Montag, 23. November 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

"Unsere Ansprüche an die Vollkommenheit übertreffen bei weitem die Fähigkeit, sie zu erringen." (Manès Sperber) Wissen tun wir das alle, danach handeln ist schon schwieriger, der Perfektionismusdrang drängt zur Verwirklichung. weiterlesen...


Montag, 23. November 2009 | Kategorie: Gedichte, Rezensionen | Kommentare (1)

Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und laß dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken läßt. Sie aufzusammeln und zu sparen, das kommt dem Kind nicht in den Sinn. Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren, und hält den lieben jungen Jahren nach neuen seine Hände hin. (Rainer Maria Rilke) Die CDs der Rilke Edition sind Ende der letzten Woche gekommen, mit sechs Rilke-Postkarten. Dieser Text ist einer davon. weiterlesen...


Dienstag, 17. November 2009 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (7)

Mein Geburtstagskuchen ist ein Apfelkuchen - nach einem Rezept meiner Mutter - wenig Teig und Zucker, viele Äpfel (2kg), abgewandelt duch Rosinen, die meine Mutter nicht mag. Schon gestern habe ich ihn gebacken und ein großes Stück gegessen - ich weiß, macht man nicht, aber ich! Ein besonderer Hochgenuss ist es, wenn der Kuchen noch warm ist. Zum Frühstück heute ein zweites, großes Stück - ein wenig in Eile, da ich Termine hatte. Um so mehr habe ich mich dann auf ein genussvolles Stück am Nachmittag gefreut. Zu Hause bemerke ich zuerst den umgekippten Stuhl. Komisch!? Der Hund liegt in der Ecke auf ...weiterlesen...


Montag, 16. November 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (1)

Wald läßt die Blätter sinken, Talnebel hängen schwer, Es hat der Strom kein Blinken, Der Wald kein Rauschen mehr. Da kommt der Sturm gepfiffen Und schüttelt lichtes Haar Und fegt mit festen Griffen Das Land vom Nebel klar. Es schont nicht Laub nicht Äste, Nichts Hübsches ist ihm wert, Der Vogel bangt im Neste Der Bauer friert am Herd. Räum auf und brich in Scherben, Was nimmer halten mag, Und reiß aus Nacht und Sterben Empor den lichten Tag! (Hermann Hesse, 1914) weiterlesen...


Montag, 16. November 2009 | Kategorie: Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (0)

"Jedes Prinzip führt zu Absurditäten, wenn man es bis zu seiner letzten Konsequenz verwirklicht." (Golo Mann) Diejenigen, die danach handeln, sind sicher die sogenannten Prinzipienreiter. weiterlesen...


Donnerstag, 12. November 2009 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (2)

Mein Sohn hat von seiner Freundin zum Geburtstag eine LED-Dusche bekommen. Die Freude war groß, die Erwartung, das Ergebnis in der neuen Studenten-WG auszuprobieren auch. Um so größer war die Enttäuschung, dass die Dusche in der WG nicht funktioniert. Der Wasserdruck ist zu gering. Seitdem ist der Duschkopf hier im Haus installiert und so habe ich meinen Spaß beim täglichen Duschen. Es ist  spannend, anregend, lustig - vor allem im Dunkeln. Macht echt gute Laune. Ich geh' dann mal duschen. weiterlesen...


Mittwoch, 11. November 2009 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Frag-Würdiges, Worte | Kommentare (3)

" 'Selbstmörder überwinden das persönliche Leben, sie legen es ab wie ein Kleid. Ihr Leben lang kamen sie sich vor wie eingenäht in eine falsche Haut, und eines Tages schaffen sie es herauszuschlüpfen. Für mich ist der Selbsmord ein Ausdruck des größtmöglichen freien Willens.'  ... 'Aber viele Selbstmörder sind depressiv, sie sind krank, sie haben vielleicht keinen freien Willen mehr, sie handeln vielleicht aus Überdruß, sie wissen vielleicht gar nicht wirklich, was sie tun.' 'Sie wissen es. ... Kurz bevor sie es tun, wird ihnen die Tragödie ihres Lebens bewußt, und sie wollen nicht zurück.' 'Und warum verschweigen wir, die Polizei, und die ...weiterlesen...


Mittwoch, 11. November 2009 | Kategorie: Alltägliches, Gedichte | Kommentare (1)

November Alles will sich nun verhüllen und entfärben, Nebeltage brüten Angst und Sorgen, nach der Nacht voll Sturm klirrt Eis am Morgen, Abschied weint, die Welt ist voll von Sterben. Sterben lern auch du und dich ergeben, Sterbenkönnen ist ein heiliges Wissen. Sei bereit zum Tod - und hingerissen Wirst du eingehn zu erhöhtem Leben! (Hermann Hesse, 1921) Gartenmöbel sind im Gartenhaus, Holz gestapelt, nur das Wasser muss noch abgestellt werden, doch im Moment pflanze ich noch (um). Heute habe ich  meinem Baum einen Fußwärmer aus in Jutesäcken verpacktem Laub verpasst, so dass Winterstürme nicht mehr die Möglichkeit haben, mit den herabgefallenen Blättern zu spielen und sie, wenn sie keine ...weiterlesen...


Mittwoch, 11. November 2009 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (3)

Ein wenig krimileseerfahren bin ich inzwischen schon, aber ein solcher Typ von Kommissar ist mir noch nicht über den Weg gelaufen: Beruflich angefangen hat Polonius Fischer, genannt P-F, als Polizist. Als Mönch lebte er lange Zeit im Kloster und  ist inzwischen aber Kommissar bei der Mordkommission in München, - keine Sorge, sie sprechen Hochdeutsch! - ausgestattet mit einigen Priviliegien im Amt, persönlichen Ecken und Kanten, dennoch, vielleicht auch deshalb von seinen Mitarbeitern hoch geschätzt, von einigen fast schon verehrt, von seiner Freundin liebevoll "Herzensriese" genannt. Er ermittelt in einem Fall, bei dem eine Frauenleiche durch Zufall in einem Schrank in der ...weiterlesen...


Dienstag, 10. November 2009 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Was war mein Leben, wenn es heut soll enden? Verträumt? Verloren? Nein, es war ein Ring Von stillen Freuden, die mit vollen Händen Ich nahm und weitergab und neu empfing. Es war ein Liebesbund mit dieser Erde, Die mich mit ihrer Schönheit tief beglückt Und immer doch mit mächtiger Gebärde Mein Ziel hinaus ins Ewige gerückt. Es war mit Wasser, Bergeswind und Fluren Ein brüderlicher Bund, der niemals brach, Mit allen Wolken, die im Blauen fuhren Und deren Lied von unsrer Heimat sprach. Mit ihren großen ewigen Gewalten Hab ich in Treue Brüderschaft gehalten; Und meine Sünde war in all den Jahren, Daß sie mir lieber als die Menschen waren. (Hermann Hesse, 1903) weiterlesen...