Montag, 25. März 2013 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Nein, Midleifcrisis ist kein Druck- oder Schreibfehler. Leif Lasse Andersson (das Pseudonym eines Berliner Redakteurs) schreibt seine Geschichte auf, die beginnt: "Als meine Frau mich hinauswarf und ich mit 117 anderen schlief", so der Untertitel des Buches. "'Du dämliche Sau!' " Leif war traurig, aber noch viel zorniger, als sein Benz-Cabrio nach einer weiteren sinnlos vervögelten Nacht über die Autobahn in Richtung Hamburg rauschte. Neben ihm auf dem Beifahrersitz räkelte sich der Cowboy zufrieden im Ledersitz. 'Mach mal halblang, Alter, war doch gar kein übler Fick.' " Diese ersten Sätze machen Komposition, Inhalt und Sprache dieses "Selbsterfahrungsberichtes" - so das Cover - deutlich. Leif ist nämlich mehr als einer. ...weiterlesen...


Sonntag, 24. März 2013 | Kategorie: Allgemein, Aufgeschnappt | Kommentare (0)

"Mein"  ZDF ist immer für mich da. Welch ein Versprechen! Da kann ja nichts mehr schief gehen. weiterlesen...


Sonntag, 24. März 2013 | Kategorie: Gedichte, Merk-Würdiges | Kommentare (1)

Bücher eröffnen neue Perspektiven Zugänge zu unbekannten Welten sind treue Begleiter - fast in allen Lebenslagen - Doch ihre Rücken sind zu schmal zum Anlehnen (© mona lisa) weiterlesen...


Sonntag, 24. März 2013 | Kategorie: Rezensionen, Rezensionen (diverse) | Kommentare (0)

Immer wieder fällt der Satz: "Der Missbrauch war katholisch." Betroffene berichten von sexuellem Missbrauch in kirchlichen Internaten, allerdings "nur" Teil eines flächendeckenden Terror- und Willkürsystems, in dem man eingebettet war in einen rigiden Tagesablauf, in ein Regelsystem, in dem es unendliche viele Regeln gab, die niemand allumfänglich beachten konnte und man damit immer Gefahr lief, böse, schuldig, sündig oder minderwertig zu sein. Und wenn Regelverstöße nicht ans Tageslicht kamen, war da immer noch der "liebe Gott", der alles sah, alles hörte und sogar Gedanken lesen konnte. Entrinnen war nicht möglich. Es war ein Leben in einem System, welches das Monopol ...weiterlesen...


Samstag, 23. März 2013 | Kategorie: Allgemein, Alltägliches | Kommentare (2)

Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte genießt schon hier seine Hölle. (Heinrich Heine) weiterlesen...


Freitag, 22. März 2013 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (1)

Jerusalem ist "wie eine Sabre, eine Kaktusfrucht, ... stachlig und hart, aber der Kern ist weich und duftend süß." Hildegard, die sich in Jerusalem Dvorah nennt, ist in Wien geborene Jüdin, lebt aber als Journalistin in Amerika und verliebt sich in Jerusalem in den deutlich jüngeren Sivan, der vorgibt Armenier zu sein. Es ist ein erotisches Liebesabenteuer, das nur im Verborgenen geschehen kann und nur den Augenblick kennt. Denn weder ihre, noch seine Vergangenheit kommen zur Sprache, Zukunft ist undenkbar und nicht möglich. Er ist ihr "Sommergeliebter". Eines Tages bleibt Sivan einfach weg. Ihre Ahnung, er sei Terrorist, scheint sich ...weiterlesen...


Donnerstag, 21. März 2013 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (6)

"Lass die Seele sich erheben Frei zu Gott im ew'gen Leben, Wann mein sterbend Auge bricht." (Rossini, Stabat Mater) Während dieser Worte brach ein älterer Herr im Konzerthaus Dortmund zusammen und musste rausgetragen werden. Ohne sich umzudrehen, bemerkte der Dirigent Andrés Orozco-Estrada, dass etwas Außer-Ordentliches passierte und unterbrach die Aufführung. Nachdem sich die Türen wieder geschlossen hatten, sang der Chor: "Amen. In Ewigkeit. Amen" Die Tür blieb geschlossen, obschon immer wieder Menschen versuchten, diesen Ausgang zu benutzen. Wenn Rossinis Stabat Mater das Letzte wäre, was ich zu hören bekäme, wäre es für mich das, was man landläufig als "schönen Tod" bezeichnet. Dem älteren Herrn und seiner ...weiterlesen...


Donnerstag, 21. März 2013 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

„Seehotel Maria Laach“ der Schriftzug auf dem Bleistift ruft zahlreiche Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse wach Der Bleistift wird kürzer mit jedem Buchstaben mit jeder Umdrehung im Anspitzer (© mona lisa) weiterlesen...


Mittwoch, 20. März 2013 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

"Sie wussten nicht, wohin dieses Abenteuer sie führen würde. Sie hatten damals ein Zimmer ohne Türen betreten, aus dem sie nicht mehr herauskonnten, doch deshalb konnte auch niemand hinein. Die beiden wussten es noch nicht, aber dies war der einzige vollkommene Ort auf der Welt. Völlig abgeschlossen, ohne dass Einsamkeit in ihn eindringen konnte." (aus: Haruki Murakami, 1 Q 84 Buch 3 S. 522) weiterlesen...


Mittwoch, 20. März 2013 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (1)

Buch 3 ist der dritte und letzte Teil von 1Q 84, einer modernen, verrückten Variante von Romeo und Julia. Verrückt, weil die Wirklichkeit, in der Aomame und Tengo leben und sich begegnen, nicht die wirkliche ist, obwohl ihre Liebesgeschichte in der wirklichen Wirklichkeit begonnen hat und dort wunschgemäß auch weitergehen soll. Doch damit sind gewisse Personen, die einer Welt mit zwei Monden angehören, nicht einverstanden. Sie setzen alles daran, Aomame gefangen zu nehmen und versuchen, mit Hilfe des Detektivs Ushikawa über Tengo an sie heranzukommen. Eine spannende, dennoch langatmige Verfolgungsjagd beginnt. Langatmig ist sie, weil wieder gleiche Ereignisse aus den ...weiterlesen...