stiller Applaus?

Applaus als „größter Lohn“ des Künstlers?
Wenn ich manchmal das unmittelbar nach einem Konzert einsetzende Applaudieren, verbunden mit lautstarken Bravorufen – manchmal ist es sogar ein Brüllen – die heute üblichen standing ovations, das Trampeln mit den Füßen erlebe, dann frage ich mich manchmal, ob die Zuhörer damit nicht die Berührung mit der Musik vermeiden wollen.

Das Lauschen, bis der letzte Ton verklungen ist, Raum für die Wirkung der Musik, all das ist – für mich manchmal – nur schwer möglich.

Ich halte es da mit Horowitz:

„Es ist die Stille, die zählt, nicht der Applaus. Jeder kann Applaus haben. Aber die Stille, vor und während des Spiels – das ist das Größte.“

Datum: 22. Juli 2013
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Ein Kommentar

  1. Quer | Montag, 22. Juli 2013 7:05
    1

    Ja, die räumliche Stille – vielleicht halten ganz viele sie in der heutigen hektischen Zeit nur schwer aus.

    Dir eine schöne Woche mit feinen, stillen Momenten!

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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