Heinzelmännchen

Heinzelmännchen

(Ein seltenes Bild hinterm Haus)

Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul … man legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten
und klappten und lärmten,
und rupften
und zupften,
und hüpften und trabten
und putzten und schabten…
Und eh ein Faulpelz noch erwacht,…
War all sein Tagewerk… bereits gemacht!

O weh! nun sind sie alle fort,
und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
man muss nun alles selber tun!
Ein jeder muss fein
selbst fleißig sein,
und kratzen und schaben
und rennen und traben
und schniegeln
und biegeln,
und klopfen und hacken
und kochen und backen.
Ach, dass es noch wie damals wär!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

(August Kopisch, erste und letzte Strophe seines Gedichtes, Die Heinzelmännchen)

(Und heute Morgen: ein Nachbar hatte bereits vor meinem Haus den Schnee geräumt.
Was für ein Beginn des Tages. Ich hatte zwei in „Verdacht“, der erste war’s nicht, doch ich habe mich bedanken können. Wie wohltuend so ein Tagesbeginn.)

6 Gedanken zu „Heinzelmännchen

  1. Ich habe gerade dazugelernt, ich wusste nicht, dass die Heinzelmännchen in Köln beheimatet waren. Das Gedicht über ihr fleißiges Tun gefällt mir auch sehr gut.
    Ganz zauberhaft, so ein von sich aus hilfsbereiter Nachbar, da wäre mir auch warm ums Herz.

    Mir sind Heinzelmännchen ein Begriff aus Kindertagen, oft denke ich, es bräuchte sie in vielen Bereichen und an vielen Orten.
    Der Ausblick hinterm Haus ist toll, soviel Weite.
    Herzliche Mittagsgrüße

    1. Diese Weite genieße ich zu allen Jahreszeiten.
      Noch schöner wäre die Aussicht auf’s Meer ;)
      Aber nun ja …
      Heinzelmännchen, gute Geister wie auch immer gibt’s immer wieder, hier und da.
      In die Rolle kann man selbst ja auch ab und an schlüpfen.
      Herzliche Grüße

  2. Es gibt sie also doch noch, die eifrigen Heinzelmännchen, resp. -männer, die einem manchmal die Arbeit abnehmen und damit ein Hochgefühl auslösen.
    Ich freue mich mit dir und sende liebe Grüsse (vor ähnlichem Schneebild) zu dir zum Speckstein.
    Herzliche, Brigitte

  3. Ja, sie arbeiten im Verborgenen und wollen eigentlich ja auch nicht entdeckt werden …
    Ich wollte ja auch nicht beobachten, sondern mich bedanken und hab‘ gedacht, ich riskiere es einfach man ;)
    Ist gut gegangen.
    Herzliche Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert