Vanitas – oder die Schönheit des Vergänglichen
Heute: ohne Worte, einfach anschauen und wirken lassen.
Heute: ohne Worte, einfach anschauen und wirken lassen.
„Meine Trauer wird nicht enden, aber sie wird sich weiter verändern.“ , eine Erkenntnis, die Siri Hustvedt sicher mit anderen Trauernden teilt. Aber dieses Erinnerungsbuch zeigt auch auf berührende Art und Weise, wie sie als Schriftstellerin – natürlich schreibend – mit ihrer Trauer umgeht, die sie anfallartig überwältigt, „wenn ein Anblick oder Geräusch mich anspringt und verletzt.“ „Unsere Ehe war ein Dialog, dessen genauer Wortlaut in Vergessenheit geraten ist. Ich bin froh, dass ich seine kleinen Zettel an mich aufgehoben…
Hinaus an den Strand will ich gehen, Wenn keiner wacht Das wilde Meer zu sehen Und die heilige Nacht. Und wieder faßt mich das alte Weh – Am Strand tanzt ein Boot. Das lockt mich hinaus in die tosende See, Fort, fort für immer von Haß und Not, In die See, in die Nacht, in das Glück, in den Tod. Ich löse das Tau Und die Freiheit lacht Hinter Nebel und Grau. Und ich fahre jubelnd hinaus in die Nacht,…
„Sie war nicht die Tochter, die ihre Mutter sich wünschte, und würde es auch nie sein. Sie schaffte es nicht, einen Mann an sich zu binden, sie würde keine Kinder haben, keine Familie, und sie hatte keinen Beruf. Sie war nichts, nichts als eine Enttäuschung.“ Doch später macht sie das, was sie immer schon umgetrieben hat, zu ihrem Beruf. Sie begibt sich auf „eine Forschungsreise in ihr Inneres und zerlegt das, was ihr stets als Unglück den Blick versperrte, in…
Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du dich entscheidest,du selbst zu sein. (Coco Chanel)
Birgit Birnbacher erzählt in diesem Roman von der alleinerziehenden Ann und ihrem Sohn Oz, ausgestattet mit der Diagnose ADHS. Beiden fällt es in in ihrer als „normal“ geltenden Umgebung schwer, klar zu kommen mit sich und den anderen. Eingebettet ist dieser Roman in eine Rahmenhandlung über ein Ereignis, das Oz in der Schule hatte. Es überschattet die freudige Nachricht über seinen erreichten Notendurchschnitt , da er von seiner Lehrerin einen Brief für seine Mutter mitbekommen hat. Oz wünscht sich eine…
Ich sehe hinter dem Grau heute Blau, Und ich bin milder gewordenIch bin nicht mehr der junge Radau Und wehe nicht mehr aus Norden. Es kommen die Jüngsten auch mal dahin, Wenn sie streng Zauderndes wagen Und fragen nach jedem »Wie ist …?« dann: »Wie bin …?« Und werden still Danke sagen. (Joachim Ringelnatz)
Daß wir erschraken, da du starbst, nein, daß dein starker Tod uns dunkel unterbrach, das Bisdahin abreißend vom Seither: das geht uns an; das einzuordnen wird die Arbeit sein, die wir mit allem tun. (Rainer Maria Rilke, Aus dem Requiem für Paula Modersohn-Becker, geschrieben in Paris, 31. Oktober bis 2. November 1908 ) Zehn Jahre ist es nun her, dass meine Mutter gestorben ist. An dem Abend saß ich im Dortmunder Konzerthaus und hörte Mozarts Requiem. Ich habe in der…
Es ist heilsam, sich mit farbigen Dingen zu umgeben. Was das Auge freut, erfrischt den Geist, und was den Geist erfrischt, erfrischt den Körper. (Prentice Mulford) An dunklen Tagen trage ich einfach meine buntesten Klamotten.(Cyndi Lauper)
Einsamkeit Einsamkeit, ernsthafte Frau, Tratest einst still in mein Zimmer, Ach, und ich wollte dich nimmer, Grüßte dich finster und rauh. Nicktest nur milde dazu, Ließest dich doch nicht verjagen, Mußte dich eben ertragen, Sangest mich heimlich zur Ruh. Sieh, und nun weiß ich genau: Wolltest du heut von mir scheiden, Würde ich tief darunter leiden, Einsamkeit, ernsthafte Frau. (Anna Ritter)