Dienstag, 28. Juli 2009 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Es klingelt an der Tür, eine Sechzehnjährige aus der Nachbarschaft steht mit dem Trecker ihres Vaters vor der Tür, übers ganze Gesicht strahlend: "Haste Lust mitzufahren, habe heute meinen Führerschein erhalten." Ja, Lust habe ich, ein wenig bange bin ich schon, aber was kann mit einem Trecker bei max. 30 kam schon passieren? - Eben. Also fahren wir durch Speckhorn! Sie ist eine der wenigen jungen Frauen, die in einem Dreiwochenkurs ihren Treckerfürherschein gemacht hat, blöde Sprüche der Ausbilder inklusive, noch die gleichen, die ich schon in der Fahrschule gehört habe. In manchen Bereichen brauchen Männer offensichtlich immer noch länger, bis sie Frauen ...weiterlesen...


Montag, 27. Juli 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (0)

"Das Gedicht ist eine Art Paradies, wo unerwartete Worte friedlich beieinander sind wie Wolf und Lamm." (Hilde Domin, sie wäre heute 100 Jahre alt geworden) Eine lesenswerte Würdigung Hilde Domins findet ihr bei Rosadora. In "Emma" hat Ulla Hahn zu Hilde Domins 100. Geburtstag eine Homage geschrieben. weiterlesen...


Sonntag, 26. Juli 2009 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (6)

In der Sendung "Mitten im Leben schreib' ich dir", Wiederholung heute Abend im WDR 5 um 22.35, geht es um die - fast ausgestorbene - Kultur des Briefeschreibens. Ich bin häufig in eigene Gedanken abgedriftet, wohl wissend, dass ich in einem Aufräumanfall eine Menge alter Briefe weggeschmissen habe. Doch immer wieder denke ich mit Wehmut daran, so als hätte ich auch einen Teil meines Lebens entsorgt. (Ent-sorgung dürfte aber doch keine Wehmut, sondern eher Erleichterung auslösen. Weshalb hat dieses Verb dann einen solch negativen Beigeschmack?) Hebt ihr alle/alte Briefe auf? Doch was soll damit passieren, wenn's uns als Adressaten nicht mehr ...weiterlesen...


Donnerstag, 23. Juli 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (1)

"Ist heute ein guter Museumstag?" Mit dieser Frage beginnt die Geschichte einer ungewöhnlichen (Arbeits-) Beziehung zwischen Thomas und Joe, die später zur Freundschaft wird. Thomas ist ein erfolgreicher Unternehmer, der sein Unternehmen auf ungewöhnlichen Prinzipien aufgebaut hat. Wichtigstes Prinzip ist, dass seine Mitarbeiter ihre Arbeit als erfüllend und im Einklang mit ihren "big five for life" erfahren, also den fünf Dingen, die jemand tun, sehen oder erleben möchte, bevor er stirbt. Dieses Prinzip wird auf allen Ebenen seines Unternehmens angewendet, sodass jeder mit seiner Arbeit seinen persönlichen Zweck der Existenz verwirklichen kann, somit auch nicht für Thomas arbeitet, sondern mit ihm. ...weiterlesen...


Donnerstag, 23. Juli 2009 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges | Kommentare (2)

Else Lasker-Schüler Mein blaues Klavier Ich habe zu Hause ein blaues Klavier Und kenne doch keine Note. Es steht im Dunkel der Kellertür, Seitdem die Welt verrohte. Es spielen Sternenhände vier - Die Mondfrau sang im Boote - Nun tanzen die Ratten im Geklirr. Zerbrochen ist die Klaviatür..... Ich beweine die blaue Tote. Ach liebe Engel öffnet mir - Ich aß vom bitteren Brote - Mir lebend schon die Himmelstür - Auch wider dem Verbote. Dieses Gedicht findet man im "blauen Kapitel" der Anthologie "Ein Rot,ein Grün, ein Grau vorbeigesendet", die Gedichte von der Romantik bis zur Gegenwart enthält, geordnet nach den in den Gedichten verwendeten Farben. Die Kapitel werden durch das jeweilige farbige Deckblatt ...weiterlesen...


Mittwoch, 22. Juli 2009 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte | Kommentare (1)

Ein Körnchen Wahrheit war es offensichtlich nicht. Seit ein paar Tagen ist der Akku meines schnurlosen Telefons ständig leer, lädt sich kaum mehr auf. Ich wollte mich schon erkundigen, ob und wo ich einen neuen bekomme. Da fiel mir ein, dass ich ja mal die Kontakte säubern könnte, drehte das Telefon um und sah ein Korn! Das hatte sich dort so eingenistet, dass der Kontakt nicht mehr funktionieren konnte. Was es dort wohl wollte? Mithören? Abhören, keimen, den Fortbestand sicherstellen? weiterlesen...


Mittwoch, 22. Juli 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Worte, Zitate | Kommentare (1)

"Wen man liest, denkt man. Das ist eine Art, lebendig zu sein." (Adam Zagajewski) Deshalb: lesen! weiterlesen...


Sonntag, 19. Juli 2009 | Kategorie: Allgemein, Aufgelesen, Denk-Würdiges, Gedichte, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (1)

Mehr als 671.000 Einträge findet man (oder eher frau?) bei google unter dem Stichwort "Schönheitschirurgie".  Manche sogenannte Schönheits-OPs (etwa die von Schamlippen aus kosmetischen Gründen) lassen allerdings Zweifel in mir aufkommen, ob sich die mit dem hippokratischen Eid eines Arztes und der damit verbundenen Verantwortung überhaupt noch vereinbaren lassen. Schon 1961 nahm  Eugen Roth in "Ernst und heiter" in dem  Gedicht "Schönheits-Chirurgie" dieses Thema "aufs Korn". Schönheits-Chirurgie Sei's, daß du nur ein Wimmerl hast, Sei's, daß dir deine Nas nicht paßt, Daß Kinn und Wange dir zu faltig, Daß dir dein Busen zu gewaltig - Kurz, daß Natur dir was verweigert, Beziehungsweise grob gesteigert, Brauchst, in der Neuzeit, der ...weiterlesen...


Donnerstag, 16. Juli 2009 | Kategorie: Zitate | Kommentare (3)

"Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben." (Milton Erickson) weiterlesen...


Dienstag, 14. Juli 2009 | Kategorie: Aufgeschnappt, Worte, Zitate | Kommentare (4)

"Es war eine schöne Kindheit, da ich sagen konnte, was ich dachte." (Lea Fleischmann, während eines Vortrages in Recklinghausen) Sagen zu können, was man denkt, ist (für mich) Ausdruck von Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstwert. weiterlesen...