Im Auge des Sturms

Im Auge des Sturms

Berlin ist für mich ein Moloch, den ich ab und an als Impulsgeber brauche, verbunden mit Besuchen bei Freunden und einem meiner Söhne.
Gestern sind wir durch die Gegend gestrichen, schöne Dinge ansehen und genießen,

(© Raphael Raue, die Aufnahme meines Sohnes gefällt mir besser als meine. Er hat oft das noch bessere Auge)

soweit meine Füße mich trugen. Und dann gibt’s ja immer noch die U- und S-Bahnen, mit denen man Strecken bewältigen kann und die alten und neuen Stationen:

Runter zur Station „Rotes Rathaus“.

Ich konnte nur staunen: kaum Menschen und eine Ruhe, die man in Kirchen, die als Touristenattraktionen gelten, schon lange nicht mehr findet.

Gut, dass wir einen Moment warten mussten und die Stille genießen konnten. Dabei fielen mir folgende Zeilen von Judith Holofernes Im Auge des Sturms ein:

Der Tag hält den Atem an, alles ist still
In den Ecken tanzt flüsternd Papier
Ein unruhiger Wind fegt durch die Straßen

Ich liebe diese Stille-Momente zum Innehalten, Ausruehn, sich Besinnen und dann kann’s mit den Eindrücken auch weitergehen. Denn ausruhen kann ich mich später ja immer noch.

4 Gedanken zu „Im Auge des Sturms

  1. danke für die wieder einmal sooo tollen fotos und deinen kleinen bericht!

    falls du noch länger in berlin bleíbst: hab eine gute großstadt-zeit!!!

    liebe grüße, andrea

  2. Wunderbar. Das ist so toll geschildert und bebildert!
    Und es lässt mich schwelgen in der Berlin-Zeit (von knapp vier Wochen) in genau dieser Umgebung, die wir vor vielen Jahren mal verbringen durften.
    Danke für das schöne Erinnern.
    Lieben Morgengruss, Brigitte

    1. Vier Wochen Berlin – da kann man sicher doch ein wenig entschleunigen.
      Eine Woche kann ganz schön anstrengend sein/werden, wenn man nicht im Vorfeld für Lücken und Pausen sorgt ;)
      Dann droht Reizüberflutung für alle vorhandenen Sinne.
      Herzliche Grüße

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