Spinnen
„Jeder spinnt auf seine Weise – der eine laut, der andere leise.“ (Joachim Ringelnatz)
„Jeder spinnt auf seine Weise – der eine laut, der andere leise.“ (Joachim Ringelnatz)
Nun hat den schimmernden Reigender leuchtende Tag vollbracht,blau-dunkele Schatten steigenempor aus traumstiller Nacht. … Tief waltet die heimliche Stilleund decket die Lande weit,als schirme ein heiliger Willedie Träume der Einsamkeit. Als hätte des Tages Endemein Grämen zur Ruhe gebracht.Ich halte die müden Händeund segne die stille Nacht. (Frieda Claudy) Mit einem Hauch von (modernem) Bullerbü.
(Installation in der Autobahnkirche Baden) Ich ließ meinen Engel lange nicht los,und er verarmte mir in den Armenund wurde klein, und ich wurde groß:und auf einmal war ich das Erbarmen,und er eine zitternde Bitte bloß. Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,und wir haben langsam einander erkannt… Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,kann er frei seine Flügel entfaltenund die Stille der Sterne durchspalten,…
Sowie des LichtesFunken sich heben,Sieh’, des GedichtesRhythmisches Schweben,Dass es dich weckeAus deinen Träumen …Zaudern und säumen?Nur das nicht!Richte und reckeAuf dich zum Licht! (Rainer Maria Rilke, 3. Strophe des Gedichts, Zum Licht)
“Das Glück liegt auf der Straße.“ – heißt es. Manchmal steht es auch einfach da ;) Vielleicht eines der kleinen „Glücke“? So muß man leben! Die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die „kleinen Glücke“ gehabt. (Theodor Fontane)
Kirchen können in diesen Hitze-Tagen „coole“ Rückzugsorte sein, in denen zudem Stille herrscht. Ein wohltuender Kontrast zur Hetze und vielfach erhöhtem menshclichen Aggressionspotential bei diesen Temperaturen. Anschließend war ich in einem BioMarkt, gut temperiert und nahezu ohne KundInnen. „Die Rush Hour“ ist vorbei. Die meisten waren schon ganz früh hier. Sie wußten nicht, dass wir klimatisiert sind.“ In der Stadt gab es einige Läden mit handgeschriebenen Infotafel: Heute hitzefrei! Macht ja vielleicht auch Sinn. Wer will bei dem Wetter schon…
Irvin D. Yalom ist mittlerweile über 90 Jahre alt, schreibt immer noch und gab zur Zeit der Entstehung dieses Buches auch noch einstündige Konsultationen, da er aufgrund seines immer stärker nachlassenden Gedächtnisses keine Langzeittherapien mehr geben kann und will, sich dennoch aber zutraut, Hilfestellung geben zu können. Eine Arbeit, die ihm Zeit seines Lebens am Herzen liegt, mit der er noch nicht aufhören kann. Ist es doch auch für ihn eine Verbindung zur Welt, zu Menschen, zumal diese Möglichkeiten sich…
Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,Ich nahm es so im Wandern mit,Auf dass es einst mir möge sagen,Wie laut die Nachtigall geschlagen,Wie grün der Wald, den ich durchschritt. (Theodor Storm)
Reduktion! Man will mehr sagenals die Natur und macht den unmöglichen Fehler, es mit mehr Mitteln sagen zu wollen als sie, anstatt mit weniger Mitteln. Das Licht und die rationellen Formen liegen im Kampf, das Licht bringt sie in Bewegung, biegt gerade, ovalisiert parallele, dreht Kreise in die Zwischenräume, macht den Zwischenraum aktiv. Daher die unerschöpfliche Mannigfaltigkeit. (Paul Klee)
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ (Khalil Gibran) Am Samstag habe ich mit meinem jüngsten Sohn eine Waldführung durch einen Friedwald in der Nähe gemacht. Zunächst war ich ein wenig enttäuscht. Ein ziemlich „unordentlicher“, d.h. naturbelassener Wald im Vergleich zu einem anderen hier in der Nähe, der eher einen parkähnlichen, also „ordentlichen“ Eindruck auf mich gemacht hat. Doch dort gibt es keine „Familienbäume“ mehr. Dann aber hat mir das Gesamtbild ganz gut gefallen: Es gibt dort…