Augen
Ein graues Auge Ein schlaues Auge, Auf schelmische Launen Deuten die braunen, Des Auges Bläue Bedeutet Treue; Doch eines schwarzen Augs Gefunkel Ist stets wie Gottes Wege dunkel. ( Friedrich von Bodenstedt)
Ein graues Auge Ein schlaues Auge, Auf schelmische Launen Deuten die braunen, Des Auges Bläue Bedeutet Treue; Doch eines schwarzen Augs Gefunkel Ist stets wie Gottes Wege dunkel. ( Friedrich von Bodenstedt)
O meine müden Füße ihr müsst tanzenIn bunten Schuhen,Und möchtet lieber tief, tiefIm Boden ruhen. (Georg Büchner, 1.Strophe von: O meine müden Füße) Ich tanze ja wirklich gern. Doch manchmal heißt es einfach: Füße hochlegen, egal in welchem Zustand sie sind.
(Abendstimmung in Speckhorn) Graue Dämmerungen hängenüberm weiten Wiesenplan, –müd, mit rotgelaufnen Wangenkommt der Tag im Westen an. Atemlos dort sinkt er niederhinter Hängen goldumsäumt,seine lichtermatten Liderfallen mählich zu. – Er träumt. – Träumt manch sonnig Traumgebilde..Leis vom Himmel schwebt dahin,jetzt die Nacht und neigt sich milde,Sterne lächelnd über ihn… (Rainer Maria Rilke)
„Jeder spinnt auf seine Weise – der eine laut, der andere leise.“ (Joachim Ringelnatz)
Nun hat den schimmernden Reigender leuchtende Tag vollbracht,blau-dunkele Schatten steigenempor aus traumstiller Nacht. … Tief waltet die heimliche Stilleund decket die Lande weit,als schirme ein heiliger Willedie Träume der Einsamkeit. Als hätte des Tages Endemein Grämen zur Ruhe gebracht.Ich halte die müden Händeund segne die stille Nacht. (Frieda Claudy) Mit einem Hauch von (modernem) Bullerbü.
(Installation in der Autobahnkirche Baden) Ich ließ meinen Engel lange nicht los,und er verarmte mir in den Armenund wurde klein, und ich wurde groß:und auf einmal war ich das Erbarmen,und er eine zitternde Bitte bloß. Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,und wir haben langsam einander erkannt… Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,kann er frei seine Flügel entfaltenund die Stille der Sterne durchspalten,…
Sowie des LichtesFunken sich heben,Sieh’, des GedichtesRhythmisches Schweben,Dass es dich weckeAus deinen Träumen …Zaudern und säumen?Nur das nicht!Richte und reckeAuf dich zum Licht! (Rainer Maria Rilke, 3. Strophe des Gedichts, Zum Licht)
“Das Glück liegt auf der Straße.“ – heißt es. Manchmal steht es auch einfach da ;) Vielleicht eines der kleinen „Glücke“? So muß man leben! Die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die „kleinen Glücke“ gehabt. (Theodor Fontane)
Kirchen können in diesen Hitze-Tagen „coole“ Rückzugsorte sein, in denen zudem Stille herrscht. Ein wohltuender Kontrast zur Hetze und vielfach erhöhtem menshclichen Aggressionspotential bei diesen Temperaturen. Anschließend war ich in einem BioMarkt, gut temperiert und nahezu ohne KundInnen. „Die Rush Hour“ ist vorbei. Die meisten waren schon ganz früh hier. Sie wußten nicht, dass wir klimatisiert sind.“ In der Stadt gab es einige Läden mit handgeschriebenen Infotafel: Heute hitzefrei! Macht ja vielleicht auch Sinn. Wer will bei dem Wetter schon…