Das Große im Kleinen

Das Große im Kleinen

Du sprichst, das Große kann nicht in dem Kleinen sein,Den Himmel schließt man nicht ins Erdenstüpfchen ein.Komm, schau der Jungfraun Kind, so siehst du in der WiegenDen Himmel und die Erd und hundert Welten liegen. (Angelus Silesius)

Die Liebe will immer Weihnachten feiern

Die Liebe will immer Weihnachten feiern

Nur die Liebe vermag den Wandel vom Dunkelsein zur Lichtwerdung zu vollbringen. Die Liebe will immer Weihnachten feiern, will anzünden und angezündet werden,beschenken und behangen werden mit bunterlei Sternen. Störe die Weihnacht nicht – über sie leuchtetder Engel der Liebe … Trenne Liebende nicht – über sie leuchtet der Stern der Weihnacht.Es erlöschen so bald die Lichte der liebenden Herzen, sie werden – wie vom Wehen – über Nacht ausgeblasen. Die Liebe ist der holde Baum der Weihnacht; er ist – in Wahrheit nicht käuflich noch umzupflanzen. Er ist…

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Zum 24. Dezember

Zum 24. Dezember

Noch einmal ein Weihnachtsfest,Immer kleiner wird der Rest,Aber nehm ich so die Summe,Alles Grade, alles Krumme,Alles Falsche, alles Rechte,Alles Gute, alles Schlechte –Rechnet sich aus all dem BrausDoch ein richtig Leben heraus.Und dies können ist das BesteWohl bei diesem Weihnachtsfeste. (Theodor Fontane)

Nebel und Schatten

Nebel und Schatten

Bruchstück. Nun still, mein Schritt, im stillen Nebelfeld!hier rührt kein Leben mehr an meine Ruhe:hier darf ich fühlen, daß ich einsam bin.Kein Laut; kein Hauch; der bleiche Abend hältim dichten Mantel schwer die Luft gefangen.So thut es wohl dem unbewegten Sinn … Mein Herz nur hör‘ ich noch; doch kein Verlangennach Leben ist dies Klopfen, – Lust und Schmerzruhn hinter mir versunken gleich zwei Stürmen,die sich umarmen und im Wirbel sterben, – –was störst du mich, mein allzu lautes Herz?!…

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Zur Wintersonnenwende

Zur Wintersonnenwende

Kürzester Tag – längste Nacht. Danach geht es wieder aufwärts zum Licht. Verheißungsvolle Aussichten, trotz DunkelheitWarten, still sein, lauschen, schauen auf das was werden will. (© mona lisa) Ich seh so gern im Lichtgewand dort in der blauen Ätherferne allnächtig wandeln stille Sterne, ich fühle ihnen mich verwandt. Sie warens, die in frühster Zeitschon tief in meine Seele schauten, sie waren balde die Vertrauten für meine Lust und für mein Leid. Es ist – wie könnt es anders sein –mein ganzes Herze ihnen offen, und ihnen möcht…

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Robert Seethaler, Die Biene und der Kurt

Robert Seethaler, Die Biene und der Kurt

Bisher habe ich den „Trafikanten“, „Ein ganzes Leben“, „Der letzte Satz“ von Robert Seethaler gelesen. Jeder Roman hat eine Hauptperson, die auf sehr eigentümliche spezifische Art und Weise beschrieben ist, so als habe Seethaler für jeden Protagonisten eine ihm eigene Sprache ge-, erfunden. Auf der Suche nach weiteren Romanen bin ich auf den bereits 2006 erschienen „Die Biene und der Kurt“ gestoßen. Der Roman hat eine Rahmen- und eine Binnenhandlung. Er beginnt mir zwei Polizisten auf Streife, einer so ganz…

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Vorfreude auf Weihnachten

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind – von einem Schiefertafel-SchwämmchenUmhüpft – rennt froh durch mein Gemüt. Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,Dann blüht er Flämmchen.Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmtUns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. – Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,Wird dann doch gütig lächeln. Wenn wir im Traume eines ewigen TraumesAlle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

Eisblumen

Eisblumen

Das unfruchtbare Eis, kalt, panzerglatt,Verhärtet Leben, das dem Tode dient,Der sich, der Farblose, mit ihm umschient –Das Eis, das keine Seele hat,Das unbewegte, allen Lebens Bann: Das starre Eis selbst ist nicht tot.In ihm auch wirkt gestaltendes Gebot,Der Schönheit Triebkraft ward auch ihm:Es setzt geheimnisvolle Blüten an,Und Schwingenrispen, wie dem SeraphimGefiederüppig sie aus Schulternrund,Gekraust, geschwungen, tausendförmig undIn tausend Formen eine Form, entsprießen,Siehst du im Eis nach innerstem Gesetz,Ein wunderbares Bild, zusammenschießen.Die ärmste Scherbe trägt ein Wundernetz,Und alles gleißt von Wundersilberfliesen….

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Abgebrochen

Abgebrochen

Zwei abgebrochene Lilienblüten. Habe sie zu einem Stillleben mit Rosenquarzkugel arrangiert. Stiller Genuss für alle Sinne.Abbruch ist also nicht automatisch ein “Beinbruch“. Den ungefragten Ratschlag eines Besuchers, ich müsse (!) die Samenfäden abschneiden, um Dreck zu verhindern – er mache das auch immer – habe ich nicht befolgt. Mir schossen sofort der Begriff „Beschneidung“ und „Kastration“ durch den Kopf. Wenn mich der „Dreck“ stören würde, würde ich auf Lilien ganz verzichten.