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Kategorie: Aufgelesen

Hegen und Pflegen

Hegen und Pflegen

Als meine Sorge zur Welt kam, hegte und pflegte ich sie mit zärtlicher Liebe. Wie alles Lebende wuchs sie, wurde stark und schön und war voll wunderbarer Freuden. Wir liebten einander, meine Sorge und ich, und liebten die Welt rings um uns. Denn meine Sorge war freundlich, und ich war freundlich zu ihr. Wenn wir miteinander sprachen, meine Sorge un dich, vergingen die Tage im Flug, und wundervolle Träume schmückten unsere Nächte. Denn miene Sorge hatte eine beredte Zunge, und…

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Schwarz-weiß

Schwarz-weiß

Ob das Bachmannsche „Sonnenschiff“ schon im Hafen bereitliegt, das weiß ich nicht. Doch dem “Lächeln der Lemuren“ (Ingeborg Bachmann) auf einer Gallionsfigur bin ich heute morgen schon begegnet.

Lesen – eine Form der Auferstehung

Lesen – eine Form der Auferstehung

In ihrem neuen Buch „Tage in Vitopia“ von Ulla Hahn habe ich eine interessante Verbindung von Lesen und Auferstehung gefunden. Zunächst verwundert sich der Ich-Erzähler, ein Eichhörnchen, über die Formulierung, die er aufgeschnappt hat: „Nicht mehr unter uns.“ Er reagiert mit Erstaunen und Verwunderung: „Tot? Kommt doch nur auf uns an, die Toten ins Leben zu locken. Ihnen die Hand ins Leben zu reichen. Ihnen unsere Augen, Hirn und Herz, unsere Sinne zu leihen.“ Und stellt eine Verbindung zwischen Lesen…

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Aufkleber

Aufkleber

Beim Anblick dieses mit Aufklebern bedeckten Fensters ist mir das Gedicht von Ingeborg Bachmann „Reklame“ eingefallen. Wohin aber gehen wirohne sorge sei ohne sorgewenn es dunkel und wenn es kalt wird … Durchblick war kaum noch möglich. Auch eine Möglichkeit, Wirklichkeit, Realität auszublenden.

Appetizer

Appetizer

„Maria malt“ von Kirstin Breitenfellner ist meine aktuelle Lektüre, gerade erst angefangen. Denn: Lesen geht fast immer, und in einer Rekonvaleszensphase ein geeignetes Mittel, mich noch zu schonen und mich nicht auf liegegebliebene (körperliche) Arbeiten zu stürzen. Im Prolog heißt es: „Ich habe eine Leidenschaft für die Philosophie, eine unglückliche Liebe zur Literatur, eine Lebensheirat mit der Malerei, eine Untauglichkeit für das Leben und eine Versäumnistodesstrafe für die Liebe.“ – Ich finde diese Sätze verheißungsvoll. Mal sehen, ob die Lektüre…

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Zur Ruhe kommen

Zur Ruhe kommen

„Ich komm zur Ruhe“ – das ist seit der Kulturhauptstadt 2010 auf einer Brücke der A40, „Ruhrschnellweg“ genannt, inzwischen eher eine Staustrecke, zumindest zu bestimmten Zeiten, zu lesen. Aufforderung für die einen, Affront sicher für andere – die mal wieder im Stau bzw. zähfließenden Verkehr stecken. Eigentlich soll diese Aufschrift auf eine Autobahnkirche sein, einen Hinweis drauf habe ich als Autofahrerin bisher aber noch nie gesehen und gelesen. Ob ich eher Glück hatten und so schnell fahren konnte, dass das…

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