Der Reiher

Der Reiher

Heute Morgen stand ein Reiher vor meinem Schlafzimmerfenster. Ich habe zuerst gedacht, ich träume noch. Doch er war real.
Leider habe ich ihn nicht fotografieren können. Bei der ersten meiner Bewegungen flog er auf und davon. – Schade.
Und dennoch hat mich sein Anblick verzaubert. Bei den Gedichten bin ich dann aber fündig geworden. Wie passend sind doch die beiden letzten Strophen im Hinblick auf die „neue Zeit“:

Wenn spazieren geht der Reiher,
Denkt er über manches nach:
Ob sich’s besser fischt am Weiher
Oder besser noch am Bach.

Endlich hat er sich entschlossen,
Geht zum Weiher hin und fischt,
Und da weilt er unverdrossen,
Bis er einen Fisch erwischt.

Warten, das versteht er prächtig,
Langeweile kennt er nicht;
Was er tut, er tut’s bedächtig,
Und Geduld ist seine Pflicht. –

Willst du irgendwas erringen,
Lern vom Reiher mancherlei,
Und Geduld vor allen Dingen
Bestens dir empfohlen sei.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben) 

7 Gedanken zu „Der Reiher

  1. Solche Besuche stimmen uns freudig, oh ja!
    Bei uns war dagegen ein Igel oder Dachs über Nacht sehr hungrig und fleissig und hat uns die kleine Wiese vor dem Haus ziemlich verwüstet bei der Suche nach Insekten, Maden oder Engerlingen. Seufz!
    Lieben Sonntagsgruss,
    Brigitte

    1. Bei mir sind’s die Maulwürfe nach der Herbsternte, wenn sie in die Gärten ziehen.
      Das macht echt Arbeit.
      Auch die Tauben mit ihren Exkrementen ….
      na ja.
      Dir einen guten Start in die neue Woche.

  2. Hallo Monika, an der Mollbeck kannst du sehr oft einen Silberreiher beobachten. Im Garten auf dem Zaun saß auch schon mal einer. Ich vermute, er ist erpicht auf die Fische im Teich unserer Nachbarin. Einen schönen Sonntag!!

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