Lebensgenuss

Lebensgenuss

(Ein Hauch von „dolce vita“ in der Recklinghäuser Altstadt) »Wie man nur so leben mag? Du machst dir gar keinen guten Tag!« Ein guter Abend kommt heran, Wenn ich den ganzen Tag getan. Wenn man mich da- und dorthin zerrt Und wo ich nichts vermag, Bin von mir selbst nur abgesperrt, Da hab ich keinen Tag. Tut sich nun auf, was man bedarf Und was ich wohl vermag, Da greif ich ein, es geht so scharf, Da hab ich meinen…

Weiterlesen Weiterlesen

Tanzen

Tanzen

Der Tanz ist ein Gedicht, von dem jede Bewegung ein Wort ist.(Mata Hari) The fastest way to still the mind is to move the body.(Gabrielle Roth)

Der Auferstandene

Der Auferstandene

Er vermochte niemals bis zuletzt ihr zu weigern oder abzuneinen, dass sie ihrer Liebe sich berühme; und sie sank ans Kreuz in dem Kostüme eines Schmerzes, welches ganz besetzt war mit ihrer Liebe größten Steinen.  Aber da sie dann, um ihn zu salben, an das Grab kam, Tränen im Gesicht, war er auferstanden ihrethalben, dass er seliger ihr sage: Nicht –  Sie begriff es erst in ihrer Höhle, wie er ihr, gestärkt durch seinen Tod, endlich das Erleichternde der Öle und des Rührens Vorgefühl verbot,  um aus ihr die Liebende zu…

Weiterlesen Weiterlesen

Grüne Wiese

Grüne Wiese

Es färbte sich die Wiese grünUnd um die Hecken sah ich blühn,Tagtäglich sah ich neue Kräuter,Mild war die Luft, der Himmel heiter.Ich wusste nicht, wie mir geschah,Und wie das wurde, was ich sah. Und immer dunkler ward der WaldAuch bunter Sänger Aufenthalt,Es drang mir bald auf allen WegenIhr Klang in süßen Duft entgegen.Ich wusste nicht, wie mir geschah,Und wie das wurde, was ich sah. Es quoll und trieb nun überallMit Leben, Farben, Duft und Schall,Sie schienen gern sich zu vereinen,Dass…

Weiterlesen Weiterlesen

Siri Hustvedt, Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerungen

Siri Hustvedt, Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerungen

„Meine Trauer wird nicht enden, aber sie wird sich weiter verändern.“ , eine Erkenntnis, die Siri Hustvedt sicher mit anderen Trauernden teilt. Aber dieses Erinnerungsbuch zeigt auch auf berührende Art und Weise, wie sie als Schriftstellerin – natürlich schreibend – mit ihrer Trauer umgeht, die sie anfallartig überwältigt, „wenn ein Anblick oder Geräusch mich anspringt und verletzt.“ „Unsere Ehe war ein Dialog, dessen genauer Wortlaut in Vergessenheit geraten ist. Ich bin froh, dass ich seine kleinen Zettel an mich aufgehoben…

Weiterlesen Weiterlesen

Hinaus an den Strand

Hinaus an den Strand

Hinaus an den Strand will ich gehen, Wenn keiner wacht Das wilde Meer zu sehen Und die heilige Nacht. Und wieder faßt mich das alte Weh – Am Strand tanzt ein Boot. Das lockt mich hinaus in die tosende See, Fort, fort für immer von Haß und Not, In die See, in die Nacht, in das Glück, in den Tod. Ich löse das Tau Und die Freiheit lacht Hinter Nebel und Grau. Und ich fahre jubelnd hinaus in die Nacht,…

Weiterlesen Weiterlesen

Ulrike Edschmid, Die letzte Patientin

Ulrike Edschmid, Die letzte Patientin

„Sie war nicht die Tochter, die ihre Mutter sich wünschte, und würde es auch nie sein. Sie schaffte es nicht, einen Mann an sich zu binden, sie würde keine Kinder haben, keine Familie, und sie hatte keinen Beruf. Sie war nichts, nichts als eine Enttäuschung.“ Doch später macht sie das, was sie immer schon umgetrieben hat, zu ihrem Beruf. Sie begibt sich auf „eine Forschungsreise in ihr Inneres und zerlegt das, was ihr stets als Unglück den Blick versperrte, in…

Weiterlesen Weiterlesen