Und noch ein „Rilke“

Herbst

Die Blätter fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Datum: 1. Oktober 2009
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2 Kommentare

  1. Sofasophia | Freitag, 2. Oktober 2009 11:31
    1

    das fallen in allen. ein text, den ich immer wieder mag. obwohl ich eher an die EINE als den EINEN glaube.
    danke für einstellen!
    herzlich, s.

  2. Quer | Dienstag, 6. Oktober 2009 5:58
    2

    Ach ja, Rilkes Herbstgedichte gehören so sehr in diese Jahreszeit wie die fallenden Blätter!

    Liebe Herbstgrüsse
    Brigitte

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