Kakteen

Kakteen

Sie stehen jahrelang im Topf aus Ton,Verstockte in sich, selbstverliebte Käuze,In einer rätselhaft verbißnen FronDer Form: sind Kugel, Kegel, Kreuze, Sie gleichen Birnen, mißgebornen Köpfen,Sind Stein-Gespenster, Schlange, Hand:Verfeindet so dem Außen, daß in SchöpfenStacheln aufstehn um sie wie eine Wand, Dahinter sie verharrn, anarchisch, kündend,Prophet und Gott, ihr selbstbeseßnes Ich,Bis sie auf einmal stumm, in Blumen mündend,Sich ganz verschweigen, opfern, löschen sich. (Maria Luise Weissmann)

Vergangenheit

Vergangenheit

(Blick in meine Papiertonne) Ob wir’s erlitten, ob verschuldet Vergangnes ist nicht abgetan. Ob losgekämpft und ungeduldet, Es folgt im Stillen unsrer Bahn. Dem Überraschten naht es leise, Heut mit verklärender Gewalt, Und morgen tritt’s in unsre Kreise Verkehrt zu wilder Mißgestalt. (Otto Roquette) Manchmal ist „Schreddern“ eine Möglichkeit, sich von einem Teil der Vergangenheit zu verabschieden, immer dann, wenn die Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren vorbei ist. Manches, kloppt man fröhlich „in die Tonne“, da fällt der Abschied leicht. Anderes…

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Schnürsenkel

Schnürsenkel

Schnürsenkel können einen Unterschied machen. Lange Zeit hatte ich keine Lust, die Schnürsenkel, die ich beim Kauf dieser Boots dazubekommen habe, zu wechseln. Ich dachte, es sei mir zu umständlich. Beim ersten Wechsel habe ich gemerkt, das ist überhaupt nicht der Fall. Also kombiniere ich: Grau mit Blau, mit einen leichten Grün. Eine Kombi mit Braun und Gelb ist auch möglich. Natürlich auch die Ton-in-Ton- Variante. Es macht Spaß, gute Laune und entspricht meinem Gefühl von Ästhetik. Auf der Suche…

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Leise sagen

Leise sagen

Du nahmst dir alle SterneÜber meinem Herzen. Meine Gedanken kräuseln sichIch muß tanzen. Immer tust du das, was mich aufschauen läßt,Mein Leben zu müden. Ich kann den Abend nicht mehrÜber die Hecken tragen. Im Spiegel der BächeFinde ich mein Bild nicht mehr. Dem Erzengel hast duDie schwebenden Augen gestohlen. Aber ich nasche vom SeimIhrer Bläue. Mein Herz geht langsam unterIch weiß nicht wo – Vielleicht in deiner Hand.Überall greift sie an mein Gewebe. (Else Lasker-Schüler)

Frank Ostaseski, Die fünf Einladungen

Frank Ostaseski, Die fünf Einladungen

Jeder Mensch weiß, dass sein Leben begrenzt ist und irgendwann endet.Wie mit dieser unumstößlichen Wahrheit umgehen? Ignorieren, verdrängen oder sich ihr stellen und daraus Konsequenzen für das eigene Leben ziehen? Wir haben die Wahl. Frank Ostaseski lädt uns mit seinem Buch ein hinzuschauen, zu fühlen und darüber nachzudenken, „was wir vom Tod lernen können, um erfüllt Leben zu können.“Gespeist ist seine Darstellung durch jahrelange Hospizarbeit in einem Zen-Hospiz in Los Angeles und eigene Erfahrungen mit der Endlichkeit des Lebens durch…

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Die Sonnenblume

Die Sonnenblume

Die Sonnenblume möchte dich begrüßen, dieweil sie sich so gern zur Sonne wendet. Nur steht zur Zeit sie noch zurückgewiesen; doch du erscheinst und sie ist gleich vollendet. (Johann Wolfgang Goethe)

Staunen

Staunen

Was nicht leicht entstellt ist, entgeht der Wahrnehmung; woraus folgt, daß die Unregelmäßigkeit, das heißt das Unerwartete, die Überraschung, das Erstaunen ein wesentlicher und charakteristischer Teil der Schönheit ist. (Charles Baudelaire)