Donnerstag, 2. Oktober 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Frag-Würdiges | Kommentare (3)

"Soll ich Ihnen die vereinzelten grauen Haare rausziehen?" Das fragte mich ein Friseur vor ein paar Jahren - oder war es eine Friseurin? Wenn ich dem nachgegeben hätte, wäre ich heute nahezu kahl. "Mit grauen Haaren sieht man älter aus!" habe ich mir dann später einmal von einer blonden Dame gleichen Alters sagen lassen müssen. Sie hat es allgemein formuliert, aber wohl mich damit gemeint. In einer langweiligen Konferenz ist mir vor Jahren dann einmal aufgefallen, dass außer mir keine einzige (!) Kollegin graue Haare hatte. "Altersblond", "friedhofsblond" - vielleicht gibt es noch andere Bezeichnungen, die ich nicht kenne. Das alles ficht ...weiterlesen...


Mittwoch, 1. Oktober 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgeschnappt | Kommentare (3)

Wann funktioniert ein Gerät nicht mehr? Natürlich dann, wenn man es dringend braucht. Ein Stapel Unterlagen sollte kopiert werden. Es blinkt. Papierstau! Gerät ausschalten, zur Vorsicht noch einnmal die Gebrauchsanweisung lesen, Gerät öffnen, Papier entfernen - wenn denn Papier dagewesen wäre. Gerät einschalten. Es zeigt immer noch einen Papierstau an! Nicht richtig hingesehen!? Noch einmal alles von vorn, dieses Mal unter zur Hilfenahme einer Taschenlampe. Doch auch mit Beleuchtung ist von Papier nichts zu sehen. Also: Gerät einpacken und zum Händler fahren, bei dem es mein Mann gekauft hat. Dort begrüßt mich die Verkäuferin mit der Bemerkung: - Was haben Sie denn da für ein ...weiterlesen...


Mittwoch, 1. Oktober 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Rezensionen | Kommentare (3)

Die Konfrontation mit der unmittelbar bevorstehenden Endlichkeit der eigenen Eltern macht nachdenklich, reißt alte Wunden wieder auf und ist Möglichkeit, Anlass, eine Bestandsaufnahme zu machen, das Verhältnis zu klären, Ungesagtes, wenn möglich zu sagen, Dankbarkeit zu empfinden, vielleicht auch zu verzeihen und sich klar zu machen, dass Eltern (wie man selbst) in ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten begrenzt sind, auch wenn sie sich das selbst gegenüber und schon gar nicht den "Kindern" gegenüber zugegeben haben. In "Ein sanfter Tod" schildert Simone de Beauvoir, wie sie tagelang am Bett ihrer krebskranken Mutter gewacht hat. Sie beleuchtet in der Retrospektive ihr Verhältnis zur Mutter, ...weiterlesen...


Dienstag, 30. September 2008 | Kategorie: Alltägliches | Kommentare (0)

Das Wort Nachbar setzt sich laut wikipedia zusammen aus „nahe“ und „Bauer“. Passt für meine Nachbarn wie "Faust auf's Auge", denn Speckhorn ist ein sehr bäuerlich und dörflich geprägter Stadtteil Recklinghausens mit Bauernhöfen, Reitanlagen und Grundstücken, die man früher als Anwesen bezeichnet hätte, bewohnt auch von Personen der Öffentlichkeit, die es vorziehen, abgeschieden zu leben und nicht dort, wo "man" wohnt. Entsprechend konservativ geprägt ist dieser Ortsteil und bei den Einheimischen hat man als Zugezogene kaum Chancen dazuzugehören, was nicht heißt, dass mann nicht im Blickpunkt steht und beäugt wird, was aber immer noch nicht heißen muss, dass man auch gegrüßt ...weiterlesen...


Samstag, 27. September 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte | Kommentare (0)

Was man so alles als Stichworte vorfindet, mit denen die Sucher auf der eigenen Seite landen, ist mir schon oft Anlass zum Schmunzeln gewesen. Heute aber konnte ich lesen: gedichte zur beendigung einer jungen frau Was ich mir darunter vorzustellen habe, ist mir völlig unklar. Oder sollte "Beendigung" nur ein anderes Wort für "Tod" sein, das m. E. in unserer Gesellschaft genauso tabuisiert ist wie die Tatsache des Todes? Heute konnte ich in der Zeitung lesen, dass die zentrale Anlaufstelle des hiesigen Hospizes zum hl. Franziskus in der Stadt mangels Nachfrage geschlossen werden muss. weiterlesen...


