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Kategorie: Fotos

Lebensmut

Lebensmut

Fröhlicher LebensmutBraust in dem raschen Blut;Sprudelnd und silberhellRauschet der Lebensquell.Doch eh‘ die Stunde flieht,Ehe der Geist verglüht,Schöpft aus der klaren FlutFröhlichen Lebensmut! … (Ludwig Rellstab)

Der Regenbogen

Der Regenbogen

Sonnengrün blinkt das GebüschUnd das Turmdach rot und frisch.Strahlen dingen, neu erweckte,Durch die blaue Regenschwärze,Wie wenn selig Lust mit SchmerzeOder Leid mit Lust sich neckte.Himmel, Herz und Erde ganzBaden sich im Irisglanz. (Karl Mayer)

Meine Eigentümlichkeit

Meine Eigentümlichkeit

Der Unterschied zwischen den meisten anderen Menschen und mir liegt darin,dass bei mir die “Zwischenwände” durchsichtig sind.Das ist meine Eigentümlichkeit.Bei anderen sind sie oft so dicht, dass sie nichts dahinter sehen und darum meinen,es sei auch nichts da.Ich nehme die Vorgänge des Hintergrundes einigermaßen wahr,und darum habe ich die innere Sicherheit.Wer nichts sieht,hat auch keine Sicherheit und kann keine Schlüsse ziehen,oder traut den eigenen Schlüssen nicht.Ich weiß nicht, was es ausgelöst hat,dass ich den Strom des Lebens wahrnehmen kann. (Carl…

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Tod im Leben

Tod im Leben

Sieh, so ist Tod im Leben. Beides läuftso durcheinander, wie in einem Teppichdie Fäden laufen; und daraus entstehtfür einen, der vorübergeht, ein Bild.Wenn jemand stirbt, das nicht allein ist Tod.Tod ist, wenn einer lebt und es nicht weiß.Tod ist, wenn einer gar nicht sterben kann.Vieles ist Tod; man kann es nicht begraben.In uns ist täglich Sterben und Geburt,und wir sind rücksichtslos wie die Natur,die über beidem dauert, trauerlosund ohne Anteil. Leid und Freude sindnur Farben für den Fremden, der uns…

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Seifen

Seifen

Seifen kenne ich in meinem bisherigen Leben nur zur äußeren Anwendung. Gestern flatterte mir – mal wieder – ungebetene Reklame ins Haus, fein an mich adressiert, so dass der Postbote sie zustellen muss, obwohl ich ein Schild am Briefkasten habe: keine Werbung. Ich dachte, ich sehe nicht richtig oder hätte mich verlesen. Eine Firma wirbt für „Adernseife“ – „Darmseife“ haben sie auch noch im Programm. Zunächst spielt man mit der Angst der Menschen vor einem Schlaganfall oder Herzinfarkt – beide…

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Die Sonnenblumen

Die Sonnenblumen

Ihr goldenen Sonnenblumen,Innig zum Sterben geneigt,Ihr demutsvollen SchwesternIn solcher StilleEndet Helians JahrGebirgiger Kühle. Da erbleicht von KüssenDie trunkne Stirn ihmInmitten jener goldenenBlumen der SchwermutBestimmt den GeistDie schweigende Finsternis. (Georg Trakl)

Die Scharen von mächtigen Raben

Die Scharen von mächtigen Raben

Es fliegen im Abend tief über die ÄhrenDie Scharen von mächtigen Raben,Wie Geheimnisse lautlos, die sich begraben,Wie Gedanken, die sich im Zwielicht mehren. Und es hängen die Ähren zum Straßengraben,Als ob sie Sehnsucht nach Menschen haben.Es steht noch ein Mäher im Klee, im dunkeln;Du hörst nicht die Sense, du siehst nur ein Funkeln. Es huscht noch ein Vogel schnell in die Hecke,Die Feldwege schlängeln sich hinter Verstecke,Die Raben kreisen und machen Runden,Tauchen unter und sind in der Erde verschwunden. (Max…

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