November

November

Alles will sich nun verhüllen und entfärben,
Nebeltage brüten Angst und Sorgen,
nach der Nacht voll Sturm klirrt Eis am Morgen,
Abschied weint, die Welt ist voll von Sterben.

Sterben lern auch du und dich ergeben,
Sterbenkönnen ist ein heiliges Wissen.
Sei bereit zum Tod – und hingerissen
Wirst du eingehn zu erhöhtem Leben!

(Hermann Hesse, 1921)

Gartenmöbel sind im Gartenhaus, Holz gestapelt, nur das Wasser muss noch abgestellt werden, doch im Moment pflanze ich noch (um). Heute habe ich  meinem Baum einen Fußwärmer aus in Jutesäcken verpacktem Laub verpasst, so dass Winterstürme nicht mehr die Möglichkeit haben, mit den herabgefallenen Blättern zu spielen und sie, wenn sie keine Lust mehr haben, auf dem Rasen liegen zu lassen. Der quittiert es nämlich mit gelben Stellen.  Anschließend reihenweise Tulpenzwiebeln eingepflanzt, dieses Mal in Töpfen, gut eingepackt, denn die Wühlmäuse hatten es im letzten Jahr auf die Tuplenzwiebeln abgesehen. Dieses Jahr gebe ich ihnen die Chance nicht, ich würde mich nämlich gerne im Frühling an kräftig rot blühenden Tulpen erfreuen können.
Nach getaner Arbeit, eine heiße Dusche gegen Muskelverspannungen, einen warmen Tee, Kerzen, ein flackerndes Feuer im Ofen und ein gutes Buch. Der nächste Ani-Krimi wartet.

Datum: 11. November 2009
Themengebiet: Alltägliches, Gedichte Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. Quer | Mittwoch, 11. November 2009 18:05
    1

    So fleissig und „vorsorglich“ wie du warst (was ich von mir heute nicht behaupten kann), hast du dir einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein und guter Lektüre mehr als verdient.

    Lass es dir gut gehen! Liebe Abendgrüsse,
    Brigitte

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