Ist das ein Sterben? …

Ist das ein Sterben? …

Ist das ein Sterben? Menschen regenSich munter auf dem Ackerland;Hier führt der eine heim den Segen,Dort streut das Korn des andern Hand. Mich dünkt, ich seh’ erst jetzt das LebenSo voll gestillt wie hoffnungsreich:Was kann es Schöneres denn geben,Als ernten und auch sä’n zugleich? (Stephan Milow)

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Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat. (Ambrose Gwinnett Bierce)

Monika Maron, Das Haus

Monika Maron, Das Haus

In „Das Haus verlassen“ ging es um die Verkaufsbemühungen einer Hausbesitzerin, der im Verlauf der damit verbundenen Besichtigungen ihre enge Verbindung zu diesem Haus deutlich wird. In Monika Marons Roman „Das Haus“ geht es um ein ehemaliges Landgut, das von den Dorfbewohnern nur das Schloss genannt wird, das Katharina, eine ehemalige Tierärztin, von einem Freund geerbt hat. Er hat ihr das Haus vererbt, weil er keine eigenen Nachkommen hatte. Für sie allein ist das Haus ist mit seinen zehn oder…

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Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit

Wenn ich in den KnabenjahrenAbends hinsank auf mein Bette,O wie war die Rast mir lieblich!Schon nach wenig AtemzügenLösten sich von selbst die Wimpern,Und des Schlafes Wellen spültenUm die Brust mir leicht und linde,Und der Traum mit ElfenhändenNahm mir von der jungen SeeleAllen kleinen Harm des Tages. Aber jetzt wie ward es anders!Such‘ ich mitternachts mein LagerMit herabgebrannter Kerze,Bleibt der süße Schlaf mir ferne;Denn die Sehnsucht ruckt am Kissen,Und es lasten die GedankenAuf mir wie ein böser Alpdruck,Und mit Rabenflügeln schwirrenUm…

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Annie Ernaux, Eine Leidenschaft

Annie Ernaux, Eine Leidenschaft

„Ich habe herausgefunden, wozu man fähig ist – zu allem nämlich.“ Muss man für diese Erkenntnis der Protagonistin das Buch lesen? Sicher nicht.Muss man „Eine Leidenschaft“ überhaupt lesen? Auch nicht. Dennoch ist es eine unterhaltsame Lektüre, die einem nicht allzuviel abverlangt, mit der sich aber sicher interessanter unvermeidbare längere Wartezeiten ausfüllen lassen als mit den oft ausliegenden Zeitschriften, die meist eh bereits ziemlich veraltet sind. „Ab September letzten Jahres tat ich nichts anderes mehr, als auf einen Mann zu warten.“…

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Montserrat Roig, Die Frauen vom Café Núria

Montserrat Roig, Die Frauen vom Café Núria

Der erste Teil dieser Trilogie ist ein Roman über drei Generationen von Frauen im Barcelona Ende des 19. Jahrhunderts, während des spanischen Bürgerkrieges in den Dreißigern des 20. Jahrhunderts sowie in den Sechzigern zur Zeit des Francoregimes. Alle drei Frauen – Großmutter, Tochter und Enkelin – tragen denselben Namen Mundeta, was ein konzentriertes, aufmerksames Lesen erfordert, da die Übergänge nicht immer sofort erkennbar sind. Denn der Roman wird nicht linear und chronologisch erzählt. Ab und an helfen Jahreszahlen, sich zu…

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Stelldichein im Garten

Stelldichein im Garten

Bunt- und Grünspechtediverse MeisenFasaneBachstelzenAmselnKrähenRotkehlchenab und an ein KleiberScharen von SpatzenTaubenBienen, Wespen, Hummelnseit gestern ein WieselLeider – ab und an – auch eine Ratte Sie alle goutieren das Wasser, das über einen Mahlstein sprudelt. Sie trinken, baden, kühlen sich ab. Leider reicht die Handykamera nicht um entspechende Bilder zu machen. Näher rangehen ist – verständlicherweise – keine Alternative. Dann ist der Stein wie leergefegt, wie das Foto zeigt. 

Aussicht

Aussicht

Der offne Tag ist Menschen hell mit Bildern,Wenn sich das Grün aus ebner Ferne zeiget,Noch eh des Abends Licht zur Dämmerung sich neiget,Und Schimmer sanft den Klang des Tages mildern.Oft scheint die Innerheit der Welt umwölkt, verschlossen,Des Menschen Sinn von Zweifeln voll, verdrossen,Die prächtige Natur erheitert seine TageUnd ferne steht des Zweifels dunkle Frage. (Friedrich Hölderlin)

Am Strande

Am Strande

Vorüber die Flut.Noch braust es fern.Wild Wasser und obenStern an Stern. Wer sah es wohl,O selig Land,Wie dich die WelleÜberwand. Noch braust es fern.Der Nachtwind bringtErinnerung und eine WelleVerlief im Sand. (Rainer Maria Rilke)