Mittwoch, 25. Februar 2009 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges | Kommentare (4)

Fastenzeit - Verzicht auf etwas Gewohntes oder der Beginn von etwas Neuem? Als Kinder war Fastenzeit der (erzwungene) Verzicht auf Süßigkeiten. Warum das sinnvoll sein sollte, weiß ich nicht (mehr). Im besten Fall verhinderte das Durchhalten den späteren Absturz in die Hölle, in der man als Kind per se schon immer mit einem Bein stand. Die Fastenzeit als eine Zeitspanne, in der man seine Gewohnheiten, seine Lebensstrategien überdenken und korrigieren, vielleicht auch erst einmal registrieren und auf ihre (Alltags-)Tauglichkeit überprüfen kann, um sie dann gegen neue, sinnvollere einzutauschen, das wäre bedenkenswert, wäre es doch eine Möglichkeit des Wandels, der Entwicklung. So könnte Fastenzeit ...weiterlesen...


Dienstag, 24. Februar 2009 | Kategorie: Alltägliches, Aufgeschnappt, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges | Kommentare (5)

Früher hatte ich in jeder Stadt einen "Doppelgänger". Immer wieder haben mich Menschen darauf angesprochen, dass sie mich doch von irgendwoher kennen. War manchmal nahe daran zu glauben, ich hätte einfach nur ein Allterweltsgesicht. Oft war's vielleicht auch nur der blöde Versuch, ins Gespräch zu kommen. Doch hier im Ruhrgebiet gibt's Namensvetterinnen. Wo ich hinkomme, war eine von ihnen schon da oder hat (ab-)kassiert! Einmal habe ich in Münster die Reisekostenerstattung für eine Fortbildung angemahnt. Man antwortete, ich hätte das Geld doch bereits bekommen. Nachforschungen auf meinem Konto brachten aber nichts zum Vorschein. Nach mehrmaligem Nachfragen stellte sich heraus, dass eine ...weiterlesen...


Sonntag, 22. Februar 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (1)

Ungeliebte Arbeit, ein ungeliebtes Arbeitsverhältnis vergleicht jemand in dem äußerst interessanten Dokumentarfilm "Sollbruchstelle" von Eva Stotz, ausgestrahlt heute abend auf 3 Sat, mit einer Liebesbeziehung, in der man aus Angst bleibt, obwohl man weiß, dass es keinen Zweck mehr hat - aus Angst vor dem Alleinsein bzw. vor der Arbeitslosigkeit. Die "Wärme der vertrauten Scheiße" ist eben besser - weil bekannt - als der Fall ins Unbekannte, Bodenlose. Aber: Welchen Stellenwert hat Arbeit? Welchen Preis bin ich bereit, für einen Arbeitsplatz zu zahlen? Wo hört  Selbstachtung auf, wo beginnt Selbstaufgabe? Der Film lässt den Zuschauer mit mehr Fragen als Antworten zurück und ...weiterlesen...


Sonntag, 22. Februar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

"Die souveräne Leserin" ist eine kurzweilige Lektüre über die Queen, die im hohen Alter das Lesen für sich entdeckt, sehr zum Unbehagen ihres Hofstaates, des Premierministers, da die Queen es mit ihren offiziellen Auftritten, ihrer Kleidung etc. nicht mehr so genau nimmt. Bücher sind ihr wichtiger geworden als die seichte Konverstation bei offiziellen Anlässen. Stets darauf bedacht, ein Buch dabei zu haben, kümmert sie sich nicht um die Einhaltung des Protokolls und schickt jemanden los, das liegengelassene Buch zu holen, das sie während ihrer Fahrt lesen will, nebenbei ihren Untertanen zuwinkend. Mit Humor, Ironie und Witz  begleitet man als Leser die ...weiterlesen...


Sonntag, 22. Februar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (2)

"Sie hatte immer alle auf Trab gehalten, und das Alter hatte sie nicht nachsichtiger gemacht; das Lesen wohl. Sie ließ die Familienmitglieder in Frieden, wies sie kaum noch zurecht, und alle waren entspannter." (Alan Bennett, Die souveräne Leserin, S. 45, Rezension folgt!) weiterlesen...