Donnerstag, 25. September 2008 | Kategorie: Rezensionen | Kommentare (0)

In diesem schmalen Bändchen beschreibt Inoue seine Beziehung zu den Eltern, beginnend mit dem Tod seines Vaters, bei dem ihm das "Herz mit Worten erfüllt (war), die ich als sein Sohn zu ihm, meinem Vater hätte sagen sollen, solange er noch lebte, die ich aber nicht gesprochen hatte." Es ist gleichzeitig auch die Geschichte der Ehe von Vater und Mutter, die in ihren Charakteren unsterschiedlicher kaum sein konnten, verbunden mit Gedanken über den eigenen Tod. "Nachdem mein Vater gestorben war, empfand ich meinen eigenen Tod als ein Geschehen, das nicht mehr unbedingt in weiter Zukunft lag, doch meine Mutter war ...weiterlesen...


Donnerstag, 25. September 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges, Worte, Zitate | Kommentare (3)

Durch lesen! bin auf diese Ausgabe Kafkas gestoßen. Da ich immer schon einmal mehr von Kafka lesen wollte als das, was ich aus meiner eigenen Schulzeit (vor und hinter dem Pult) kenne, habe ich zugegriffen. Ein wahrlich schwerwiegendes Exemplar, mit seinen 1461 S. kaum in der Hand zu halten. Die Aphorismen sind Denkanstöße für zwischendurch. Die Romane kann ich nur mit äußerster Konzentration lesen, da zumindest in "Das Schloß" kaum etwas passiert. Und dennoch haben es die Sätze in sich, bleibt man hängen, geht eigenen Gedanken nach, ausgelöst etwa durch folgende Sätze: "Sie sind nichts. Leider aber sind Sie doch etwas, ein ...weiterlesen...


Dienstag, 23. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches, Aufgeschnappt, Denk-Würdiges, Merk-Würdiges | Kommentare (2)

"Mama, wann habe ich wieder Geburtstag?" war die regelmäßige Frage meines mittleren Sohnes abends an seinem Geburtstag, spätestens aber einige Tage danach. Geburtstag war für ihn unglaublich wichtig, warum genau, habe ich nie wirklich verstanden. Waren es die Geschenke oder später das Älterwerden und die damit verbundenen Möglichkeiten und Freiheiten, auch oder gerade weil er sie sich erkämpfen musste? Vor ein paar Tagen war er mit einem Kommilitonen hier, weil die beiden den 21. Philosophenkongress in Essen besucht haben. Er werde das Telefon abstellen, damit ihm nicht alle möglichen oder auch unmöglichen Leute zum Geburtstag gratulierten. Ich habe Glück gehabt, konnte oder durfte ...weiterlesen...


Montag, 22. September 2008 | Kategorie: Allgemein, Worte, Zitate | Kommentare (2)

Nach über einer Woche habe ich wieder Zugang zum Netz. Warum mein Internet auf einmal nicht mehr funktionierte, weiß ich nicht. Das, was ich in der Zwischenzeit erlebt habe, um einen neuen Zugang zu bekommen, "geht auf keine Kuhhaut". Es zu erzählen fehlt mir heute auf jeden Fall die Zeit, da ich die eingegangenen Mails lesen und einige dringend beantworten muss, auch das Lesen eurer Seiten muss ein wenig warten. Deshalb heute "nur " ein Zitat für euch, für mich, das ich für bedenkenswert halte. Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, sondern fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben." ...weiterlesen...


Donnerstag, 11. September 2008 | Kategorie: Zitate | Kommentare (3)

No matter what road I travel, I am going home. (Shinso) Schön, wer das von sich sagen kann! Und wer dann noch zuHause ankommt, sich wohl- und zufrieden fühlt - ja der hat den Himmel auf Erden gefunden!? weiterlesen...