Donnerstag, 13. April 2017 | Kategorie: Allgemein | Kommentare (2)

Die Rose sieht vorbei den Falter fliegen, Sie selbst ein Schmetterling, nur festgebannt; Da klagt sie: »Ach, wer löst mein fesselnd Band? O könnt' auch ich in Lüften frei mich wiegen!« Der Falter sieht die Ros' ins Laub sich schmiegen, Er eine Blume selbst, die Flügel fand; Da klagt er: »Hätt' ich doch so sichern Stand! O könnt ich so an fester Stätte liegen!« Mit sonn'gem Lächeln hört der Lenz ihr Klagen, Erhörung bringt nur der, vor dem sie zagen, Der rauhe Herbst mit Frost und wildem Wetter; Er gibt ihm sichre Statt, löst ihr die Kette: Frei fliegen hin die welken Rosenblätter, Der Falter liegt erstarrt an fester Stätte. (Anastsius Grün) weiterlesen...


Mittwoch, 12. April 2017 | Kategorie: Buch-Rezensionen, Rezensionen | Kommentare (2)

Ihren Roman "Die hellen Tage" und den Erzählband "Heißester Sommer" habe ich mit Begeisterung gelesen und rezensiert. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an den neuen Roman, mit ansprechend gestaltetem rotgrundigem Cover, einem roten Lesebändchen - bei 683 eine sinnvolle Einrichtung - und dem Hinweis: "Zsuzsa Bánks neuer Roman ist eine Feier der Freundschaft und des Lebens". Auch die ersten Sätze waren verheißungsvoll. Und dann sind da leider einige "Aber", die mir die Lektüre insgesamt dann erschwert haben. Doch zunächst: Worum geht es überhaupt in dem Brief-Roman zwischen der Schriftstellerin Martá und ihrer Freundin Johanna, die Studienrätin für Deutsch und Kunst ...weiterlesen...


Dienstag, 11. April 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (0)

Frühling allüberall, in allen Ritzen sprießt und schießt es - unaufhaltsam: weiterlesen...


Samstag, 8. April 2017 | Kategorie: Worte | Kommentare (4)

Berufszuschauer Horizontalschäler Heilhaus Drallnägel sind Wörter, die ich bis vor einigen Tagen noch nicht kannte. Man kann doch seinen Wortschatz immer noch und immer wieder erweitern ;) weiterlesen...


Freitag, 7. April 2017 | Kategorie: Gedichte | Kommentare (2)

Nicht mehr für Ohren...:Klang, der, wie ein tieferes Ohr, uns, scheinbar Hörende, hört. Umkehr der Räume. Entwurf innerer Welten im Frein..., Tempel vor ihrer Geburt, Lösung, gesättigt mit schwer löslichen Göttern...:Gong! Summe des Schweigenden, das sich zu sich selber bekennt, brausende Einkehr in sich dessen, das an sich verstummt, Dauer, aus Ablauf gepreßt, um-gegossener Stern...Gong! Du, die man niemals vergißt, die sich gebar im Verlust, nichtmehr begriffenes Fest, Wein an unsichtbarem Mund, Sturm in der Säule, die trägt, Wanderers Sturz in den Weg, unser, an Alles, Verrat...Gong! (Rainer Maria Rilke) weiterlesen...


Donnerstag, 6. April 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

"Wir müssen auf unsere Seelen hören, wenn wir gesund werden wollen. Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen, er wird allein sein. 'Alles ist mit Allem verbunden.'" (Hildegard von Bingen) weiterlesen...


Dienstag, 4. April 2017 | Kategorie: Allgemein, Zitate | Kommentare (0)

Dieser Filmtitel von Rainer Werner Fassbinder kam mir in den Sinn, als ich den folgenden Satz gelesen habe: "Sich die eigene Angst ansehen lässt Kräfte frei werden, die Sie sonst benötigt hätten, um Ihre Angst zu zähmen." (Esther Göbel, aus: Hüther/Weser, Das Geheimnis der ersten neun Monate, Reise ins Leben, Beltz Verlag, S. 200) weiterlesen...


Montag, 3. April 2017 | Kategorie: Fotos, Gedichte | Kommentare (2)

Nun ist er endlich kommen doch In grünem Knospenschuh; »Er kam, er kam ja immer noch«, Die Bäume nicken sich's zu. Sie konnten ihn all erwarten kaum, Nun treiben sie Schuss auf Schuss; Im Garten der alte Apfelbaum, Er sträubt sich, aber er muss. Wohl zögert auch das alte Herz Und atmet noch nicht frei, Es bangt und sorgt: »Es ist erst März, Und März ist noch nicht Mai.« O schüttle ab den schweren Traum Und die lange Winterruh': Es wagt es der alte Apfelbaum, Herze, wag's auch du. (Theodor Fontane) weiterlesen...


Donnerstag, 30. März 2017 | Kategorie: Allgemein, Fotos | Kommentare (2)

Heute konnte sich die Magnolienblüte nicht länger der Sonne verschließen. Es war ein sonniger Nachmittag im Garten. weiterlesen...


Mittwoch, 29. März 2017 | Kategorie: Zitate | Kommentare (0)

Ja es umgibt uns eine neue Welt! Der Schatten dieser immergrünen Bäume Wird schon erfreulich. Schon erquickt uns wieder Das Rauschen dieser Brunnen, schwankend wiegen Im Morgenwinde sich die jungen Zweige. Die Blumen von den Beeten schauen uns Mit ihren Kinderaugen freundlich an. Der Gärtner deckt getrost das Winterhaus Schon der Citronen und Orangen ab, Der blaue Himmel ruhet über uns, Und an dem Horizonte löst der Schnee Der fernen Berge sich in leisen Duft. Johann Wolfgang v.Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 1. Szene, Leonore zur Prinzessin weiterlesen...