner, Theologe, Sozialpädagoge, Logotherapeut und ausgebildet in klientenzentrierter Gesprächsführung und Wertimagination. Lange hat er als Seelsorger in vielen gesellschaftlichen Bereichen gearbeitet. Zur Zeit begleitet er Menschen als Klinikseelsorger in Ingolstadt. Aus seiner Arbeit, aber auch aus eigener Erfahrung erlebt er Menschen auf der Suche nach Seelenruhe und Seelenfrieden in einer immer hektischer werdenden Zeit, die von vielen so erlebt und oft auch als Krankmacher eingestuft wird. Mit seinem Buch „Der Seele eine Heimat geben“ will er spirituelle…
Kaminfeuergespräche