Weiße Wolken
Weiße Wolken werden wandern,wenn ich lange nicht mehr bin;träumt ein Hügel unter andern,und sie ziehen oben hin. (Gustav Falke, dritte Strophe seines gleichnamigen Gedichts)
Weiße Wolken werden wandern,wenn ich lange nicht mehr bin;träumt ein Hügel unter andern,und sie ziehen oben hin. (Gustav Falke, dritte Strophe seines gleichnamigen Gedichts)
Dass Kinder ihren Eltern per se verpflichtet sind, ist eine immer noch weit verbreitete Ansicht, wie auch Eltern oft glauben, für ihre bereits erwachsenen Kinder noch zuständig zu sein und vieles besser zu wissen bzw. das Beste für ihre Kinder zu wollen und auch erreichen zu können. Dieses tradierte Denken nimmt die Philosophin Barbara Bleisch in ihrem Buch „Warum wir unseren Eltern nichts schulden“ unter die Lupe. Ihre Intention macht sie in ihrer Einleitung mit einem Russell-Zitat deutlich: „Die Philosophie…
Ich sehe hinter dem Grau heute Blau,Und ich bin milder geworden. Ich bin nicht mehr der junge Radau Und wehe nicht mehr aus Norden. Es kommen die Jüngsten auch mal dahin, Wenn sie streng Zauderndes wagen Und fragen nach jedem »Wie ist …?« dann: »Wie bin …?« Und werden still Danke sagen. (Joachim Ringelnatz)
Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erforschen, sondern darin, Altes mit neuen Augen zu sehen! (Marcel Proust)
Das ist’s, was mich hier so entzückt:Diese unbedingte Weite,dieser Horizont in Tief‘ und Breiteverschwenderisch hinausgerückt. (Christian Morgenstern)
Muscheln, Muscheln, blank und bunt, findet man als Kind. Muscheln, Muscheln, schlank und rund, darin rauscht der Wind. Darin singt das große Meer in Museen sieht man sie glimmern, auch in alten Hafenkneipen und in Kinderzimmern. Muscheln, Muscheln, rund und schlank, horch, was singt der Wind: Muscheln, Muscheln, bunt und blank, fand man einst als Kind! (Wolfgang Borchert)
Am Rosenmontag liegen zwei,die kalten Hände noch verschlungen –das Leben strömte rauh vorbei,die beiden haben′s nicht bezwungen. Als überwunden grüssen sieden Sieger, dem das Glück begegnet –im Tod verbunden, segnen sieall jene, die das Leben segnet. (Otto Erich Hartleben)
„Sie faule, verbummelte Schlampe!“sagte der Spiegel zur Lampe.„Sie altes, schmieriges Scherbenstück!“gab die Lampe dem Spiegel zurück.Der Spiegel in seiner Erbitterungbekam einen ganz gewaltigen Sprung.Der zornigen Lampe verging die Puste:Sie fauchte, rauchte, schwelte und ruste.Das Stubenmädchen ließ beide in Ruheund doch – man schob ihr die Schuld in die Schuhe. (Joachim Ringelnatz) (Gut, dass kein Spiegel in ihrer Nähe ist!)
„Vornehm geht die Welt zugrunde.“ In meiner Kindheit und Jugend habe ich diesen Satz des Öfteren gehört. An ihn musste ich während und nach der Lektüre dieses Romans von Molly Kane immer mal wieder denken. Dieser Roman, den Molly Kane 1981 zum ersten Mal unter ihrem bürgerlichen Namen und nicht wie sonst unter einem Pseudonym veröffentlichte – da war sie schon 77 Jahre alt -, ist ein Abgesang auf die irische Familie St. Charles, die auf Temple Alice residiert, schon…
Es war eine gelbe Zitrone Die lag unter einer Kanone,Und deshalb bildete sie sich ein,Eine Kanonenkugel zu sein.Der Kanonier im ersten Glied,Der merkte aber den Unterschied.– – – – – – – – – – – – – – – – – –Bemerkt sei noch zu diesem Lied,Ein Unterschied ist kein Oberschied. (Joachim Ringelnatz)