Samstag, 26. September 2009 | Kategorie: Aufgelesen | Kommentare (0)

Wahlplakate pflastern ganze Straßenzüge zu. Manchmal frage ich mich, ob wirklich Masse statt Klasse zählt. Je länge die Plakate hängen, desto mehr entdecken manche ihre "kreativen" Malkünste. Blöd und einfallslos finde ich Plakate, auf denen einfach nur Zähne geschwärzt, diverse Bärte aufgemalt sind. Immer mehr Politikerkonterfeis aller Parteien weisen mittlerweile kleine roten Clownnasen auf. Hatte ich irgendwo schon gesehen: hier weiterlesen...


Freitag, 25. September 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (4)

Und wieder ein erster Eindruck. Die ersten Sätze gefällig? "Mein kleines Werk soll eine Lücke füllen. Als ausübender Armer bin ich schon lange auf der Suche nach einem Handbuch, einer Art Gebrauchsanweisung für die Armen, nach einem Wegweiser, wie man diesen Zustand mit Würde und ohne besondere Erschütterung des Nervensystems ertragen kann, einem Ratgeber für Menschen mit geringem Einkommen in kritischen Lebenslagen." (aus: Sándor Márai, Schule der Armen, Ein Leitfaden für Menschen mit geringem Einkommen, S. 7) weiterlesen...


Freitag, 25. September 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Zitate | Kommentare (2)

" 'Kommen Sie herein, Herr Doktor. Ja, hier sind Sie richtig. Ja, ich habe Sie angerufen, mein Mann hatte einen Unfall. Ja, ich glaube, es ist ein schlimmer Unfall, ein sehr schlimmer sogar. ... Dort liegt er, neben dem Bett, auf dem Teppich. In seinem Schädel steckt eine Axt. Wollen Sie ihn untersuchen? Ja, untersuchen Sie ihn ruhig. Das ist wirklich ein dummer Unfall, nicht wahr? Er ist im Schlaf aus dem Bett gerollt und auf die Axt gefallen.' " (aus: Agota Kristof, Irgendwo, Nouvelles, S. 7) Wer wollte da nicht weiterlesen und wissen, wie die mit "Die Axt" titulierte Nouvelle ausgeht? weiterlesen...


Mittwoch, 23. September 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Zitate | Kommentare (0)

"Gewissenlosigkeit ist nicht Mangel des Gewissens, sondern der Hang, sich an dessen Urteil nicht zu kehren." (Immanuel Kant) Doch wie viele nehmen nicht einmal das Urteil des Gewissens wahr? weiterlesen...


Dienstag, 22. September 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (0)

"Das Starksein bedingt übrigens noch ein anderes Problem: Weil ich diesen Anschein erwecke, meint mein Umfeld offenbar, es müsste genauso stark sein oder dürfte mir seine Traurigkeit oder Betroffenheit nicht zeigen. Vielleicht haben die  mir nahestehenden Menschen Angst, dass mich ihre Schwäche aus der Bahn wirft oder meiner Stärke für immer beraubt. Ich dagegen würde mir manchmal wünschen, gemeinsame schwache Momente haben zu dürfen. Es ist wichtig, Menschen um sich zu haben, die einem Mut  und Kraft geben zu kämpfen, mit denen man aber auch weinen kann und bei denen man mal schwach sein darf. Oft vermisse ich beides ein  ...weiterlesen...


Dienstag, 22. September 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Krabbeltische im Ausverkauf kenne ich - Bücherkrabbeltische eher weniger - jedenfalls in der heute vorgefundenen Form. Noch mehr Bücher? - Muss nicht sein, aber: Bei den Preisen! Schaun'mer mal: Suche ich - oder finde ich? Egal! Habe einiges mit nach Hause genommen. Hier ein Auszug aus einem der Fundstücke! (Weitere folgen) Frühe Im Osten graut's, der Nebel fällt, Wer weiß, wie bald sich's rühret! Doch schwer im Schlaf noch ruht die Welt, Von Allem nichts verspüret. Nur eine frühe Lerche steigt, Es hat ihr was geträumet Vom Lichte, wenn noch Alles schweigt, Das kaum die Höhen säumet. Joseph von Eichendorff, Die schönsten Gedichte, München, 2007, 190 S. ISBN 978-3-492-25069-6 weiterlesen...


Sonntag, 20. September 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

"Schweigen ist ein Argument, das schwer zu widerlegen ist." (Heinrich Böll) Ist das der Grund, weshalb Männer in Auseinandersetzungen und Konfliktisituationen so oft schweigen? Haben sie keine unwiderlegbare Argumente? weiterlesen...


Sonntag, 20. September 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Im Reich der Interpunktionen Im Reich der Interpunktionen nicht fürder goldner Friede prunkt: Die Semikolons werden Drohnen genannt von Beistrich und von Punkt. Es bildet sich zu selben Stund ein Antisemikolonbund. Die einzigen, die stumm entweichen (wie immer), sind die Fragezeichen. Die Semikolon, die sehr jammern, umstellt man mit geschwungnen Klammern und setzt die so gefangnen Wesen noch obendrein in Paranthesen. Das Minuszeichen naht, und - schwapp! da zieht es sie vom Leben ab. Kopfschüttelnd blicken auf die Leichen die heimgekehrten Fragezeichen. Doch wehe! neuer Kampf sich schürzt: Gedankenstrich auf Komma stürzt - und fährt ihm scheidend durch den Hals; bis dieser gleich - und ebenfalls (wie jener mörderisch bezweckt) als Strichpunkt das Gefild bedeckt! ... Stumm trägt man auf den Totengarten die Semikonons ...weiterlesen...


Freitag, 18. September 2009 | Kategorie: Alltägliches, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

Zur Zeit bin ich als Ameise unterwegs, sorge für Kaminholz, Vorräte für den Winter: Mehl, Honig, Marmelade, Äpfel, Birnen, aber auch für  blühende Tulpen im Frühling. Bei all dem Fleiß bin ich auf der Suche nach einer Grille, die mich bei meinen Bemühungen musikalisch unterstützt. Doch Grillen habe ich weder gehört, noch gesehen. Ob die sich in Nachbar's Garten aufhalten? Vielleicht sind die Vorräte dort üppiger? Zur Not, warte ich auf die Maulwürfe, die sich später einfinden, vielleicht lädt mich einer ein. Doch: Was habe ich zu bieten? Der Janosch Mauwurf scheint trotz seiner Blindheit Vorräte genug zu haben und wartet auf passende ...weiterlesen...


Montag, 14. September 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

Die Vorschau im Kino lässt auf einen literarischen Kinoherbst schließen. Gerade angelaufen ist die Verfilung "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult. Angekündigt sind: "Die Frau des Zeitsreisenden" von Audrey Niffenegger (Kinostart am 17. September), "Die Verblendung" von Stig Larsson (Kinostart am 1.Oktober) und "Die Päpstin" von Donna Wollfort Cross (Kinostart am 29.Oktober). Ich werde höchstens in die Filme gehen, deren zugrundeliegenden Roman ich noch nicht gelesen habe. Denn mein Kino im Kopf finde ich meist besser, auf jeden Fall anders als das, was ich mir im Kino ansehen kann. Wer sich über den Inhalt der beiden anderen Romane informieren will, kann meine ...weiterlesen...