Samstag, 21. Februar 2009 | Kategorie: Aufgeschnappt, Worte | Kommentare (0)

Nein, vor den Latz gehauen hat man mir nicht, man hat ihm beim Zahnarzt nur zurechtgerückt. Die Redewendung ergibt sich offensichtlich aus einem früher weit verbreiteten Kleidungs(ergänzungs)stück, das mit Knöpfen, Schlingen, Schleifen an die eigentliche Kleidung geknöpft wurde. Wortzusammensetzungen wie 'Brustlatz' oder 'Hosenlatz' bezeichneten dann die unterschiedlichen Stellen, an denen der Latz befestigt wurde. (Wohin bekam aber einer etwas, dem man einen vor den Latz haute???) Lesenden Müttern ist sicher die Kombination als 'Schlabberlatz' bzw. 'Schlabberlätzchen" noch geläufig. Ob die heute noch so heißen oder gibt's dafür einen vornehmeren Begriff? Wünsche euch allen närrische Tage ohne Schläge vor den Latz wie, wo und ...weiterlesen...


Montag, 16. Februar 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Frag-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (4)

Habe vor kurzem das Januarheft von "Madame", das stilprägende (!) Frauenmagazin,  geschenkt bekommen, in dem die neue Mode für Frühjahr und Sommer vorgestellt wird: romantisch, puristisch, glamourös, wie auf dem Cover zu lesen ist. Doch der Anblick der mageren Models verhinderte, dass ich mir die neueste Mode zu Gemüte führen konnte. Angewidert, empört habe ich das Heft weggeschmissen. Wenn das stilprägend sein soll!! Die Models sehen aus wie Hungerhaken, bei uns hätte man früher gesagt: der kann man "das Vaterunser durch die Backen pusten". Kann man eigentlich nur hoffen, dass Jugendliche nicht das Geld haben, 6 € für ein soches Magazin auszugeben. Ich ...weiterlesen...


Sonntag, 15. Februar 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

Ein Erdbeben ist ein erschütterndes Ereignis für die davon betroffenen Menschen, die oftmals bis in ihre Träume hinein mit den Ereignissen zu kämpfen haben. In den Erzählungen Murakamis geht es um Menschen aller Altersstufen, die auf höchst unterschiedliche Art und Weise mit den Auswirkungen der Erdbeben in Kyoto und Kobe zu tun haben. Schlangen, ein riesiger Frosch, der gegen einen Erdbeben auslösenden unterirdischen Wurm kämpft und dabei auf die Hilfe eines Menschen angewiesen ist, bevölkern geheimnisvoll die Geschichten. Da zweifelt nicht nur die kleine Sara, ob die Geschichte, die ihr Junpei erzählt, so passiert sein kann. Auch der (erwachsene) Leser bleibt ...weiterlesen...


Samstag, 14. Februar 2009 | Kategorie: Aufgeschnappt, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (0)

War seit Ewigkeiten mal wieder im Kino. An der Kasse habe ich dann meine Kino-Card vorgezeigt, die nach meiner Rechnung zu einer Freikarte geführt hätte. Wenn, tja wenn die Karte nicht schon vor 5 (!) Jahren abgelaufen gewesen wäre. "Manche schaffen's schneller!" , war der nette Kommentar des Kassierers. Der Film "International" hat mich nicht wirklich umgehauen, trotz Armin Müller-Stahl: zuviel Action, zuviel Blut, zuviel Hektik. Teilweise hatte ich Probleme mit der Kameraführung, wenn man blitzschnell auf die Dächer gehievt wurde und von ganz oben herunter schauen musste. Ich habe nämlich leichte Höhenangst. Vielleicht hätte ich in "Effi Briest" gehen sollen, ...weiterlesen...


Freitag, 13. Februar 2009 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (6)

Wer denkt schon über seine Wirbelsäule nach, außer wenn der Rücken wehtut? Sieht man sich den Begriff einmal näher an, hat man es mit  einem Paradoxon zu tun: "Wirbel" stehen für Beweglichkeit und Lebendigkeit, "Säule" dagegen für Standfestigkeit und Starre. Also vereint die Wirbelsäule auf wunderbare Art und Weise Beweglichkeit mit Standfestigkeit, wenn, ja wenn es nicht irgendwo klemmt oder piekst. Deshalb sollte man sich Beweglichkeit für eine gute Standfestigkeit im Leben bewahren. Das Ergebnis ist dann Lebendigkeit, die Fähigkeit, mal beharrlich und mal beweglich agieren zu können. weiterlesen...