Dienstag, 6. September 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (6)

Jeder wird sich irgendwann fragen, warum, wozu er hier ist, welchen Sinn sein Leben hat. Findet man ihn, gibt man ihn sich, wo kommt er her, woran orientiert man sich?  "Als ich so dasaß, dachte ich darüber nach, wie lange es dauert, bis man zu dem zurückkehrt, was man als erstes erfahren hat, eine elementare Wahrheit, die auch dann gültig bleibt, wenn man sich von ihr entfernt, und ich dachte, daß man bei seiner Rückkehr endlich weiß, warum man weggehen mußte. Denn was ist wichtiger zu begreifen, daß der Schmerz dazu da ist, um einen stärker zu machen." Und Schmerzen, körperlichen wie seelischen, ist Eva ...weiterlesen...


Montag, 5. September 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Frag-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (4)

Wie beschreibt man ungeheure, unermessliche kaum fassbare Wut? Welche Vergleiche können zur Beschrei-bung herangezogen werden? Was ist angemessen? Diese Fragen schossen mir durch den Kopf als ich folgende Sätze las: "Wut ist etwas sehr Persönliches. Sie ist Teil jener allerheiligsten Bezirke der Seele, tief drinnen, wo kein Vertrauen mehr wohnt. Ich wußte genau, welche Farbe meine Wut hatte: Sie war schwarz und braute sich zusammen wie Sturmwolken an Tagen mit einer Tem-peratur von gut fünfundvierzig Grad, an denen es außer einem katastrophalen elektrischen Holocaust keine Abkühlung gibt." (aus: Lorian Hemingway, Die Stimme des Flusses, Hamburg 1993, S. 97) Das Wort "Holocaust" als Metapher für die eigene Wut? Offensichtlich scheint diese amerikanische Schriftstellerin, Enkelin ...weiterlesen...


Sonntag, 4. September 2011 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (6)

"Danken hilft uns dabei, nicht nur das Haar in der Suppe zu finden, sondern auch die Suppe um das Haar herum." (Amei Helm) weiterlesen...


Samstag, 3. September 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (2)

"Weil es Männer sind, die den Kirchen vorstehen, ist es unvermeidlich, daß die Kirchen den Frauen mißtrauen, wie sie übrigens Gott mißtrauen, und so suchen sie jene und diesen zu zähmen, suchen die Flut des Lebens ins artige Bett der Vorschriften und Riten einzufassen." (aus: Christian Bobin, Das Kind, der Engel und der Hund, S. 104) weiterlesen...


Freitag, 2. September 2011 | Kategorie: Zitate | Kommentare (1)

"Es braucht Zeit, über das Gefühl hinauszuwachsen, daß wir sie für unser Wohlbefinden benötigen, daß wir ihnen unterlegen sind. Wir brauchen Zeit, um zu erkennen, daß unsere Selbstachtung nicht mehr von ihrer Anerkennung abhängt, sondern von der Anerkennung, die wir uns selbst entgegenbringen. " (aus: William F. Nerin, Versöhnung mit den Eltern, Frei werden für das eigene Leben, München 1994, s. 56) weiterlesen...


Donnerstag, 1. September 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Zitate | Kommentare (3)

"Wer zur Wahrheit wandert, wandert allein." (Christian Morgenstern) weiterlesen...


Mittwoch, 31. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

Gus Dury - der neue Rebus? Tony Black der Nachfolger Ian Rankins? Fragen, die mich als Leserin nicht wirklich tangieren. Ich möchte gerne einen interessanten Fall mit einem interessanten Ermittler, egal ob er nun offiziell oder wie Gus Dury inoffiziell ermittelt - ähnlich wie Wilbert, der Münsteraner Buchhändler und Hobbyermittler - oder ist er eher Ermittler und Hobbyantiquar?  Egal! "Bei Beerdigungen bekomme ich immer feuchte Augen." So beginnt der erste Krimi Tony Blacks. "Es sind Details wie die Todesursache, die mich völlig fertig machen. Da greife ich doch sofort nach dem zwölf Jahre alten Macallan, der bei solchen Anlässen bereitgestellt wird. Und dann schlag ich richtig zu. Nicht nur weil Säufer das eben ...weiterlesen...


Dienstag, 30. August 2011 | Kategorie: Denk-Würdiges, Gedichte, Worte | Kommentare (3)

Schicksalstage Wenn die trüben Tage grauen, Kalt und feindlich blickt die Welt, Findet scheu sich dein Vertrauen Ganz auf dich allein gestellt. Aber in dich selbst verwiesen aus der alten Freuden Land, Siehst du neuen Paradiesen Deinen Glauben zugewandt. Als dein Eigenstes erkennst du, Was dir fremd und feind erschien, Und mit neuem Namen nennst du Dein Geschick und nimmst es hin. Was dich zu erdrücken drohte, Zeigt sich freundlich, atmet Geist, Ist ein Führer, ist ein Bote, Der dich hoch und höher weist. (Rainer Maria Rilke) Annahme des "Schicksals" als Voraussetzung, das Eigene im Fremden, Feindlichen zu entdecken? Die Chance in der Krise sehen? Birgt das die Möglichkeit eigener Entwicklung in sich, vielleicht begleitet durch einen Boten, wer auch immer das sein mag? weiterlesen...


Montag, 29. August 2011 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (3)

"Gleichzeitig lernte ich etwas zu schätzen, was ich bis dahin nicht kannte, offene Feindschaft. Es war tausendmal besser als ein in Intrigen endendes Überspringen der Antipathie. Es brachte mich geradezu auf Ideen." (aus: Marion Titze, Unbekannter Verlust, Berlin 1994, S. 76) weiterlesen...


Montag, 29. August 2011 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (0)

In den drei Romanen "Das große Heft", "Der Beweis"und "Die dritte Lüge" erzählt Agota Kristof auf ihre unverwechselbare knappe, ungewöhnliche und atem-beraubende Art die Geschichte, nein das Schicksal zweier Brüder im kommunistischen Ungarn, die zunächst gemeinsam bei der Großmutter aufwachsen, bis dann einer der beiden mit dem Vater versucht zu fliehen und offensichtlich bei diesem Fluchtversuch ums Leben kommt. Die Wirklichkeit dieser beiden Jungen ist be-drückend, brutal, teilweise unmenschlich, was allerdings nie anklagend dargestellt wird, sondern eher in An-deutungen, die die Ungeheuerlichkeit dessen, was die beiden erleben müssen, für mich um so deutlicher macht. Das Unaussprechliche wird nur angedeutet. Ich bin von dieser Erzählerin einfach fasziniert. Das erste Buch, ihren Erzählband "Irgendwo", habe ich in einer Bücherkrabbelksite gefunden. So ...weiterlesen...