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SeelenerschöpfungSeelenlähmung
SeelenerschöpfungSeelenlähmung
Die Krähen schrei’nUnd ziehen schwirren Flugs zur Stadt:Bald wird es schnei’n –Wohl dem, der jetzt noch — Heimat hat! Nun stehst du starr,Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!Was bist du, Narr,Vor winters in die Welt entflohn? Die Welt — ein TorZu tausend Wüsten stumm und kalt!Wer das verlor,Was du verlorst, macht nirgends Halt. Nun stehst du bleich,Zur Winter-Wanderschaft verflucht,Dem Rauche gleich,Der stets nach kältern Himmeln sucht. Flieg, Vogel, schnarrDein Lied im Wüstenvogel-Ton! –Versteck, du Narr,Dein blutend Herz in Eis und Hohn!…
Hausverstand
Solchen Monat muss man loben:Keiner kann wie dieser toben,Keiner so verdrießlich seinUnd so ohne Sonnenschein!Keiner so in Wolken maulen,Keiner so mit Sturmwind graulen!Und wie nass er alles macht!Ja, es ist ’ne wahre Pracht. Seht das schöne Schlackerwetter!Und die armen welken Blätter,Wie sie tanzen in dem WindUnd so ganz verloren sind!Wie der Sturm sie jagt und zwirbeltUnd sie durcheinanderwirbeltUnd sie hetzt ohn‘ Unterlass:Ja, das ist Novemberspass! Und die Scheiben, wie sie rinnen!Und die Wolken, wie sie spinnenIhren feuchten HimmelstauUr und ewig,…
bauchpinseln, gebauchpinselt
Zum Dank dafür, daß sie das Licht bescheint, werfen die Dinge Schatten. Die Menschen auch, besonders die Schüler großer Männer. (Friedrich Hebbel)
s gibt Gräber, wo die Klage schweigt,Und nur das Herz von innen blutet,Kein Tropfen in die Wimper steigtUnd doch die Lava drinnen flutet;’s gibt Gräber, die wie WetternachtAn unserm Horizonte stehnUnd alles Leben niederhalten,Und doch, wenn Abendrot erwacht,Mit ihren goldnen Flügeln wehnWie milde Seraphimgestalten. Zu heilig sind sie für das Lied,Und mächt’ge Redner doch vor allen,Sie nennen dir, was nimmer schied,Was nie und nimmer kann zerfallen;O, wenn dich Zweifel drückt herab,Und möchtest atmen Ätherluft,Und möchtest schauen Seraphsflügel,Dann tritt an deines…
Profi-Erschrecker
Der Oktober verabschiedet sich mit Nachtfrösten.