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Kategorie: Rezensionen

Hanns Zischler, Yumikos Paravent

Hanns Zischler, Yumikos Paravent

„Post für Sie, Madame!“ Mit einem folgenschweren Brief beginnt der Roman in Frankreich, wo Hanaka als Archivarin in einem ehemaligen Kloster arbeitet . Dort werden Nachlässe französischer SchriftstellerInnen und KünstlerInnen gesichtet und geordnet, in meist „euphorischer Resignation“ angesichts des Ausmaßes, welches die Leiterin als „wahres Papiergewitter“ bezeichnet. Der Brief ist von Yumiko, Mitarbeiterin und Mitinhaberin des Modeateliers ihrer Mutter Johanna in Kobe, Japan: „Nun liebe Hanaka, die schreckliche, die traurige Nachricht – Johanna, Deine Mutter, ist am 17. August nachmittags…

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Kat Menschik, mehr Essen essen

Kat Menschik, mehr Essen essen

„Mehr Essen essen“ ist eine Art Folgeband von „Essen essen“, 2019 erschienen, ebenfalls in der Reihe der Lieblingsbücher, einer eigenen Buchreihe der Illustratorin Kat Menschik. Es ist in allem Ausdruck ihrer Lebensfreude und Genussfähigkeit: Pippi Langstrumpfs Ausruf: „Es ist schön, am Leben zu sein.“ folgend, enthält dieses kleine Kochbuch „nur ein einziges Fleischgericht, wenige Fischgerichte“, aber „erstaunlich viele Suppen„. Also sehr passend für die nun folgende Herbst- und Winterzeit. Das Inhaltsverzeichnis lässt die Bandbreite der Rezepte ahnen, aber auch die…

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Frank Ostaseski, Die fünf Einladungen

Frank Ostaseski, Die fünf Einladungen

Jeder Mensch weiß, dass sein Leben begrenzt ist und irgendwann endet.Wie mit dieser unumstößlichen Wahrheit umgehen? Ignorieren, verdrängen oder sich ihr stellen und daraus Konsequenzen für das eigene Leben ziehen? Wir haben die Wahl. Frank Ostaseski lädt uns mit seinem Buch ein hinzuschauen, zu fühlen und darüber nachzudenken, „was wir vom Tod lernen können, um erfüllt Leben zu können.“Gespeist ist seine Darstellung durch jahrelange Hospizarbeit in einem Zen-Hospiz in Los Angeles und eigene Erfahrungen mit der Endlichkeit des Lebens durch…

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Julia Schoch, Das Liebespaar des Jahrhunderts

Julia Schoch, Das Liebespaar des Jahrhunderts

„Im Grunde ist es ganz einfach: Ich verlasse dich.Drei Wörter, die jeder Mensch begreift. Es genügen drei Wörter, und alles ist getan. Man muss sie bloß aussprechen. Ich bin erstaunt, dass es so einfach ist. Und noch etwas erstaunt mich. Der Satz ist genauso kurz wie der, den ich am Anfang unserer Geschichte gesagt habe. Am Anfang habe ich zu dir gesagt: Ich liebe dich.Drei Wörter am Anfang, drei Wörter am Ende. Wie es aussieht, lässt sich das Wichtigste im…

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Jaqueline Kornmüller, Die Frau im Schrank

Jaqueline Kornmüller, Die Frau im Schrank

Der Roman beginnt mit der Beschreibung einer Höhle, die den Besucher mit einer „ersehnten Kälte“ empfängt, ein ersehntes Entkommen aus der Hitze, deren Bild sich der Ich-Erzählerin einbrennt, „wie etwas, das für mich irgendwann mal von Bedeutung werden könnte.“ Und ja, die Höhle bekommt Bedeutung als eine Art von „Liebesnest“, das sie und Du aufnimmt, die sich allmählich einander näher kommen, jeder mit seiner Geschichte. Die Ich-Erzählerin ist sich nicht mehr sicher, wann genau sie ihn, den sie nur Du…

