Der Himmel über mir

Der Himmel über mir

Du heller Himmel über mir,Dir will ich mich vertrauen:Laß nicht von Lust und Leiden hierDen Aufblick mir verbauen! Du, der sich über alles dehnt,Durch Weiten und durch Winde,Zeig mir den Weg, so heiß ersehnt,Wo ich Dich wiederfinde. Von Lust will ich ein Endchen kaumUnd will kein Leiden fliehen;Ich will nur eins: nur Raum – nur Raum,Um unter Dir zu knieen. (Lou Andreas-Salome)

Nocturno

Nocturno

Siehe die Nacht hat silberne SaitenIn die träumenden Saaten gespanntWeiche verzitternde Klänge gleitenÜber das selig atmende LandFernhin in schimmernde Weiten Sanft wie eine segnende HandTönt und vertönt ihre WeiseLeise…leise…so leise … Und die Seele hebt ihre SchwingenSilberne Klänge sind ihre Flügel –Weit über duftumsponnene HügelDurch der Täler verdämmernden ScheinSchwebt sie auf sehnsuchtsgewiesener Reise Still ins Mondlicht hinein … (Stefan Zweig)

Hopfen und Malz

Hopfen und Malz

Hopfen und Malz waren noch nicht verloren auf der morgendlichen Runde ;) Sonst wären diese Fotos sicher nicht entstanden. Hellgrüne Hopfenblüten, die mich an Zirbenzapfen erinnern.

Margrit Schriber, Das Abenteuer, eine Frau zu sein

Margrit Schriber, Das Abenteuer, eine Frau zu sein

Der als Roman-Biographie bezeichnete Band müsste aus meiner Sicht eher den Titel tragen: „Das Abenteuer, eine Schriftstellerin zu sein“. Denn Margrit Schriber, geboren 1939 als Tochter eines Wunderheilers in Luzern, hat nicht nur die Schwierigkeiten einer jungen Frau zu dieser Zeit zu bewältigen, in der es noch kein Wahlrecht gab und Frauen noch wie selbstverständlich verheiratet waren und allenfalls Hausfrau und Mutter sein konnten, neben der damit verbundenen Rolle als Ehefrau, sondern zudem mit den potenzierten Schwierigkeiten, selbstständig, unabhängig zu…

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Im Wartezimmer

Im Wartezimmer

Für mich ist nur mit innerer Distanz und (Galgen-)Humor das, was einen in manchen Praxen erwartet, auszuhalten. Am Empfang sage ich, wie ich heiße und dass ich heute einen Termin habe. Routinemäßig werde ich nach meinen Daten gefragt. „Ich bin erst am Freitag hier gewesen. Seitdem hat sich nichts geändert.“ „Hat sich Ihre Telefonnummer geändert.“ „Nein!“ „Wo sind denn Ihre Überweisung und Ihre für die Untersuchung notwendigen Blutwerte?“„Habe ich beim letzten Mal, als der Termin von Ihrer Seite aus verschoben…

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Weltsicht

Weltsicht

Die (An)Sichten auf, über, von etwas bestimmen unsere Wahrnehmung ganz entscheidend und damit auch unser Handeln gegenüber der Welt und ihrer Menschen: rücksichts-voll und nach-sichtig oder eher rücksichts-los: AbsichtAnsichtAngesichtAufsichtAussichtBe-sicht-igungDurchsichtEinsichtHinsichtFernsichtFlugsichtGesichtInnensichtKurz-sicht-igkeitNachsichtRücksichtSichtschutzSichtweiseÜbersichtVorsichtWeitsichtWeltsicht

Lau(t)e Sommernächte

Lau(t)e Sommernächte

Wochenend-Sommernächte können – für mich – sehr laut sein: TennenfestePlanwagenfahrten mit grölenden Teilnehmer:innenaufheulende Autos, vor allem aber Motorräderkreischend laute GrillpartiesMüssen Freude und Spaß soooo laut sein?Ausgelassenheit als gäb’s kein Morgen mehr und keine anderen Menschen. Dennoch: Euch allen einen angenehmen Sonntag und eine laue Sommernacht ;)