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Matthias Brandt, Nein Sagen

Matthias Brandt, Nein Sagen

Matthias Brandt wurde gefragt, ob er sich vorstellen könne, dieses Jahr eine Rede in der Gedenkstätte Plötzensee, zum Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler zu halten, „in Erinnerung an jene Menschen, die den Mut hatten, Nein zu sagen, als Nein zu sagen, lebensgefährlich war.“ Nach anfänglicher Skepsis und Zweifel daran, ob er für diese Aufgabe der Richtige sei, begann er sich näher mit dem Thema des Widerstandes zu beschäftigen, auch, weil er spürte, dass dies eine Gelegenheit sein könnte, „seinen…

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Franziska zu Reventlow, Ellen

Franziska zu Reventlow, Ellen

Franziska zu Reventlow, bekannt als „Schwabinger Gräfin“, erzählt in diesem autobiografischen Roman von ihrem beschwerlichen Weg aus der Enge der bürgerlichen und in ihrem speziellen Fall adligen Welt in ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit, das Frauen damals mit zum Teil gewaltsamen Mitteln verwehrt wurde. Frauen waren laut Kerstin Decker „kostbare Heiratsware. Und diese so unversehrt wie nur möglich zu halten, sie denkbar fügsam einem künftigen Mann zu übergeben, oblag den Müttern.“ Schon früh merkt Ellen, das biografische alter ego der…

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Irvin D. Yalom mit Benjamin Yalom, Die Stunde des Herzens

Irvin D. Yalom mit Benjamin Yalom, Die Stunde des Herzens

Irvin D. Yalom ist mittlerweile über 90 Jahre alt, schreibt immer noch und gab zur Zeit der Entstehung dieses Buches auch noch einstündige Konsultationen, da er aufgrund seines immer stärker nachlassenden Gedächtnisses keine Langzeittherapien mehr geben kann und will, sich dennoch aber zutraut, Hilfestellung geben zu können. Eine Arbeit, die ihm Zeit seines Lebens am Herzen liegt, mit der er noch nicht aufhören kann. Ist es doch auch für ihn eine Verbindung zur Welt, zu Menschen, zumal diese Möglichkeiten sich…

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Pim van Lommel, Endloses Bewusstsein

Pim van Lommel, Endloses Bewusstsein

Aufgrund eigener Erfahrungen als Kardiologe mit PatientInnen, die einen Herzstillstand hatten und minutenlang ohne Bewusstsein waren, und ihren Erzählungen, was sie in der Zeit ihrer Bewusstlosigkeit mitbekommen hatten, beginnt er sich für das Phänomen der Nahtoderfahrungen zu interessieren, hört aufmerksam seinen PatientInnen zu, ja fragt sogar explizit nach ihren Erfahrungen während ihrer Bewusstlosigkeit und trifft auf PatientInnen, die erleichtert darüber sind, dass ihnen jemand zuhört und an ihren für sich selbst ja kaum oder gar nicht zu erklärenden Erlebnissen interessiert…

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Robert Hunger-Bühler, Die Blume im Mund

Robert Hunger-Bühler, Die Blume im Mund

Nutzlos nutzlos lieg ich dain der Mittagssonne nutzloswie dieses Haiku Darüber dass alles eine Bedeutung haben müsse, sinniert der Autor am Schluss dieses Bandes. „Das Belanglose, Nichtige, Törichte lernten wir nicht. In dieser überlauten Welt wimmelnder Bedeutungsjunkies, … wünsche ich mir oft, die Sprache möge verstummen, austrocknen.“ Und fügt dann noch eine Art „Gebrauchsanweisung“ bei:„Das Haiku möchte zweimal gesprochen werden, und in der Wiederholung wie ein Echo verklingen und verschwinden.“ So angeleitet geht’s dann ans Lesen bzw. Sprechen. Die Haikus…

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